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Tagebuch Juni 2021- Kamille: Ernte, Insekten – und eine Überraschung…

Unser Kamillefeld blüht… ! Da kann geerntet – und getrocknet werden…. Beim Ernten entdeckte ich dann noch ein Überraschungstier…

Kamille kann man sehr vielseitig verwenden – für Tee, für Umschläge, für Bäder, usw…

Deshalb habe ich seit einigen Jahren immer irgendwo ein Kamillefeld im Garten…

Es wucherte schon regelrecht, sodass ich in diesem Frühjahr beschloss, die Kamille „im Zaum“ zu halten. Dies geht ganz einfach – ich habe einfach die vielen Jungpflanzen dort stehen lassen, wo ich sie hinhaben wollte, an anderen Stellen habe ich sie einfach umgehharkt… ;-).

Mit Erfolg, wie sie sich zeigt, denn dieses Feld ist größenmäßig genau richtig, um meinen Jahresbedarf zu decken…

Übrigens: Diese „Echte Kamille“ erkennt man daran, dass die gelben Blütenköpfe innen hohl sind ;-). Öffnet man einen gelben Blütenknopf, kann man dies gut erkennen…

Ich pflücke sie fast täglich durch und trockne sie auf Zeitungspapier:

Ich verwende eigentlich nur die Blütenköpfe, die sich gut mit den Fingern abknipsen lassen… Man kann aber auch das Laub verwenden, das aber zur Blütezeit bereits eher unansehnlich und dürr ist…

Bei der aktuellen Hitze trockne ich die Blüten einfach auf Zeitungspapier, indem ich sie darauf ausbreite und auf dem Speicher – oder auf dem Balkon auslege. Funktioniert auch im Dörrgerät und/oder im Backofen bei niedrigster Temperatur (30°C, im Backofen bei 50°, Ofentür einen Spalt offen lassen).

Die Kamilleblüten sind auch in der Insektenwelt sehr beliebt...

Bei Bienen

Wanzen…

Noch mehr Wanzen (Feuerwanze):

…Und leider auch bei Läusen ist die Kamille leider sehr beliebt…Ameisen sind dann auch nicht weit, wie auf dem Bild zu erkennen…:

 

Die befallenen Kamillestängel samt Blüte nehme ich dann natürlich nicht… Es sind ja zum Glück noch genügend unbefallene Kamilletriebe vorhanden ;-).

…und einem Überraschungsgast, den ich zunächst gar nicht sah… Als ich ihn entdeckte – er ist sehr gut getarnt … musste ich erst recherchieren, um welches Tier es sich handelt…

Es ist die Raupe des Kamille-Mönchs, der sich von Kamille ernährt und sich später zu einer nachtaktiven Motte entwickelt.

Da ich außer diesem einen Exemplar kein weiteres und schon gar keine Massen an der Kamille entdeckt habe, wird sie keinen Schaden anrichten und so lasse ich sie natürlich in ihrem Lebensraum… VIel Glück, kleine Raupe…!

Genießt den sonnigen Sonntag!

10 Kommentare zu “Tagebuch Juni 2021- Kamille: Ernte, Insekten – und eine Überraschung…

  1. Toll, so ein Teil habe ich noch nie gesehen. Aber zum Überlebenlassen: Wann immer ich ein Tierchen entdecke, wird nachgeschaut um was es sich handelt. Und je nachdem, ob es für meinen Garten schädlich ist oder nicht, lass ich es hier oder trage es auf eine unbenutzte Wiese. Gemeuchelt wird bei mir kein Tierchen mehr. Auch die Läuse dürfen leben, wenn sie denn ihre natürlichen Feinde überleben. Liebe Grüße, Birgitt

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    • Hallo Birgitt,
      das ist eine gute -und natürlche – Einstellung :-)). Das ist ja der Idealfall, dass Läuse von ihren natürlichen Feinden eingegrenzt werden..;-) So sollte es ein und die Tierchen werden es Dir danken.
      Ich habe den Kamillemönch an Ort und Stelle gelassen, das Kamillefeld wird noch eine Weile stehenbleiben, sodass er dort leben und fressen kann ;-). Er muss nur aufpassen, dass er nicht von Vögeln gefressen wird, wobei er natürlich perfekt getarnt ist ;-).
      Liebe Grüße, Birthe

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  2. So, nun musste ich mich nach meinem ersten Kommentar erst einmal belesen. Und wie das so ist, führt ein Beitrag bei Wiki zum nächsten. Jetzt weiß ich, dass dieser Falter auf der Vorwarnstufe der Roten Liste steht und dass die Puppen häufig überliegen. Überliegen? Hatte ich noch nie gehört. Also gesucht und gefunden. Bei vielen Arten, egal ob tag- oder nachtaktiv, schlüpfen die Falter nicht im Frühling nach dem ersten Winter. Einige Puppen verbringen ein, manchmal sogar zwei Winter in der Erde. Das sorgt für ihr Überleben und beugt Inzucht vor. Die Raupe des Kamillenmönchs kann ganz unterschiedliche Farben haben. Von weiß über creme bis violett. Mich fasziniert so etwas ungemein! Danke fürs Teilen!

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    • Hallo liebe Elvira, ganz herzlichen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar und Deine Recherche… :-). Ja, der Kamillemönch ist einerseits relativ selten, aber er ist wohl auch sehr anpassungsfähig. Ich habe ihn jedenfalls vorher noch nie gesehen. Ich finde die Raupe recht hübsch – schöner als den Falter ;-).
      Ohja, die Kamille riecht sehr gut – und meine Hände erst nach dem Pflücken ;-).
      Ich werde später einige Samen abnehmen, damit ich sie für das nächste Jahr noch gezielt irgendwo aussäen kann .
      Herzliche Grüße vom Kamillefeld und einen schönen Abend, Birthe

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  3. Kamillenmönch- wieder etwas dazugelernt. Ich rieche die Kamille förmlich und erinnere mich an viele Wanderungen, als dieser Geruch intensiv auf Kamille am Wegesrand hinwies. Solche Kleinigkeiten fehlen mir hier in der Stadt doch manchmal sehr.
    Liebe Grüße,
    Elvira

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