Februar/Garten-Tagebuch 2020/Im Garten/Wanderungen/Winter

[Urlaub] La Palma – La Isla Bonita, 19.02.-01.03.2020

Unser diesjähriger „Karnevalsurlaub“ führte uns wieder nach La Palma – uns hatte es dort im vergangenen Jahr (2019) so gut gefallen, dass wir gerne wiederkamen… Dieses Mal für 12 Tage….

Während wir im letzten Jahr ein Zimmer im Hotel in Brena Baja oberhalb von Santa Cruz bewohnten, mieteten wir in diesem Jahr ein Appartment in Puerto Naos an der Westküste La Palmas. Das Appartment befindet sich direkt an der Promenade mit Blick auf das Meer – herrlich !

Nachstehend einige Eindrücke unseres Aufenthaltes auf dieser wunderschönen Insel:

1. Tag, – Mittw., 19.2.20: Anreise ab Flugh. Ffm. zum Flugh. Santa Cruz. Ein Bus-Taxi brachte uns innerhalb ca. 45 Minuten zum Appartment – eine schöne, etwas in die Jahre gekommene Wohnung direkt an Promenade und Strand, mit einem großen Balkon, auf dem man gut sitzen und den Blick auf Strand und Meer genießen kann.

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2. Tag, – Donnerst., 20.2.20:La Zarza – La Mata

Nach dem Frühstück, welches wir im ca. 400 mtr. entfernten Hotel einnahmen,  konnten wir unser Mietauto in Empfang nehmen.

Mit Wandersachen im Gepäck fuhren wir Richtung Norden, um dort in den ursprünglichen Lorbeer-Wäldern rund um La Zarza  unsere erste Wanderung in diesem Jahr auf der Insel durchzuführen.

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Ein wunderbarer Weg, eine schöne Strecke mit tollen, teils mystischen Eindrücken und Ausblicken im Wald, im Barranco-Flussbett und in der Natur.  Ein Höhepunkt war außerdem der Abstecher nach La Mata, wo wir in einem gemütlichen Restaurant leckeres regionales Essen genießen konnten.

Unsere Touren zeichne ich mit Komoot auf, dort gibt es dann auch weitere Fotos und Informationen: HIER ist die Tour La Zarza

3. Tag, – Freitag, 21.2.20: (Mirador El Time – Los Llanos-Argual – Tazacorte)

Heute morgen fuhren wir mit dem Auto in den idyllisch gelegenen Küsten- und Badeort  „Tazacorte“ bzw. Puerto Tazacorte“, der wohl sonnigste und wärmste Ort der Insel. Bezaubernd ist es hier : Schöne, bunte Häuschen schmiegen sich aneinander. Umgeben ist der Ort von hohen Felsen. Hier befand sich unsere heutige Wandertour. Wir parkten in Tazacorte, liefen dann hinunter zu Strand und Hafen, in deren Nähe sich der Einstieg in die Tour befand.

Nun hieß es: Bergauf – steil bergauf! Der sonnige Steilhang am Ende der Angustias-Schlucht wollte und musste bezwungen werden – auf einem alten, klassischen Königsweg … Nun gehöre ich nicht wirklich zu den Wanderen, die „lieber bergauf als bergab“ wandern…  nein, ich KANN nicht wirklich berghoch, sondern liebe es , bergab oder gerade zu gehen ;-). Dementsprechend musste ich öfter anhalten, pausieren, nach Luft schnappen. Man bedenke außerdem, dass dies erst unsere zweite Wanderung auf der Insel ist und wir in den letzten Wochen auch kaum bzw. gar nicht gewandert sind….

Also gut, irgendwann kamen wir dann doch oben am Aussichtspunkt „Mirador el Time“ an – und wurden mit einem sensationellen Ausblick auf die Schlucht und das Meer belohnt – und mit einem kühlen „Serveza sin alcohol“, das wir uns wohl wirklich verdient hatten.

