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[Borkum] (K)Urlaub vom 25.11.-5.12.2019

Im Herbst auf die Allergikerfreundliche Insel BORKUM: Für Allergiker im allgemeinen  – und unsere neurodermitisgeplagte Juniorin im Besonderen – ein gute Wahl… 10 Tage verbrachten wir hier , und genossen die Tage sehr ! Wenn Ihr auf diese Reise mitkommen wollt (Achtung: sehr langer Bericht !) dann folgt mir gerne virtuell nach Borkum:

1. Tag (Mo. 25.11.19) Temp.: 7°C, neblig….

Um 5 h ging es mit dem PKW los in Richtung Eemshaven, wo die Fähre uns um 12 h in weniger als einer Stunde auf die Insel brachte.

Die Ferienwohnung ca. 200 mtr. vom Strand entfernt) wartete bereits auf uns, mit unserem Auto erreichten wir sie in nur wenigen Minuten . Wir fühlten uns sofort „wie zu Hause“.

Ausblick vom Balkon:

Nach dem Auspacken erkundeten wir dann auch gleich die nähere Umgebung und natürlich den Strand und die einladende Strandpromenade – bis zum Kletterpark ging es heute, der  – wie so vieles im Herbst/Winter  – geschlossen hat. Heute ist es neblig, diesig und ab und zu regnete es sogar, aber wir hatten unsere Regensachen an und so machte uns das Wetter nichts aus – allerdings war die Aussicht natürlich etwas begrenzt… ;-). Daher ging es schließlich in den Ortskern – dort  benötigten wir ja keine Fernsicht.

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Der Strand wirkt umso größer und weitläufiger, als nachmittags zur Zeit Ebbe herrschte und die Strandkörbe längst ins Winterquartier verbracht wurden. Sehr schön hier, soviel konnten wir schon mal sagen und freuen uns auf die nächsten Tage.

Genaue Beschreibung unserer Tour mit weiteren Fotos und Beschreibung gibt es hier auf Komoot

2. Tag (Dienstag, 26.11.19) Nachts 3°C, tags 8 Grad, neblig…

Auch heute ging es raus – schließlich wollen wir etwas erleben und „frische Luft“ tanken.

Ich wagte es sogar, morgens am Strand meine Schuhe und Strümpfe auszuziehen und eine Weile durch das Wasser zu gehen, es war kalt – sehr kalt ! Aber belebend ;-).

Nachmittags  ging es Richtung Ostland, durch das „Waterland“, bis zum Emmich-Denkmal und dem FKK-Strand (leider geschlossen ;-)) , um dann den Rückweg mitten über den Ebbe-Strand bzw. durch das zur Zeit trockene Meer zu laufen – mit Wanderschuhen.

Emmich-Denkmal und ab durch die Dünen Richtung Strand…:

Strand und Dünen – leider wieder neblig und ohne Weitsicht…

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Auf Borkum befindet sich übrigens auch der nordwestlichste Festlandpunkt Borkums, er ist an der Strandpromenade markiert:

Von dort hat man – bei entsprechendem Wetter –  einen super Ausblick über die Dünen auf das Meer…

Genaue Beschreibung unserer Tour mit weiteren Fotos und Beschreibung, gibt es hier auf Komoot

Abends Essen im „Insulaner“

3. Tag (Mittwoch, 27.11.19) nachts 7 Grad, tags 11 Grad, nachts/morgens Regen, nachm. aufgelockert, freundlich

Morgens begaben wir uns in den Ort – ein kleiner Spaziergang, den wir mit einem Geocache verbanden und so bereits ein wenig an die Luft kamen. Obwohl es eher feucht-nass war, genossen wir den Spaziergang doch, ein wenig Sightseeing zum neuen und alten Leuchtturm, dem Zaun aus alten Walfisch-Kinnladen usw…

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Direkt am alten Leuchtturm befindet sich der Friedhof der Seefahrer:

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… um dann eine kleine Pause in der Wohnung einzulegen.

Genaue Beschreibung unserer Stadt-Tour mit Fotos gibt es hier auf Komoot

Nachmittags ging es dann mit dem Auto nach Ostland bis zum Parkplatz am FKK-Strand. Von dort begaben wir uns zum Strand, natürlich nicht, ohne zunächst auf dem Aussichtspunkt „Olde Düne“ einen Blick über die Dünen zu werfen.

