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[Weintraubenernte] Rosinen aus Trauben – selbst getrocknet statt gekauft !

Rosinen schmecken lecker – selbstgemacht aus eigenen Trauben sogar NOCH BESSER ! Kein Problem, denn es ist wirklich einfach! 

Da ich nicht mehr weiß, wohin mit den vielen Trauben, habe ich dieses Jahr zum ersten Mal einen Teil der -kernlosen- Trauben („Lakemont“) zu Rosinen konserviert. Nachstehend (m)eine kleine Anleitung als DIY, denn selbstgemacht schmeckt tausendmal besser als gekaufte Rosinen, von denen wir nicht wirklich wissen, woher sie kommen und ob bzw. wie sie behandelt wurden …

Das Rankgerüst samt drei Weinreben haben wir in 2014 gesetzt, eine Sorte davon  („Lakemont“)  ist kernlos und somit für Rosinen bestens geeignet…

Dieses Jahr gab es eine Rekordernte:

13 kg weiße, kernlose Trauben („Lakemont“) von einer einzigen Rebe (und etliche kg vorher bereits genascht ;-)):

Zum Trocknen bzw. zur Rosinenherstellung eignet sich, wie gesagt, am besten eine kernlose Sorte, da man ansonsten „mehr Kern als Frucht“ hat, aber wen es nicht stört… ;-).

Nun gilt es, diese zu trocknen, um leckere Rosinen daraus zu bekommen. Leider habe ich -noch- kein Dörrgerät, aber es geht auch im Backofen – und evtl. auf dem Speicher oder einem anderen warmen Ort (auch wenn wir einen schönen und warmen Spätsommer haben, zum schnellen Trocknen von Trauben o.ä. sind die Temperaturen wohl eher nicht mehr geeignet):

Nun zeige ich am besten zuerst, wie es -bei mir – optimal funktionierte (wie es WENIGER gut funktioniert, zeige ich Euch anschließend ;-)):

So funktioniert(e) es super:

1. Weinbeeren vorbereiten: Die Trauben waschen, die Beeren von den Stängeln entfernen…

2. Gitterrost vorbereiten: Auf einem bzw. mehreren Gitterrosten des Backofens ein engmaschiges Netz (bei mir eine alte Gardine) ausbreiten, damit die Beeren nicht durch den Rost fallen.

3. Ab auf den/die Rost(e): Auf diesem Netz nun die Weinbeeren verteilen, am besten nicht übereinander, sondern nebeneinander. Sie können gerne eng an eng liegen und sich berühren, da sie ja nach und nach schrumpfen und Platz schaffen…

4. Ab in den Backofen: Die Roste in den Backofen bei 50-60°C  schieben und einen Kochlöffel in die Tür stecken, damit die Feuchtigkeit der Beeren während dem Trocknen entweichen kann.

5. Warten, warten, warten.… Das dauert jetzt ein paar Stündchen…

6. Nach etlichen Stunden – je nach Größe und Sorte der Weinbeeren kann das locker 10-12 Stunden dauern…– sind die Rosinen fast fertig. Man kann zwischendurch den Ofen auch ruhig mal abstellen, wenn man z.B. außer Haus muss, über Nacht – oder falls der Backofen tatsächlich auch mal für etwas anderes verwendet werden muss, z.B. zum Backen, Kochen.. ;-).

7. Aussortieren: Man sieht, dass sie inzwischen schon und schön geschrumpft sind. Einige kleine Beeren sind rundherum schrumpelig – diese kann man bereits aussortieren, da sie bereits fertige Rosinen sind. Die anderen verbleiben für eine – oder zwei – weitere Stunden im Backofen.

8. Die Rosinen sind fertig! Woran erkennt man eigentlich, ob sie fertig sind…?: Sie sollten nun rundherum schrumpelig sein. Wenn man eine Beere mit den Fingern zusammendrückt, darf kein Saft mehr austreten ! Die fertigen, schrumpeligen Rosinen haben eine ledrige, gummiartige – und sehr klebrige – Konsistenz.

9. Auskühlen lassen: Nun auf dem Rost VOLLKOMMEN auskühlen lassen, am besten über Nacht. Ich habe sie – da bereits die nächste Rosinenladung darauf wartete, auf den das Gitter zu dürfen, nach ca. einer halben Stunde in eine weite Schüssel gegeben und darin über Nacht komplett auskühlen lassen (ohne Abdeckung).

Spätestens jetzt werdet Ihr gemerkt haben, dass Rosinen herstellen eine überaus klebrige Angelegenheit ist ;-). Der freigesetzte Fruchtzucker klebt wie S…! Anfangs befürchete ich, alle Rosinen würden später zu einem riesigen Klumpen zusammenkleben, aber interessanterweise lässt der „Kleber“ nach dem Abkühlen etwas nach und sie haben fast die Konsistenz und „Klebrigkeit“ gekaufter Rosinen ;-).

