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[DIY – Pflanzschilder aus Schiefer] Selbstgemacht, ohne professionelles Werkzeug

Mein Heilpflanzengarten wartet seit einiger Zeit auf Pflanzschilder für die verschiedenen Gewächse. Schieferbruchstücke hatte ich bereits im vergangenen Jahr auf einer unserer Wanderungen kostenlos ergattert (Abfall). Doch wie mache ich nun daraus Pflanzschilder? Und wie befestige ich sie? Mangels Antwort fristeten die Abfallstücke ein langweiliges Dasein in einem Eimer in der Gartenhütte. Eine Schieferschere könnte helfen – aber zu teuer, ebenfalls eine spezielle Schieferzange, oder -Hammer oder ähnliches. Das muss doch auch so gehen, oder…???

Letzte Woche nun habe ich mich daran gemacht und mithilfe von Herrn B. (der über das nötige handwerkliche Know-How verfügt) eine Lösung für mich gefunden, die vielleicht auch andere Bastler oder Gartenfreunde interessiert…

Erst einmal suchte ich mir die Materialien und das Werkzeug zusammen:

  • Einen normalen Hammer,
  • eine FESTE Unterlage (bei mir eine dicke Eisenbohle),
  • einen sogenannten „Zimmermannshammer“ oder „Lochhammer“. Na gut, letzteres gilt vielleicht bei einigen auch als Spezialwerkzeug, findet sich aber immerhin wohl doch eher in einem oder anderen Werkzeugkoffer als „Standard“
  • Schieferplatten, z.B. Reste von einem Dachdecker (einfach mal nachfragen)
  • ein dickes Holzbrett oder Holzbohle (für die Löcher)
  • einen Stift zum Beschriften
  • Schnur/Kordel
  • Holzstöcke oder Metallstäbe

Nun hatte ich das Glück, dass sich in einigen meiner Schieferplatten bereits kleine Löcher befanden, diese nutzte ich natürlich auch direkt. Ansonsten galt es nun, die Platten in eine annähernd schöne und große Form zu bringen, die für mich als Pflanzschilder geeignet erschienen.

Hier sind meine Reste, die ich zur Verfügung hatte – und mein Arbeitsmaterial:

Nun galt es, die Platten in die richtige Größe zu bringen: Mit der scharfen Kante des Hammers habe ich die Linien „vorgezeichnet“, indem ich entlang der Linie auf die Schieferplatte hämmerte (Achtung: Die Kante, auf die man schlägt, sollte man direkt auf die Bohle legen, nicht links oder rechts daneben, sonst bricht es überall, nur nicht an der gewünschten Kante ;-)). Nun mit der scharfen Kante einfach so lange darauf weiterschlagen, bis sich die Platte teilt und quasi in zwei Teile fällt. Nun hat man eine mehr oder weniger gerade Kante, die man noch ein wenig mit der Hammerkante nach“feilen“ kann…

Nun fehlt noch das Loch: Für das Loch benötigt man eine „weiche“ Unterlage, z.B. eine Holzbohle. Mit dem Zimmermannshammer konnte ich nun ein Loch in die Platte schlagen, indem ich vorsichtig und mit Gefühl auf einen Punkt hämmerte, bis der Schiefer durch war. Natürlich sind diese Löcher nicht so fein und klein wie vom Dachdecker-Profi oder wie mit einem Spezialwerkzeug, aber ich finde sie für meinen Zweck ausreichend…

Nach ca. einer halben Stunde hatte ich dann einige Schilder zurechtgeschlagen:

Die Löcher sind zwar etwas groß und grob, die Ränder natürlich auch nicht so schön „gerade“ und eben wie bei fertig gekauften Schiefer-Pflanzschildern, dafür sind sie aber auch selbst gemacht… – und kostengünstig, quasi zum Nulltarif.

Fehlt noch die Beschriftung, dann mit  einer Schnur versehen und an einem beliebig großen Stöckchen vor der Pflanze platzieren.

Fertig sieht es dann z.B. so aus:

***

***

Ich muss sagen, dass mir die Variante „Beinwell“ mit den beiden Löchern am besten gefällt. Das Schild hängt gerade und lässt sich am besten befestigen. Daher werde ich künftig versuchen, sofern die Größe der Schieferplatte es zulässt, zwei Löcher hineinzuschlagen.

So, nun hat mein Heilpflanzengarten endlich ein paar Pflanzschilder…

Herzliche Grüße, Birthe 🙂

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6 Kommentare zu “[DIY – Pflanzschilder aus Schiefer] Selbstgemacht, ohne professionelles Werkzeug

  1. Hallo!

    Die Pflanzschilder sehen wirklich famos aus!
    Obwohl ich selbst als Tischler täglich mit Werkzeug in Berührung komme, bin ich immer wieder auf der Suche nach neuen, besseren Werkzeugen.
    Vernünftiges Werkzeug ist aber nicht nur für Profis von ausschlaggebender Bedeutung, find ich!
    Ich selbst habe einen seit Generationen in der Familie weitergereichten englischen Schlosserhammer, den ich wahrscheinlich nie austauschen würde… aber ich bin immer an den Verbesserungen interessiert, die gemacht werden.
    Das ist, glaube ich, auch sehr wichtig, dass man sich informiert und nicht auf der Stelle tritt, nur weil etwas mal funktioniert. Die Welt bewegt sich nach vorn und die Welt der Werkzeuge natürlich auch.

    Verbesserung heißt ja nicht immer Verschlechterung. Nur eben eine Bewegung in eine andere Form. Und meines Erachtens hat man in seinem Beruf auch eine gewisse Verantwortung, die man ernst nehmen muss.

    ich lasse liebe Grüße da!

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  2. Das ist eine wirkliche schöne Idee mit den Schiefertafeln. Ich habe mir auch immer gedacht, dass dies mit der Kreide nicht lange hält, aber die Variante, die Schilder mit einem wasserfesten Textmarker zu beschriften ist super.

    Danke für die schönen Fotos.

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  3. Topp, das ist eine prima Idee und gibt dem Kräuterbeet eine schöne Note. Alles so ordentlich hier! 😉 Einen Zimmermannshammer hätte ich, aber leider keinen Schiefer … Ich mag diese Kreideschrift auf dem schwarzen Grund, das sieht echt schön aus. Komisch, in der Schule konnte man sowas nicht sehen. 😉 Und schon gar nicht hören, wenn der da vorne so auf der Tafel rumgequietscht hat!

    Gefällt 1 Person

    • Das Beet sieht tatsächlich direkt noch „aufgeräumter“ aus. Das Quitschen der Kreide ist wirklich gewöhnungsbedürftig…, da Kreide beim ersten Regen aber wohl direkt weggewaschen wäre, verwende ich einen weißen Marker, mit dem ich auch Tontöpfe beschrifte. Hält Wind und Wetter aus ! :-). LG Birthe 🙂

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