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Am Strand spazierten wir ein ganzes Stück Richtung Osten, um schließlich einen Weg zu nehmen, der über ein Muschelfeld führte, um dann auf den Weg der ehemaligen Ostlandbahn durch die Dünen zu gelangen, der uns schließlich zurück zum Auto brachte.

Mit dem Kreuz wird der „Ausgang“ vom Strand in die Dünen markiert, denn es wäre ansonsten gar nicht einfach, einen passenden Weg zu finden…

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Eine sehr schöne Runde – Strand, Dünen, Natur, super !

Genaue Beschreibung unserer Tour mit weiteren Fotos gibt es hier auf Komoot

Abends Essen in der Wohnung

4. Tag (Donnerstag, 28.11.19), nachts 7°C, tags 10°C, sonnig

Morgens gingen wir Richtung Ostland, vorbei am „Großen Kaap“, dem Campingplatz, dem alten Wasserturm bis zur Klinik der Bundesknappschaft, wo wir einen Geocache suchten (und fanden ;-)). Von dort begaben wir uns in die Stadt, wo wir im Café eine Kleinigkeit aßen, einen leckeren Cappucchino Kamillentee tranken und schließlich noch ein ganzes Stück weiter entlang des Nordstrandes spazierten, bis zum Restaurant „Strand 5“. Von dort ging es durch den Ort zurück .

Auf dem alten Friedhof „Drinkeldodenkarkhof“ fanden unbekannte Ertrunkenen, die an Land gespült wurden, ihre letzte Ruhe.

Der alte Wasserturm konnte dank des Vereins „Watertoorn Börkum e.V. erhalten bleiben und wird von ihm weiterhin restauriert und gepflegt  – super !

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Genaue Beschreibung unserer Tour mit weiteren Fotos gibt es hier auf Komoot

 

Nachmittags ging es noch einmal hinaus: Wir unternahmen eine „WWW = WattWanderung mit Wanderschuhen“ ;-). Es ging zu den nahen Seehundsbänken, die man vom Strand aus gut sehen und zu Fuß gut erreichen kann. Man gelangt bis zur Absperrung – leider waren keine Seehunde zu sehen :-(. Trotzdem eine schöne Tour :-).

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Auf dem Rückweg gingen wir noch beim Reitstall vorbei, wo die Juniorin sich für einen Ausritt am Strand interessierte. Ich ging erweitere inzwischen die Runde für mich noch weiter bis zum „Cafe Seeblick“ ,  wo ich dann über die Strandpromenade zurückkehrte.

Genaue Beschreibung unserer Tour mit weiteren Fotos gibt es hier auf Komoot

Abends Ofenkartoffeln mit Ofengemüse – so lecker !

5. Tag (Freitag, 29.11.19) nachts 6°C, tags 8°C, Windig, wechselhaft, Sonne-Regenschauer-Regenbogen 🙂

Heute ist es einmal windig – bisher hatten wir nahezu windstille Tage !

Wir haben bereits so viel vom Strand „Hooge Hörn“ gehört, dass wir beschlossen, uns heute auf den Weg dorthin zu machen. Es ist zwar windig und es gibt immer wieder mal einen Regenschauer, aber das macht uns ja nichts – als Westerwälder sind wir hart im Nehmen ;-). Dafür waren die Regenbogen umso schöner 🙂

Wir parkten beim Cafe Ostland und begaben uns auf den Weg. Der Bunker kam dann gerade recht, um uns vor einem Schauer unterzustellen.

Nach wenigen Minuten ging es wieder weiter, sogar die Sonne zeigte sich zwischendurch, dann wieder mal Regen (tolle Regenbogen !). Vorbei am Ausblick Steerenklipp (Aussicht einerseits über die Salzwiesen, andererseits über die Insel und Stadt)

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kamen wir schließlich an eine kleine „Brücke“, der Weg wurde immer feuchter, immer mehr Pfützen und nasse Stellen… Irgendwann mussten wir feststellen: Hier geht es heute nicht  mehr weiter: Die Wege sind überflutet, und unsere Versuche, einigermaßen trockenen Fußes auf die andere Seite durch die die Salzwiesen zu kommen, scheiterten.

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Also zurück bis zum Abzweig, wo es noch eine Möglichkeit gibt, zum Strand zu gelangen und vielleicht von dort aus zum Hooge Hörn…? Auch dies gelang nicht, ebenso alles überflutet. Schade, aber heute nicht zu ändern. Das Ziel scheinbar so nah (es wäre vielleicht noch 1 km gewesen…) und doch so fern. Also zurück für heute, schade, schade… Aber wir kommen wieder!

