Frühjahr/Garten-Tagebuch 2020/Im Garten/März/Wetter WW

WW KW13 – 23.-29. März 2020 – Wochenwetter (und Corona) Birthes Garten

Wetter der vergangenen Woche (KW 13 – 23.-29. März 2020)

Kurzum: frühlingshaft, trocken, teils frostige Nächte

Wochenwetterverlauf im Detail:…

Tag/Datum Wetter Nacht-Temp. Tages-Temp. Niederschl.

Ltr.

Mo., 23.03.2020 Sonnig -3°C 7°C
Di., 24.03.2020 Sonnig -2°C 9°C
Mi., 25.03.2020 Sonnig -2°C 9°C
Do., 26.03.2020 Sonnig 0°C 10°C
Fr., 27.03.2020 Sonnig 1°C 15°C
Sa., 28.03.2020 Sonnig 6°C 18°C
So., 29.03.2020 Bedeckt-wenig Sonne 2°C 6°C

Kein Regen in der vergangenen Woche, der kalte Wind hat die obere Bodenschicht bereits wieder ausgetrocknet …

Nun zu einem Thema, das im Moment die Welt bewegt…:

Der Corona-Virus COVID-19 hält die Welt im Atem – daher wird es hier neben dem Wetterbericht ab sofort auch ein kleines Update zum Stand der „Corona-Krise“ geben… Eigentlich wollte ich diesem Thema keinen Platz im Blog einräumen, allerdings ist es mir ein Bedürfnis, die wöchentlichen Ereignisse festzuhalten…:

Es gibt -leider- kaum noch Länder, die keine Infizierten nachweisen müssen.

Schulen, Universitäten, Kitas sind seit nunmehr rund zwei Wochen geschlossen – wo es geht, werden die Kinder über PC mit Aufgaben versorgt, um Lerninhalte weiterzugeben und zu vermitteln.

Es gab – und gibt – immer wieder Hamsterkäufe, die jedoch inzwischen merklich nachlassen. Am meisten gefragt sind WC-Papier, Nudeln, Reis, Milch und quasi alle haltbaren Lebensmittel. Die Supermärkte sind wie gewohnt geöffnet – Aldi, Lidl, Rewe u. Co.nehmen das Angebot nicht an, auch an Sonntagen öffnen zu dürfen…

In Deutschland wurden bisher (Stand 29.3.2020, 21h), über 58.000 Infizierte gemeldet, es gibt 455 Todesfälle. Während China / Hubei ganz langsam nach und nach wieder zum Alltag zurückfindet, steigen in Italien, Spanien und den USA (Hotspot New York) die Zahlen von Infizierten und Verstorbenen rasant. Auch in Großbritannien spitzt sich die Lage zu. Weltweit gibt es inzw. über 680.000 Infizierte und über 31.500 Todesfälle.

Seit Montag, 23.3.2020 gilt in ganz Deutschland ein sogenanntes „Kontaktverbot“ , das inzwischen bis mind. 20. April (= Ende der Osterferien) gelten soll. Danach entscheidet die Entwicklung der Pandemie in Deutschland über weitere Maßnahmen bzw. Lockerungen  (Ausnahme Bayern, wo separate Ausgangsbeschränkungen gelten).

Seniorenheime und Krankenhäuser haben ein absolutes Besuchsverbot verhängt, um diese Riskogruppen nicht zu gefährden.

Supermärkte, Apotheken, Banken und Tankstellen bleiben weiterhin geöffnet, auch Baumärkte und Gartencenter haben weiterhin geöffnet. Inzwischen sind nahezu alle diese Geschäfte dazu übergegangen, an den Kassen Plexiglas-Schutzwände (Spuckschutz) anzubringen, außerdem wurden teilweise Mengen-Zugangsbeschränkungen seitens der Betreiber eingeführt, damit sich nicht zu viele Menschen gleichzeitig im Geschäft befinden.

Wer kann, arbeitet im Home-Office, viele andere dürfen/müssen weiterhin arbeiten gehen. Es drohen viele Konkurse und Insolvenzen, der stationäre Handel steht praktisch still, der Internethandel boomt dafür umso mehr (besonders Amazon). Die Börsenkurse sind sehr stark eingebrochen, die Regierung hat verschiedene Hilfsprogramme beschlossen: Ein unbegrenztes Kreditprogramm der staatlichen Förderbank KfW soll Liquidität sichern. Daneben geht es um Steuerstundungen, ein erweitertes Kurzarbeitergeld, einen Stabilisierungsfonds für große Unternehmen sowie ein milliardenschweres Paket mit direkten Zuschüssen für kleine Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten – die häufig keine Kredite bekommen oder über keine Sicherheiten verfügen. Seit Freitag (27.3.) können entsprechende Anträge gestellt werden, was bereits reichlich genutzt wurde.

