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Ein Wochenende in Magdeburg-Eisenach/Wartburg 18.-20.11.2022

Ein Ausflug führte uns am vergangenen Wochenende nach Magdeburg – die Männer hatten dort freitags morgens hobbymäßig einen Termin ;-). Wenn es schon in die Ferne geht (ca. 450 km) kann man das doch gleich mit einem Wochenendtrip verbinden ;-). Gesagt – getan, also planten wir einen kurzen Ausflug zu viert nach Magdeburg – und Eisenach…

Da der „Männertermin“ um 8.30h war, hieß es also bereits um 3.30 h: Abfahrt!

Kein Stau, alles lief zügig, sodass wir – mit einer kurzen Kaffeepause – pünktlich vor Ort waren. Während die Männer ihre Dinge erledigten, fuhren wir Frauen in die Innenstadt zum Hotel und – da wir verständlicherweise – zu früh zum Einchecken waren, gingen wir ein wenig auf erste Erkundungstour ins Städtchen. Kein Problem, denn unser Hotel war nur wenige Meter entfernt von der „Grünen Zitadelle“, dem letzten Werk von Friedensreich Hundertwasser.

Auffallend, bunt und gemütlich – da zog es uns gleich ins „Cafe Alt Magdeburg“, das im Ambiente  des alten Magdeburgs leckeren Cappuccino, hausgemachte Torten und weitere Leckereien für den kleinen Hunger bieten. Sehr gemütlich ! Ein toller erster Anlauf für unseren ersten Besuch in Magdeburg :-).

Nachdem wir uns also gestärkt hatten, entdeckten wir also das Hundertwasser-Haus, das wohl eines der am meisten fotografierten Gebäude in Magdeburg ist: Es wurde im Jahr 2005 fertiggestellt und gilt als letztes Projekt, an dem Hundertwasser vor seinem Tode arbeitet.   Auf 11.300 qm befinden sich nette kleine Geschäftchen, Gastronomie, außerdem gibt es sogar ein Theater, ein „ART-Hotel“, Kindertagesstätte und sogar über 50 Wohnungen, weiterhin Praxen und Büros.

Mieter haben übrigens ein „Fensterrecht“, sie dürfen die Fassade um ihre Fenster herum selbst gestalten „soweit Arm und Pinsel reichen“.

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Sehr interessant, nett anzusehen und einfach schön!

Da das Wetter nicht wirklich einladend war (regnerisch, um 3 Grad C), ging es nun mehr oder weniger direkt ins „Allee-Center“ zum shoppen, bummeln.

Gegen Mittag holten wir dann unsere Männer ab und -nachdem wir unsere Zimmer endlich bezogen hatten – ging es wieder zur grünen Zitadelle, wo ein kleiner Wintermarkt zu Glühwein und Punsch einludt:

Schön beleuchtet, sah es wirklich zauberhaft aus:

Danach lockte es uns in die Altstadt, wo der Weihnachtsmarkt bereits aufgebaut, aber leider noch nicht eröffnet war. Trotzdem schön – und weihnachtlich – anzusehen.

Ein gemütliches Essen in einer traditionellen Gastwirtschaft rundete den Tag ab und es ging zurück zum Hotel.2. Tag:

Nach einem reichlichen Frühstücksbüffet ging es bei strahlendem Sonnenschein auf Stadt-Erkundungstour durch Magdeburg: Zunächst ging es erneut in die Altstadt- dieses Mal – bei blauem Himmel – erschien alles gleich noch freundlicher, auch wenn es über Nacht gefroren hatte und es nun etwas „frisch“ war:Wirklich schade, dass der Weihnachtsmarkt erst am kommenden Montag eröffnet wird – bei unserem nächsten Besuch werden wir diesen Termin auf jeden Fall berücksichtigen ;-).Ein weiteres Highlight ist das sogenannte „Wellenhaus“, das 2013 fertiggestellt wurde und interessant aussieht. Besonders interessant finde ich die gelungene Umgestaltung und Sanierung des ehemaligen Plattenbaus. Plattenbauten finden sich hier öfter, aber in diesem Fall ist er auf den ersten Blick nicht mehr als solcher zu erkennen – ein optisches Highlight – top !

Weiter geht es – vorbei am Eulenspiegel-Brunnen, der alten Stadtmauer – zum Kloster „Unserer lieben Frauen“ das eine beeindruckende Geschichte aufzuweisen hat. Wie gut, dass sie erhalten bleibt und nach und nach weiter gepflegt und restauriert wird.