Genaue Beschreibung unserer Tour mit mehr Fotos gibt es hier auf Komoot

Abends Burger-Essen in „Ria’s Beach“

Tag 6 – Samstag, 30.11.19, nachts 5°C, tags 8°C, wolkig, viel Sonne, kaum Wind

Während sich die Juniorin heute auf den Weg zu einer „Probe-Reitstunde“ begab, begab ICH mich erneut auf den Weg zu Hooge Hörn… Ich werde heute dorthin kommen, und wenn ich eine Fuß-Kneipp-Strecke einlege (Schuhe aus!). Das wäre doch gelacht…

Also mit dem PKW zum Flughafen Borkum – das ist zwar etwas weiter, aber so kann ich noch mehr „Insel-Feeling“ mitnehmen.

Dieses Mal legte ich in der Nähe des Bunkers noch einen kleinen  Umweg über die Ostbake ein – ein sehr schöner, kleiner Pfad führt durch die Dünen dorthin. Geradezu „bergig“ ist es  hier ;-):

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Nach der ersten, kleinen, Brücke wurde es spannend: Wie sieht der gestern überflutete Weg heute aus ? Wahrscheinlich ja ähnlich wie gestern, sollte man meinen, oder? Aber nein: Heute war der gekennzeichnete Weg „trocken“, also zumindest das, was man in Salzwiesen als „trocken“ bezeichnet. Die wenigen wirklich nassen Stellen konnte ich problemlos überschreiten, also keine Rede mehr von Kneippen ;-).

Nun also freie Bahn zum Hooge Hörn  endlich ! Auch nach der zweiten Brücke ging der Weg relativ trocken weiter und nach nur wenigen Minuten öffnete sich zwischen den Dünen der Blick auf den Oststrand – einfach fantastisch, genial, super ! Ich bin begeistert und werde diesen Anblick so schnell nicht vergessen. Dann der Blick auf den weiten Strand, das Meer – das also ist Hooge Hörn ! Mir fehlen gerade die passenden Ausdrücke, um dieses Gefühl, diesen Anblick zu beschreiben … Karibik-Feeling trifft es vielleicht annähernd (na gut, ein paar Grad fehlen dazu ;-)). Aber es ist einfach unglaublich schön, das ist so ziemlich das Schönste, was ich je gesehen habe !

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So, genug geschwärmt… ich stand also lange einfach nur da und konnte den Blick kaum abwenden. Nur wenige Leute waren hier anzutreffen, auch sonst ist wohl eher wenig los… Irgendwann musste ich mich ja dann doch auf den Rückweg machen… Am Strand entlang ging es bis zur Muschelbank, wo ich dann durch die Dünen und teilweise sogar auf einem Reitweg (nie wieder Reitwege ! ;-)), zurück zum Auto am Flughafen gelangte.

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Was für eine Tour – so schön ! Mein absoluter Lieblingsort auf dieser Insel ! Schade, dass wir es gestern nicht gemeinsam hierherschafften, das würde auch der Juniorin gefallen – aber vielleicht kommt sie auch noch hierher.

Genaue Beschreibung meiner Tour mit mehr Fotos gibt es hier auf Komoot

Abends Pasta mit Bratlingen

Tag 7 (Sonntag, 1.12.19) nachts 6°C, tags 8°C, sonnig, leichte Wolken, kaum Wind

Heute begab sich die Juniorin auf den heiß ersehnten Strandausritt (zu den Seehundsbänken), während ich den Tag wieder für eine ausgedehnte Wanderung nutzte:

Es ging am Strand entlang Richtung Süden  – Ziel war der Südstrand. Dort waren wir noch nicht und ich wollte doch natürlich auch wissen, wie es hier aussieht…. Auf der Strandpromenade kann man beim Blick auf das Meer herrlich flanieren. Vorbei geht es an der Kulturinsel mit dem Erlebnisbad „Gezeitenland“, Strand 5″, dem elektrischen Leuchtturm (typisch rot-weiß) und der heimlichen Liebe.

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Nun befindet sich auf der linken Seite die Dünen, irgendwann bog ich dann auch dort hinein und gelangte zur kleinen Kugelbake (dort stand früher die „echte“ Kugelbake).