Nach der Rast ging es weiter – erst ein weiteres Stück hinauf, um dann aber ziemlich schnell und ziemlich steil bergab in die Schlucht zu steigen. So weit – so gut… Aber so richtig freuen konnte ich mich nicht, immerhin wusste ich ja, dass wir auf der anderen Seite der Schlucht wieder BERGAUF gehen müssen… Mit jedem Meter  hinab sank auch meine Stimmung – ich bekam regelrecht Angst vor dem erneuten Aufstieg. Unten angekommen, gab es die Alternative, durch den Barranco zurück nach Tazacorte zu gehen – DAS aber wollte ich wiederum auch nicht, immerhin wollte ich „unsere“ ausgesuchte Tour gehen, ohne Abkürzung ;-). Also ging es nun wieder bergauf – langsamer noch als vorhin, aber immerhin: langsam, aber sicher ;-). Irgendwann kamen wir also oben an, in Argual, einem Vorort von Los Llanos.

Ein schöner, idyllischer Ortsteil, in dem wir rasteten, um dann das letzte Stück zurück nach Tazacorte frisch und munter bergab zu gehen.

Eine Wegsperre bzw. ein Gitter mit der Aufschrift „Privat“ irritierte uns und wir dachten schon, wir müssten umkehren (wieder bergauf ! ;-)), doch zum Glück war der Besitzer vor Ort und auf unsere Anrage hin erfuhren wir, dass der Durchgang bzw. die Durchfahrt nur für Fahrzeuge gilt. Wanderer haben freien Durchgang – Dankeschön ! :-).

Zum Abschluss der Tour setzten wir uns gemütlich in Tazacorte in ein Restaurant bzw. auf dessen Terrasse mit Blick auf das Meer – bei einem vegetarischen und regionalen Couscous mit Gemüse – so secker !

Eine wunderschöne, aber auch sehr anstrengende Tour mit über 800 mtr. auf 13,4 km.

Unsere augezeichnete Tour auf komoot findet man HIER

4. Tag – Samstag, 22.2. – Strandtag

Nach der Anstrengung gestern blieben wir heute im Ort und legten einen Strandtag ein – außerdem hatte ich eine Erkältung mit Fieber in den Knochen, deren Anfänge mich wohl auch gestern bereits geschwächt hatten. Heute der Ruhetag tat mir gut.

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5. Tag – Sonntag, 23.2. – Calima Wüstensturm

Heute Nacht begann der Sturm, der Wüstensturm, auch „Calima“ genannt, der Sand und Hitze  aus Afrika brachte. Tische und Stühle aus den benachbarten Cafes flogen umher, im benachbarten Hotel war der Strandzugang gesperrt, da sich Glasscheiben der Terrasse  aus der Verankerung gelöst hatten und deren Scherben nun den Weg versperrten.

Die Luft hatte sich eingetrübt, die Sichtweite ebenso, Sand – und Feinstaub- lagen in der Luft, einige hatten bereits Atemmasken aufgesetzt, was sicherlich sinnvoll ist, wenn man vielleicht ohnehin schon unter Atemwegsproblemen leidet. Auch mir fiel das Atmen etwas schwerer. Auf allem liegt eine dicke Sandschicht…

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Laut Aussagen der Einheimischen handelte es sich um den wohl schlimmsten Calima seit 40 Jahren. Wir blieben heute auf dem windgeschützten Balkon und legten einen weiteren Ruhetag ein. Mit dem Auto wollten wir  nicht fahren, da der Sturm immer noch tobte.

(Flüge bzw. mind. 1 Flug von Urlaubern mit Ziel Canaren bzw. La Palma konnten nicht landen, wurden nach Agadir umgeleitet, mussten sogar noch 1-2 Nächte auf Mallorca verbringen, um dann letztendlich am Dienstag hier einzutreffen).

6. Tag – Montag, 24.2.20:  La Tubo de la Galga bzw. Nordseite

Auch heute ist es noch windig, aber nicht mehr so stürmisch wie gestern.

Immer noch ist Sand überall in der Luft, die Sichtweite ist eingeschränkt, aber man hat den Eindruck, es lichtet sich etwas.

Außerdem ist es sehr warm – wir fuhren mit dem Auto Richtung Norden, wo es vermeintlich kühler und „heller“ sein sollte. Wir fuhren über Santa Cruz, wo heute nachmittag ein großer Rosenmontagsumzug ist – die Menschen sind dann hier alle weiß gekleidet, denn es wird Talkum gestreut (anstatt Konfetti) und da ist weiße Kleidung durchaus angebracht ;-). Überall sah man weißgekleidetete Menschen, die unterwegs mit Auto oder Bus nach Santa Cruz waren – wir wollten jedoch nicht auf den Umzug, sondern nach „La Galga„, um dort im Nationalpark zu wandern….