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Und schon sind wir wieder an der Grünen Zitadelle, die wir nun bei Sonnenlicht begutachten und genießen können.

Unser Aufenthalt in Magdeburg ist schon zu Ende – schade, aber wir werden wiederkommen, soviel steht fest !

Nachmittags ging es dann mit dem PKW weiter Richtung Eisenach, wo wir u.a. der Wartburg einen Besuch abstatten wollen. Außerdem liegt es bereits auf dem Rückweg nach Hause, sodass der Heimweg morgen nicht mehr weit ist…

Übrigens: Weitere Fotos und Näheres zum Stadtrundgang gibt es auf meiner -bei KOMOOT – aufgezeichneten Tour: HIER klicken.

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Unterwegs statten wir guten Bekannten noch einen kurzen Überraschungsbesuch ab – Zeit für einen Kaffee muss sein ;-).

In Eisenach angekommen, beziehen wir unsere Zimmer und machen uns auf den Weg in die Innenstadt – auch wenn es inzwischen dunkel geworden ist…

Ein Rundgang durch die Stadt, ein gemütliches Gasthaus gesucht -und gefunden – und anschließend noch an der Bar eines sehr gastlichen Wirtshauses noch den einen oder anderen Absacker genommen ;-). Irgendwann ging es dann zurück ins Hotel…

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück – und Auschecken – auf direktem Weg zur Wartburg, auf der Martin Luther seinerzeit im Gefängnis (zum Eigenschutz) die Bibel übersetzt hat.

Das Wetter ist eher neblig und frostig, aber irgendwie sorgt genau dies für einen besonderen „Reiz“ – sehr schön ! Geparkt wird auf dem großen Parkplatz unterhalb der Burg, dann geht es zu Fuß die ca. 200 mtr. bergauf.

Der Aufgang war wegen Glätte gesperrt – also über die Fahrstraße hinauf:

Nun noch die Eintrittskarten besorgt, in denen die Burgführung bereits enthalten ist. Die Wartezeit beträgt für uns nur knapp fünf Minuten, sodass wir mit einer recht kleinen Gruppe (es ist erst 10.30h) auf den historischen Spuren der Burg wandeln – sehr interessant !

So haben wir zum Beispiel gelernt, dass die vielen „St. Elisabeth-Krankenhäuser“ im Land ihren Ursprung hier auf der Wartburg haben, wo die junge Landgräfin  Elisabeth vonThüringen das Leid der Bevölkerung im Ort erkannte und es mit ihrem Reichtum linderte. Als ihr Mann im Kreuzzug fiel, wurde sie ausgestoßen und errichtete in ihrer neuen Heimat Marburg ein Spital, das sie nach ihrem großen Vorbild Franz von Assisi benannte.

Die Burg wurde immer wieder erweitert, später wurde sie u.a. berühmt durch die Übersetzung der Bibel durch Martin Luther, der sich hier – zu seinem eigenen Schutz – für fast ein Jahr im Gefängnis aufhielt.

Eine sehr interessante und lehrreiche Führung mit tollen Einblicken !

Nach der Führung gab es noch Gelegenheit der eigenen Erdkundung  der Ausstellungsräume und des Außengeländes. Ein Capuccino im burgeinenen Café rundete auch hier den Aufenthalt ab – ein wirkliches Erlebnis !

Nun ging es endgültig auf den Heimweg und gegen 16h waren wir dann wieder zurück von einem kurzen, aber erlebnisreichen Wochenende !

Schön war’s – wir werden wiederkommen, zumindest nach Magdeburg !

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2 Kommentare zu “Ein Wochenende in Magdeburg-Eisenach/Wartburg 18.-20.11.2022

  1. Ich wünschte, es gäbe mehr solcher Häuser, wie die von F. Hundertwasser. Die Städte wären gleich viel schöner. Ich war noch nie in Magdeburg, aber Du hast mein Interesse geweckt. LG und Dank für den schönen Bericht. Birgitt

    Gefällt 1 Person

    • Ja, das wäre schön, wenn es mehr solcher Häuser gäbe… schön anzusehen auf jeden Fall, aber sehr aufwändig..und teuer… da würde 7ch auch gerne drin wohnen… Dies war auch für uns der erste Besuch Magdeburgs, aber sicher nicht der letzte. Dankeschön und liebe Grüße, Birthe

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