Da ich aber zum Südstrand wollte, und zwar am Strand entlang, kehrte ich dort wieder um und ging zum schönen und weitläufigen Strand zurück. Nahe am Wasser, den Wellen und den Muscheln, (toten) Krabben und Sand,

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gelangte ich schließlich zum Südstrand !  Ehrlich gesagt, bin ich nicht sicher, wo der „Südstrand“ genau beginnt, für mich beginnt der Südstrand an der „Kurve“, wenn es also auf der Promenade links herum geht und sich der Blick öffnet für diesen Strandabschnitt. Da man leicht erhöht steht, hat man einen tollen Blick über den Strand, den Reededeich und linkerhand das Naturschutzgebiet der Salzwiesen.

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Sehr schön hier – der Weg hat sich eindeutig gelohnt ! Nach dem „Genießen“, Schauen und Durchatmen ging es durch die schöne und natürliche Landschaft der Salzwiesen – das Naturschutzgebiet  „Greunen Stee“. Hierzu gehört auch noch der Wald, durch den man u.a.  zum Denkmal für den Lehrer Anton Scharphuis gelangt, der diesen Inselwald mit seinen Schülern einst anlegte. Danke – das ist fast schon ein wenig „Heimatfeeling“ für einen Westerwälder ;-).

Bald erreichte ich wieder den Stadtkern, sodass ich gegen 13.30h zurück war.

Genaue Beschreibung meiner Tour mit weiteren Fotos gibt es hier auf Komoot

Gemeinsam mit der Juniorin, die begeistert vom Strandausritt berichtete, begaben wir uns nachmittags am Strand entlang zur Kulturinsel, wo heute ein großer Adventsmarkt stattfindet. Schöne Stände gibt es im Haus, draußen vor der Tür kann man Stockbrot backen, oder einen anderen Imbiss wie z.B. Fischbrötchen, Lachs, aber auch Pommes usw. zu sich nehmen, wovon wir natürlich auch Gebrauch machten ;-).

Genaue Beschreibung dieser Strandtour mit Sonnenuntergang -mit weiteren Fotos  -gibt es hier auf Komoot

Abends: Nochmal Ria’s Strand-Restaurant – sehr gemütlich und gut hier

Tag 7 (Montag, 2.12.19), nachts 6°C, tags 8°C, wolkig-sonnig, etwas Wind

Heute morgen machten wir einen Spaziergang in und durch die Stadt, sammelten den einen oder anderen Geocache ein und schrieben endlich die längst überfälligen Postkarten.

Genaue Beschreibung dieser kleinen Tour mit weiteren Fotos gibt es hier auf Komoot

Außerdem besorgten wir noch eine „Gästekarte“, denn heute reist der Freund der Juniorin an, um die letzten Tage gemeinsam mit uns hier zu verbringen :-).

Die Fähre von Eemshaven erreichte gegen 13h Borkum und die beiden verbrachten den Nachmittag schließlich damit, gemeinsam die Stadt und den Strand zu erkunden :-).

Währenddessen begab ich mich wieder auf Wanderschaft: Auf die Nordseite der Insel, zum neuen Deich. Ich schlug zunächst den Weg durch die Dünen Richtung Flughafen ein, um dann aber über die Straße zum Deich zu gelangen. Als ich die Treppen auf den Deich hinaufgestiegen war, war ich von der Aussicht über das Wattenmeer begeistert !

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Was für ein Blick – bis zum Festland kann man schauen. Die Weitsicht heute ist wieder einmal super, außerdem habe ich die Sonne im eher hinter mir, sodass sich mir ein wunderbarer Blick bietet. Ich spaziere über den Deich Richtung Ostland und genieße die Aussicht in das Binnenland der Insel, von oben kann man auch herrlich die rastenden Vögel (aktuell die Nonnengänse) beobachten, die sich im Naturschutzgebiet am und um den Tüskendörsee befinden.

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Rechts das Meer, links das Land mit seiner Flora und Fauna, da weiß man gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll ;-). Aber man hat ja Zeit, der Weg bis zum nächsten Abzweig links dehnt sich… ;-). Übrigens: Am Tüskendörsee befand sich früher die Grenze zwischen West- und Ostland. Erst nach dem Deichbau und der Trockenlegung konnte man hinüber ins Ostland gelangen. Übriggeblieben ist z.B. der Tüskendörsee – ein wichtiges und wertvolles (Vogel-)Schutzgebiet.

Durch die Dünen ging es dann also wieder zurück zur Wohnung, der Weg war wieder etwas weiter als gedacht, sodass ich erst im Dunkeln gegen 17 h ankam. Aber auch dieser Weg hat sich gelohnt – ohnehin: Hier auf Borkum ist immer „Der Weg das Ziel“ ! Es gibt soviel zu Entdecken …

Genaue Beschreibung meiner Tour mit noch mehr Fotos gibt es hier auf Komoot

Abends: Ofenkartoffeln mit Ofengemüse  (könnte ich jeden Tag essen, so lecker !)