Der Ruf nach einem „Euro-Bond“ durch die anderen europäischen Länder wird größer.

Wer seine Miete nicht zahlen kann, dem darf nicht gekündigt werden (Adidas, H&M, Deichm. und einige andere haben bereits ihre Mietzahlungen eingestellt…).

Die Krankenhäuser bereiten sich weiter auf die Krise vor, deutsche Krankenhäuse behandeln inzwischen auch Kranke aus anderen europ. Ländern wie z.B. Italien und Frankreich.

In vielen Ländern innerhalb und außerhalb Europas gibt es ebenfalls radikale Ausgangssperren, niemand weiß aktuell, wie sich die Lage (medizinisch und wirtschaftlich) weiter entwickelt. Es heißt: Ruhe bewahren, abwarten, den Humor nicht verlieren und das Beste aus der Situation machen. Senioren sollten nicht besucht werden, um sie vor Ansteckungen zu schützen – so halten wir es auch mit unseren Eltern. Der Einkauf wird weiterhin  vor die Tür gestellt, ansonsten wird telefoniert oder durch die Tür bzw. im Garten miteinander gesprochen.

Insgesamt kann man feststellen, dass sich offensichtlich und erfreulicherweise wohl die meisten Menschen an die Ausgangsbeschränkungen bzw. das Kontaktverbot halten – wobei es einige „Ausreißer“ natürlich immer gibt… ;-).

Wir werden sehen und abwarten -müssen-, wie sich die Lage weiterhin entwickelt… Wir bleiben – soweit möglich – weiterhin zu Hause, um niemanden anzustecken und selbst nicht angesteckt zu werden. Eingekauft wird seit Freitag nur noch 1x wöchentlich- für uns und Schwiegermama.

Apropo Einkaufen: Klopapier ist weiterhin Mangelware, die Verkäufer/innen kommen gar nicht dazu, den Nachschub in die Regale zu räumen, es wird ihnen regelrecht aus der Hand gerissen. Nudeln, Reis usw. gibt es wieder ausreichend.

Seit Freitag, 26.3.20 gilt in Deutschland ein sogenanntes „Einreiseverbot für Saisonarbeiter“, dies trifft hauptsächlich die Landwirtschaft, in der die Bauern – besonders im Frühjahr und zur Zeit der beginnenden Spargelernte – auf die rund 600.000 Erntehelfer und Saisonkräfte, die meist aus Osteuropa, angewiesen sind (Einreiseverbot für Kräfte aus Polen und Tschechien z.Zt. offensichtl. noch nicht endgültig geklärt). Nun werden Hilfskräfte aus Deutschland gesucht, z.B. Studenten oder Menschen, die durch Corona arbeitslos wurden oder in Kurzarbeit sind, oder die einfach beurlaubt wurden.

Erfreulich ist es zu beobachten, wie sich oft neue Wege ergeben, neue Möglichkeiten: Wo z.B. vorher ständig für Konferenzen durch die halbe Welt gereist wurde, werden heute Videokonferenzen abgehalten. In Ermangelung des Friseurs, der z.Zt. geschlossen hat, versuchen sich viele selbst an den Köpfen, z.B. der Kinder . Zu Hause wird sich -meist- mehr mit den Kindern beschäftigt, es wird gemeinsam gelernt, gebastelt, es geht gemeinsam in den Garten, hinaus in die Natur – denn hinausgehen – (mit entsprechendem Abstand von mind, 1,50 mtr.) dürfen wir -noch-. Zum Sport treiben, Spazieren gehen usw., es stärkt die Abwehrkräfte … Dass die Kontaktsperre teilweise auch Stress verursacht und eine Art „Lagerkoller“, ist eine Nebenwirkung, die mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt ist.

Ebenso erfreulich ist die Flexibilität vieler Arbeitgeber, die ihren Arbeitnehmern Home-Office zugestehen, flexible Arbeitszeiten ermöglichen (um die Betreuung ihrer Kinder sicherzustellen), und für den Ansteckungsschutz der Angestellten sorgen. Und widerum die Arbeitnehmer, die unter erschwerten Bedingungen ihrer Arbeit nachgehen, gleichzeitig die Kinder betreuen und dafür sorgen, dass die Wirtschaft nicht komplett zum Erliegen kommt und es „irgendwie“ weiter läuft…

Es ist wirklich erstaunlich, welches Arbeitspensum z.B. die Angestellten im Einzelhandel z.Zt. leisten, um die leeren Regale immer wieder aufzufüllen und zu verkaufen.

Die Pflegekräfte in Heimen und Krankenhäusern und die Ärzte sind unermüdlich im Dienst.

Insgesamt wird diese Krise wohl zeigen, wo unsere Stärken und Schwächen liegen – von jedem Einzelnen und von unserer Gesellschaft, Politik und Wirtschaft…

Bleibt gesund und passt auf Euch auf !

 

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