Holunder (sambucus nigra)

Der Holunder ist äußerst vielseitig – man sogarzweimal im Jahr von ihm profitieren: im Frühsommer von den weißen, dunftenden Blüten (Mai-Juli), im Herbst von den schwarzen Beeren, die von August bis September reifen.

Aus den Blüten kann man z.B. einen leckeren Sirup herstellen, den man später mit Sprudel-Wasser verdünnt als Limonade trinkt oder einem gut gekühlten Sekt zugibt und somit den beliebten „Hugo“ hat.

Holunderblüte

Holunderblüte

1) Holunderblüten-Sirup

2) Holunderblüten-Gelee: ca. 10 Holunderblüten-Dolden, 1 ltr. Apfelsaft, Gelierzucker. Die Blüten im Apfelsaft 24 Stunden zugedeckt ziehen lassen, zwischendurch hin und wieder umrühren. Blüten absieben, Flüssigkeit mit Gelierzucker 3-4 Minuten kochen lassen (gemäß Anleitung Zucker), in Gläser abfüllen, verschließen.

3) Holunder-Blüten-Likör

4) Holunder-Tee: ein bewährtes Hausmittel bei Erkältungen und grippalen Infekten. Er hat eine schweißtreibende Wirkung. Außerdem reinigert der Tee das Blut, lindert Bauchweh und stärkt den Kreislauf. Bei Husten kann man mit dem Tee inhalieren.

2  TL getrocknete Blüten mit einer Tasse heißem Wasser übergießen, ca. 5 Minuten zugedeckt ziehen lassen.

5) Ausgebackene Holunderblüten („Hollerküchle“): 125 g Mehl mit 1/2 TL Backpulver mischen. 200 ml Milch, 1 Prise Salz und 2 Eier hinzufügen und zu einem glatten Teig verarbeiten. 30 Minuten quellen lassen. Ein gutes Frittieröl in einer Pfanne erhitzen. Holunderblüten-Dolden am Stiel anfassen und kopfüber in den Teig tunken. Im heißen Fett ca. 2-3 Minuten goldbraun ausbacken und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Mit etwas Puder bestäubt servieren. Schmeckt besonders gut mit Vanilleeis ;-).

6) Hollerblütenknusperzucker – Rezept siehe Blog „Das Mädel vom Land“

Inhaltsstoffe des Holunders: Glycoside, ätherische Öle, Flavonoide, Cholin, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Gerbsäure, Vitamin C

Sammelzeit Blüten:  Mai, Juni, Juli – je nach Region

Sammelzeit Beeren: September – Oktober. Die Blüten können  getrocknet und in einem luftdichten Behälter sehr gut aufbewahrt werden, z.B. für Tee.

Heilwirkung: Holunder wird hauptsächlich bei Erkältungen angewendet, z.B. als Tee: Der Tee bzw. die ätherischen Öle haben eine schweißtreibende Wirkung. Außerdem reiniget der Tee das Blut, lindert Bauchweh und stärkt den Kreislauf. Bei Husten kann man mit dem Tee inhalieren.

Sagen/Volksglaube: Früher glaubte man, dass die guten Hausgeister in den Holunderbüschen wohnen. Die Germanen meinten sogar, dass die Schutzgötting HOlda im HOlunderbusch wohnt. So wurde er also vor Häuser und Scheunen gepflanzt in der Hoffnung, dass HOlda Hexen und böse Zauberer abwehrt.

In Schweden soll man den Elfenkönig mit Gefolge sehen, wenn man in der Mittsommernacht unterm Holunderbusch sitzt ;-).

 

 

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