 

8. Tag (Dienstag, 3.12.19) nachts 6 Grad, tags 8 Grad – wolkig-sonnig, leicht windig

Heute gehen die jungen Leute und ich einmal getrennte Wege -so kann jeder den Tag auf seine Art gestalten und genießen 😉 :-).

Auf dem Weg in den Ort waren die Seehunde auf den Seehundsbänken zu sehen – natürlich keine Frage,, dass auch ich hinmusste, um sie näher zu betrachten . Die Seehundsbänke wachsen immer näher an den Strand heran…

Bisher haben wir die Insel ja „per Pedes“ erkundet, heute kam mir der Gedanke, nun doch mal auf das Rad zu steigen, um die Reichweite etwas zu erhöhen. Gesagt-getan, also am Bahnhof ein Rad gemietet (8,-/Tag) und los geht’s. Da ich nicht der Sonne entgegen fahren wollte, fuhr ich also Richtung Ostland,

quasi mitten auf dem Radweg balzte ein Goldfasan :

dann weiter über den Deich (toller Ausblick auf das Wattenmeer!)  vorbei am Naturschutzgebiet „Tüskendörsee“, wo auch heute die Nonnengänse anzutreffen sind.

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Auf dem Deich blies der Wind dann doch recht heftig – Gegenwind ! Auch der Wechsel auf den Radweg unterhalb des Deiches brachte kaum Besserung, aber irgendwann war die Strecke geschafft und es ging über den Reededeich zum Hafen. Dort wartete im Yachthaen das Feuerwehrschiff „Borkum Riff“:

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…während am Fähranleger gerade eine Fähre Richtung Emden ablegte:

Zurück ging es schließlich über den Südstrand und über die Strandpromenade in die Stadt.

Am Südstrand musste ich das Rad ein paar Meter schieben …

Viele Eindrücke habe ich heute wieder mitnehmen können, die Insel ist einfach wunderschön, umso mehr, als das Wetter mitspielt, denn natürlich wirkt bei Sonnenschein alles gleich nochmal so schön :-).

Kurz vor 16 h erreichte ich den Ort, trank im Café einen leckeren Cappucchino Pfefferminztee und gab anschließend das Rad wieder ab. Ich hätte es auch bis morgen vormittag behalten können, da die Mietzeit über 24 Stunden läuft, aber da ich morgen früh ja zum Hooge Hörn wandern will, benötige ich das Rad nicht mehr.

Im Ort gingen nun die Kinder umher – „Klaasohm“ ist nicht mehr weit… –

Ein sehr schöner Tag : Das Ausleihen des Fahrrades war eine super Idee, so habe ich tatsächlich Borkum umrunden können. Ich blieb eigentlich immer auf den offiziellen Radwegen, die geteert oder gepflastert sind (Ausnahme: Südstrand-Abschnitt, daher auch die Radschiebe-Einlage ;-)).

Genaue Beschreibung meiner Fahrrad-Tour mit noch mehr Fotos gibt es hier auf Komoot

9. Tag (Mittwoch, 4.12.19) nachts 5 Grad, tags 7 Grad, morgens Nebel, ab mittag sonnig, wenig Wolken, wenig Wind

Heute morgen fuhr mich die Juniorin zum Ausgangspunkt am Ostlandcafe,

ab  hier wollte ich heute noch einmal zu meinem absoluten Lieblingsort der Insel – dem Strand Hooge Hörn – wandern. Hoffentlich ist der Weg trocken und ich muss keine Kneipp-Barfuß-Strecke einlegen. Aber egal, ich habe Handtuch und frische Socken mit, kann gar nix passieren ;-).

Den Weg kenne ich ja nun bereits… Im Nebel ging es auf dem gepflasterten Weg Richtung Bunker. Rechts des Weges rasteten Nonnengänse…

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Ein Stück hinter dem Bunker  entschied ich mich dazu, noch den kurzen Umweg über die Ostbake zu machen. Die richtige Entscheidung, wie sich herausstellte: Der Weg war ein Pfädchen, naturbelassen (teilweise rutschig) und an der Bake beschritt ich ebenfalls einen für mich neuen Weg/Pfädchen, der schließlich sogar durch ein Wäldchen führte (mit Wildfutterstelle), um dann wieder auf den „Hauptweg“ Richtung Salzwiesen und Hoogehörn zu treffen.