Am Nationalpark angekommen, wurden wir direkt „abgefangen“ und der Parkwächter teilte uns mit, dass Wanderweg und Nationalpark wegen Brandgefahr durch den Calima geschlossen sind. Es ist mit inzwischen 30° C viel zu heiß für diese Jahreszeit, ca. 12 Grad wärmer als üblich. Das ist zwar für uns nicht zu heiß, aber für die Natur. Außerdem sind viele Feuerwehrmänner auf Gran Canaria, wo es seit dem Sturm brennt, um dort zu helfen. Natürlich, kein Problem, wir müssen ja heute nicht hier wandern, sondern vielleicht an einem anderen Ort. Los Tilos und andere Parks sind jedoch ebenfalls aus besagten Gründen gesperrt, auch einige Straßen sind wegen der Sturmschäden noch gesperrt…

Wir überlegten kurz und begaben uns dann mit dem Auto Richtung Norden, über die Hauptverkehrsstraße. Es war immer noch heiß, wie gesagt, um die 30°C. Man konnte überall auf den Straßen sehen, dass Steinbrocken und Äste herumlagen, die zwar zur Seite geräumt waren, aber man konnte sich gut vorstellen, dass dies auf Seitenstraßen wohl etwas anderes aussieht…

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Wir wanderten an diesem Tag nicht mehr, sondern umrundeten die Insel quasi halb, auf der Hauptverbindungsstraße LP1 in nördliche Richtung. Unterwegs noch der eine oder andere Fotostopp (mit Fuß-Umknicken und Bänderdehnung …) und ein gemütliches Essen in einem gemütlichen Restaurant – so verbrachten wir dennoch einen wunderschönen und erholsamen Tag.

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7. Tag – Dienstag, 25.2.20: Leuchtturm , Playa la Bombilla, Playa del Charcon, Mirador Astronomico San Borandon

Heute morgen ist es bereits wesentlich klarer, auch wenn es heute nacht nochmal ordentlich gestürmt hat. Gleichzeitig ist es wirklich bemerkenswert, mit welchem Eifer überall die Aufräum- und Sandwegspül-Aktivitäten begonnen haben. Super !

Aufgrund meiner Bänderdehnung kann ich wohl erstmal keine großen Wanderungen mehr unternehmen, zumindest keine mit sehr unebenenen oder steinigen Untergründen, auf denen ich umknicken könnte. Aber dank einer Stützbinde aus der Apotheke ging es insgesamt doch besser als gedacht, sodass wir morgens – es war immer noch heiß ! – zum Leuchtturm in den Nachbarort Bombilla wanderten. Der Leuchtturm ist recht neu und hat eine interessante und moderne Architektur, er befindet sich inmitten der Lavageprägten Uferlandschaft. Im weiteren Verlauf gibt es eine recht neue Promenade, die vorbei an schönen und ruhigen Stränden führt. Sehr schön  !

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Gegen Mittag waren wir wieder zurück in Puero Naos und siehe da: Alle Strandliegen waren belegt, es war regelrecht VOLL am Strand – so voll war es bisher noch nicht hier ;-).

Auch wir begaben uns dorthin und hatten einen erholsamen Nachmittag.

Unsere aufgezeichnete Tour auf komoot zum Leuchtturm findet sich HIER

8. Tag, Mittwoch 26.2.20: Nationalpark La Cumbrecita – Ermita Virgen del Pino, Santa Cruz

Heute ist das Wetter und die Luft fast wieder ganz klar, auch die Temperaturen sind wieder zurückgegangen und befinden sich wieder bei angenehmen 20-22°C.

Heute ging es mit dem Auto zum Nationalpark La Cumbrecita. Am Besucherzenterum parkten wir und begaben uns auf unsere heutige Wanderung. Zunächst ging es durch die „ehemalige Kornkammer“ der Insel, die jedoch irgendwann vor vielen Jahren aufgegeben wurde – zu steinig… Eine Ziegenherde zog an uns vorüber und wir konnten froh sein, dass wir uns noch am Anfang des Weges befanden, im weiteren Verlauf hätte es quasi keine Ausweichmöglichkeit gegeben ;-). Ein schönes und idyllisches Bild, diese Ziegenherde mit Hirt und Hirtenhund, die in Rekordzeit an uns vorbei über die Straße getrieben wurden.

