Alltags-Küche/Garten-Tagebuch/Garten-Tagebuch 2020/Herbst/Kalorienarm/Kaufen? Nein Danke ! DIY Kochen/Backen/KB - Koch-Basics/Konservieren/Einkochen/Einmachen/Gelee/Marmelade/Rezepte/September/Vegan/Vegetarisch

Weißkohl konservieren: Sauerkraut selbstgemacht mit nur 2 Zutaten ! GRUNDREZEPT mit Varianten

Sauerkraut selbst herstellen ist ganz einfach – es benötigt nur wenige Zutaten – und etwas Zeit.

***

So mache ICH seit einigen Jahren mein Sauerkraut für den Wintervorrat – je nach Menge im Einmachglas, Twist-Off-Glas oder im großen Tontopf…:

Da die Mengen bei jedem variieren, gebe ich nur Mengenangaben für das Grundrezept an:

Grundrezept Sauerkraut aus Weißkohl

===============================

Zutaten:

Weißkohl

Salz (10 Gramm auf 1 kg geputzten Weißkohl

 

ZUBEREITUNG:

Vorbereitung: Den Weißkohl halbieren, die äußeren losen und ggf. schmutzigen Blätter entfernen. Einige schöne Blätter abmachen und beseite legen – diese benötigt man für das Auslegen des Topfes/Glases und als Abschluss…

ICH lasse den Strunk dran, da ich den Kohl mit dem großen Hobel schneide und dort den Strunk als „Griff“ verwende 😉 und ihn erst dann entsorge…

Wer keinen großen Hobel hat, sollte den Strunk entfernen und den Kohl nun entweder mit der Küchenmaschine, dem Messer, oder einem kleinen Hobel, in -nicht allzufeine – Streifen schneiden.

Den Kohl in eine Schüssel geben und wiegen. Nun kommt das Salzen…

Salzen: Pro 1 kg Kohl verwendet man – je nach Geschmack – rund 10 g Salz (also 1 Prozent) – etwas mehr oder weniger ist nicht schlimm, je mehr Salz, umso schneller entsteht mehr Flüssigkeit ;-). Jetzt geht es ans Kneten:

Kneten: Am besten gelingt dies mit den Händen – einfach für ca. 5-10 Minuten seine Hand/Hände in den Kohlstreifen versenken und kneten – ähnlich einem Hefeteig, von außen nach Innen, stampfen, drücken, egal, alles ist erlaubt, Hauptsache, es knirscht und knackt ordentlich (am Kohl, nicht in den Fingern ;-)).

Man kann natürlich auch einen Holzstampfer oder sonstiges „Werkzeug/Gerät“verwenden). Es kann und soll ruhig zwischen den Fingern quietschen und knacken, ein Zeichen dafür, dass die Struktur des Kohls gebrochen wird. Man kann zusehen, wie der Kohl immer glänzender und glasiger wird, er „fällt zusammen“ und nach wenigen Minuten bildet sich Flüssigkeit, der Kohl wird nass. Noch ein wenig weiterkneten und wenn sich etwas Wasser am Schüsselboden gesammelt hat, kann man die Kohlstreifen umfüllen.

Umfüllen: Für größere Mengen verwendet man am besten z.B. einen Gärtopf aus Ton (wie auf meinen Fotos zu sehen). Wer keinen solchen Topf besitzt oder nur eine kleine Menge Sauerkraut herstellen will, kann auch ein großes, sterilisiertes  Einmachglas oder Twist-Off-Gläser verwenden – das mache ich auch ab und zu, z.B. wenn ich kleinere Mengen in Variationen, z.B. direkt mit Würzung zubereite oder mit Möhren, Paprika… (siehe Fotos weiter unten).

Auf den Boden des Gefäßes legt man nun zwei bis drei – oder auch mehr – schöne Blätter von denen, die man vorhin beiseite gelegt hat. Beim Glas genügt z.B. meist ein Blattstück ;-). Nun einfach den gestampften Kohl hineineinfüllen.

Nach dem Umfüllen muss das Kraut wieder gut angedrückt werden, am besten mit der Faust oder einem Holzstampfer, damit sich keine Luftzwischenräume bilden. Dabei entsteht meist weitere Flüssigkeit, was natürlich super ist.

ACHTUNG-WICHTIG!!!: Es sollte sich nun beim Hinunterdrücken des Kohls soviel Flüssigkeit gebildet haben, dass der Kohl UNTER Wasser steht… Sollte dies NICHT der Fall sein, wurde zuwenig geknetet ;-). Das ist aber nicht wirklich schlimm – kann schonmal passieren ;-). Nun einfach etwas Salzlösung herstellen und diese in den Topf/Glas geben, bis der Kohl wirklich von der Flüssigkeit bedeckt ist.