Solange sie abkühlen, hier mal ein Vorher-Nachher-Bild:

10. Abfüllen: Die Rosinen luftdicht abfüllen – oder direkt genießen, z.B. in Müsli

Jetzt wird es spannend: Ich bin gespannt, wie lange sie halten…!? Hat jemand von Euch Erfahrung damit? Ich werde auf jeden Fall hier weiter berichten…

Übrigens: Aus 13 kg Weinbeeren (ohne Äste) habe ich ca. 3 kg Rosinen herausbekommen. Gar nicht schlecht…

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So, wie versprochen, nun einige Tipps, da ich aus meinen gemachten Fehlern einige Erkenntnisse gewonnen habe:

Tipp Nr. 1: NICHT ALLE TRAUBEN AUF EINMAL ERNTEN wenn es nicht unbedingt sein muss (Nachtfröste, Ernte nicht im eigenen Garten, usw.). (Ich frage mich, warum ICH  13 kg Trauben auf einmal geerntet habe…? Sie hätten genausogut nach und nach gepflückt und verarbeitet werden können, das Wetter ist spätsommerlich warm …).Nur soviel ernten, wie man trocknen oder -zwischen-lagern kann…

Ich habe natürlich längst nicht alle geernteten Trauben/Beeren gleichzeitig in meine beiden Backöfen bringen können – zu wenig Platz, zu viele Trauben, zu wenig Roste, trotzdem:

TIPP Nr. 2: BEEREN NICHT MEHRLAGIG trocknen, denn das kostet ZEIT und GELD !

Aus der Not heraus hatte ich also – nachdem die Roste voll waren – die Backbleche befüllt, und dann auch noch mehrlagig … Dies funktioniert zwar auch, dauert aber Stunden länger… Als die ersten Roste dann wieder leer waren, habe ich die halbtrockenen Weinbeeren von den Blechen auf Roste umgelagert und weiter getrocknet…

Das nachstehende Foto zeigt übrigens nicht nur die mehrlagigen Beeren auf dem Blech, sondern ebenfalls die Veränderung der Beeren nach einer/einigen Stunden:

Tipp Nr. 3: Sicherlich lohnt auch ein Versuch im Freien oder an einem anderen warmen Ort (Kaminofen, Heizung, Wohnung).

Ich hatte einen Teil der Beeren, die ich nicht direkt in den Ofen geben konnte, auf dem Speicher zwischengelagert – so konnten sie immerhin nicht gammeln, sondern trockneten im Gegenteil schon mal ein wenig vor. Wahrscheinlich trocknen sie hier auch – früher oder später – ohne Strom oder sonstigen Energieaufwand… (einige Beeren liegen noch oben – ich werde berichten, was aus ihnen wird… ;-)).

Auf dem nachfolgenden Foto sieht man die Weintrauben bzw. Weinbeeren, die ich auf dem Speicher (ca. 20-22 Grad tagsüber) zwischengelagert hatte. Das Gitter habe ich mit einer Gardine abgedeckt:

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Ich freue mich wirklich sehr über diese Art der Konservierung, denn Rosinen sind nicht nur sehr gesund, sondern auch lecker zum Naschen als Snack, in Müsli,  Kuchen, Christstollen, oder als natürliches Süßungsmittel.

Wofür verwendet Ihr Rosinen ? Habt Ihr schon Erfahrungen mit der Rosinenherstellung sammeln können? Besonders würde mich die Haltbarkeit bzw. Lagerung interessieren…!?

Zum Schluss noch eine Überraschung, die ich beim Säubern der Trauben entdeckte:

Herzliche und süße Rosinengrüße, Birthe 🙂

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5 Kommentare zu “[Weintraubenernte] Rosinen aus Trauben – selbst getrocknet statt gekauft !

  1. Pingback: WW und Rückblick KW 41/2018 – 08.-14.10.2018 – Wochenwetter Birthes Garten | Birthes bunter Blog-Garten

    • Klar, am besten auf dem Rost VOLLSTÄNDIG erkalten lassen, z.B. über Nacht. Da bei mir schon die nächsten Trauben auf den Rost wollten, habe ich die Rosinen zwar auf dem Rost erkalten lassen (dauert nur einige Minuten), danach aber noch über Nacht in eine weite Schüssel gegeben. Danke für Deinen Hinweis (ich habe den Text entsprechend ergänzt) und liebe Grüße, Birthe 🙂

      Gefällt 1 Person

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