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Schließlich erreichten wir die „Ermita de la virgen„, die sich direkt neben einer mächtigen, 400 Jahre alten Kiefer befindet. Diese Kiefer ist ein Kulturgut, dadurch ist sie vor Fällung geschützt – gut so.

Nun ging es in den Kiefernwald hinauf,  auf zunächst breiten und schattigen Wegen, die später etwas weniger schattig und steiniger – und somit noch natürlicher – wurden.

Eine schöne Wanderung, die mit ca. 9 km und knapp über 200 Höhenmetern nicht anstrengend war.

Unsere Komoot-Aufzeichnung der Tour findet sich HIER

Nach der Wanderung fuhren wir noch etwas weiter, nach Santa Cruz, wo wir durch die Stadt schlenderten, eine canarische Gemüsesuppe aßen und dort ein paar schöne, gemütliche Stunden verbrachten.

Unser kleiner Santa-Cruz-Rundgang auf Komoot findet man HIER

Donnerstag, 27.2.20:  StrandtagLos Llanos, Tazacorte

nachmittags fuhren wir in das Städtchen Los Llanos und nach  Tazacorte, wo es einfach so schön ist, dass wir noch einmal hierherkommen mussten.

Unser kleiner Stadtrundgang von Los Llanos mit Fotos auf Komoot gibt’s HIER

Unser kleiner Stadtrundgang von Tazacorte mit Fotos auf Komoot gibt’s HIER

Freitag, 28.2.20: Cubo de le Galga, Tazacorte

Heute nahmen wir einen erneuten Anlauf für unsere geplante Wanderung im „Cubo de la Galga“ . Heute hatten wir Glück und der Nationalpark war wieder geöffnet. Die Rundwanderung führte durch urwaldartiges Gelände und Wald, feuchtwarm ist es hier (obwohl es heute nicht so heiß wie am Montag ist), aber sehr usprünglich und natürlich. Eine wirklich schöne Landschaft mit Lorbeerbäumen und großen Farnen. Bezaubernd ! Der Mirador Somadar de la Alta bietet den Höhepunkt mit einer genialen Aussicht über das Tal, bevor es ab dort wieder bergab geht.

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Unsere aufgezeichnete Komoot-Tour von Cubo de la Galga findet  man HIER

Nach dieser Wanderung machten wir uns auf den Rückweg und fuhren noch auf einen Abstecher nach „Puerto Tazacorte„. Hier waren wir zuletzt bei unserem Start zur großen Steilhang-Wanderung und sahen uns heute noch einmal genauer  hier um – sehr schön hier!

Die Aufzeichnung unseres kleinen Rundgangs durch Puerto Tazacorte auf Komoot findet man HIER

Samstag, 29.2.20: Heute nochmal einen erholsamen Strandtag – allerdings ließ sich die Sonne heute tatsäsächlich einmal nur ganz kurz blicken. Macht nichts – erholsam, warm und schön ist es am Strand allemal und so genossen wir unseren letzten Urlaubstag in vollen Zügen

Sonntag, 1.3.20: Heimreise

Heute mittag begaben wir uns auf die Heimreise – alles verlief planmäßig und problemlos, sodass wir gegen 23 h zu Hause ankamen. Ein toller und erholsamer Urlaub.

Im kommenden Jahr werden wir wohl wiederkommen, dann aber für mindestens 14 Tage  – so ist der Plan ;-).

4 Kommentare zu “[Urlaub] La Palma – La Isla Bonita, 19.02.-01.03.2020

  1. Guten Morgen Birthe.
    Einen schönen Urlaub habt ihr dort verlebt.
    Lieben Dank fürs Teilhaben. 🙂
    Am Anfang habe ich mich schon gefragt welche Temperaturen dort herrschen, luftig bekleidet deutet ja schon auf Wärme hin. Hast du ja hinterher die Temperatur erwähnt.
    Zeitgleich befand sich eine Bekannte auf Gran Canaria. Ihre Bilder mit der eingeschränkten Sicht wegen des Sandsturms erzählten Bände.
    Hätte aber nicht gedacht dass es schon im Frühjahr zu Bränden kommt.
    Ein schönes Wochenende für dich.
    LG, Nati

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