Nochmal ACHTUNG-WICHTIG: Den Topf/das Glas NICHT bis obenhin zum Rand füllen ! Denn: Die Gärung wird dafür sorgen, dass der Pegel der Flüssigkeit steigt – und schnell hat man die „Brühe“ außerhalb des Topfes/Glases… Also lieber etwas Platz nach oben lassen ;-). Außerdem muss ja noch beschwert werden:

Beschweren: Auf die letzte Schicht Kohl legt man nun 2-3  der zurückbehaltenen Blätter und legt nun die Gewichte darauf (beim Tontopf liegen sie bei, ansonsten haben sich z.B. Konservendosen oder Untersetzer bestens bewährt) . Die Gewichte sorgen nun dafür, dass der Kohl wirklich stets von der Flüssigkeit bedeckt ist.

VERSCHLIEßEN: Den Tontopf verschließt man einfach, indem man den Deckel daraufsetzt und den Rand mit Wasser füllt – so ist er luftdicht verschlossen, aber die Gase können hinaus.

Einmachgläser: Hier kann man z.B. einen kleinen Untersetzer als Gewicht in das Glas geben, der dann durch den Deckel nach unten gedrückt wird. Die Gläser werden nun mit Gummidichtung und Klammern versehen (beides bleibt bis zum Verzehr darauf).

Twist-Off-Gläser: Hier kann man z.B. ebenfalls einen kleinen Untersetzer als Gewicht verwenden. Dann etwas Frischhaltefolite auf das Glas geben (zwischen Glas und Deckel), und dann den Deckel darauf schrauben.

GÄRUNG: Nun lässt man den Topf/Glas/Gläser für 3-6 Tage bei Zimmertemperatur stehen und „in Fahrt“ bzw. „in Gärung“ kommen. Dabei stellt man sie am besten auf ein Tablett oder Untersetzer, da sich der Flüssigkeitspegel – wie bereits erwähnt – hebt und Gase bzw. Flüssigkeit austreten kann (je nachdem, wie voll der Behälter gefüllt ist).

Wenn man merkt, dass die Gärung beginnt (je nach Temperatur nach 1-3 Tagen), es blubbert und sich Bläschen bilden, ist das ein gutes Zeichen. Nach zwei weiteren Tagen kann man den Behälter in einen kühleren Raum oder den Keller stellen – dort kann er gemäßigt weiter blubbern und nach ca. 3-6 Wochen (je nach Temperatur) hat sich das Blubbern gelegt, die Gärung ist beendet und das Sauerkraut ist verzehrfertig.

ACHTUNG: Beim Gärtopf immer darauf achten, dass sich noch genügend Wasser in der Rinne befindet, ansonsten nachfüllen, am besten ist abgekochtes, abgekühltes Wasser…

ENTNAHME: Wenn man das Sauerkraut nun entnehmen will – und nicht direkt die ganze Menge verwendet – sollte man unbedingt darauf achten, dass man

  1. Absolut sauber arbeitet bei der Entnahme, d.h. keine schmutzigen Löffel, Hände, etc., damit das restliche Sauerkraut nicht verunreinigt wird und gammelt….
  2. Nach der Entnahme des Sauerkrautes die Blätter und das Gewicht(e) wieder auflegen, darauf achten, dass der Kohl  nach wie vor mit Flüssigkeit bedeckt ist und bleibt !

Zum VERZEHR gibt es nicht viel zu sagen: Erwärmen, ggf. nochmal nachwürzen und genießen.

VARIANTEN:

Evtl. Lorbeerblätter, Pfefferkörner, Nelken mit in die Behälter zum Kohl geben –  je nach Belieben (ich würze erst später bei der Zubereitung).

Evtl. geraspelte Möhren, klein geschnittene oder in Ringe geschnittene Zwiebeln mit in die Behälter zum Kohl geben … je nach Belieben (auf 1 kg Weißkohl ca. 1 kleine Möhre und/oder eine mittlere Zwiebel, oder mehr, je nach Geschmack ;-)).

Ich habe diese Woche von 8 Köpfen Weißkohl insgesamt 8,5 kg Sauerkraut angesetzt. Mein Gärtopf ist doch etwas voll geworden ;-). Immerhin fing es innerhalb 24 Stunden an zu blubbern – es funktioniert 😉 :-)))).

Viel Spaß also beim Sauerkraut herstellen und denkt an den Spruch, den bereits unsere Oma immer zur Krauternte sagte:

„Wer im Sommer Kappes klaut, hat im Winter Sauerkraut !“ 🙂

3 Kommentare zu “Weißkohl konservieren: Sauerkraut selbstgemacht mit nur 2 Zutaten ! GRUNDREZEPT mit Varianten

ich freue mich über Eure Kommentare:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.