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Hier gibt es überall Sanddorn, der von den Insulanern verarbeitet wird – viele Produkte kann man natürlich auch im Ort kaufen.

Inzwischen war es fast mittag geworden, die Sonne kämpfte sich durch den Nebel,

es riss auf – und plötzlich war sie da: Die Sonne ! Herrlich – jetzt also auf zu den letzten Metern Richtung Ziel – ist der Weg überflutet…? Nein, er ist NICHT überflutet, ein Glück ! Wo kürzlich noch alles voller Wasserpfützen stand, konnte ich auch heute mehr oder weniger trockenen Fußes weiter durch die Salzwiesen gehen, bis zur nächsten Brücke…

…und bis zu dem Punkt, an dem sich der Strand zwischen den Dünen immer mehr öffnet – und das bei inzwischen strahlendem Sonnenschein ! Was für ein Anblick – ich werde ihn nie vergessen ! :-)).

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Niemand hier – außer mir:

 

… so stellte ich fest und genoss den weitläufigen Strand, das Meer, die Einsamkeit… – unglaublich fantastisch !

Irgendwann kam dann doch noch jemand – Frauchen mit Hunden, na gut, sie zogen weiter…. ich zog irgenwann auch weiter – immer am Strand, ziemlich nah am Wasser und der Brandung, entlang Richtung Stadt.

Hier ein Fischerboot, das von Möwen umflogen wird:

Vor Borkum geht es nochmal durch Dünenfelder:

Um es kurz zu machen: Ich ging und ging und ging… zwischendurch sammelte ich einige Muscheln (Tüte habe ich immer im Rucksack ;-)). Irgendwann – nach ca. 13 km und ca. 3 Stunden (ab Strand Hooge Hörn),  erreichte ich den Stadtstrand vor Borkum.

Eigentlich wollte ich ja noch den neuen Leuchtturm besteigen (Mittw. 14-16 h), aber das schaffe ich nicht mehr – um 15.45 h erreichte ich die Wohnung – k.o, aber glücklich ob der wunderbaren Wanderung. Ich habe heute nochmal ausgiebig Strand und Meer „getankt“. Wunderbar !

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Genaue Beschreibung meiner letzten Tour zum Hooge Hörn mit -noch- mehr Fotos gibt es hier auf Komoot

 

Die Juniorin mit Partner war heute natürlich auch unterwegs – sie haben sich u.a. Borkum von oben betrachtet – sie sind die 307 Stufen auf den neuen Leuchtturm gestiegen und hatten heute auch eine gute Weitsicht – Top !

Abends ging es dann ans Kofferpacken – morgen geht es wieder nach Hause.

10. Tag, (Donnerstag, 5.12.19)

Heute morgen ging es nach dem Frühstück mit der Fähre zurück nach Eemshaven, von wo aus wir in knapp 5 Stunden zu Hause ankamen.

Ein schöner Urlaub, der uns jedoch nicht nur Erholung brachte, sondern der Juniorin auch ein wenig Linderung und Besserung, auch wenn  der insgeheim erhoffte „AHA-Effekt“ ausblieb, so spürt sie doch eine Entspannung der Haut. Nun muss eine Behandlung in der Heimat weitere Linderung und Besserung bringen.

Eines jedoch steht fest: Hatte ich am Anfang unserer Reise die Liebeserklärungen an Borkum von so vielen Gäste nicht so recht nachvollziehen können, so wurde ich eines besseren belehrt – Borkum ist einfach zauberhaft ! Auch wir haben uns in diese Insel verliebt und werden auf jeden Fall wiederkommen, das nächste Mal jedoch zusammen mit Herrn B. ! 🙂

Das war nun ein langer Reisebericht… Habt ein schönes und erholsames Advent-Wochenende !

6 Kommentare zu “[Borkum] (K)Urlaub vom 25.11.-5.12.2019

  1. Pingback: Kaffee-Milch-Alternative: Dinkelcappuccino mit Haferschaum | Birthes bunter Blog-Garten

  2. Siehst Du und genau deshalb fahren wir über Weihnachten und Neujahr nach Fanö, eine wunderschöne Nordseeinsel in DK. Man muss es mögen und es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. Ich freue mich riesig darauf und habe deshalb Deinen Artikel sehr genossen. Schöne Weihnachtszeit, Birgitt

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Birgitt, genau – es gibt nur falsche Kleidung. Wobei ich schon wirklich froh war, dass der Wind nicht stark war bzw. es teilweise sogar geradezu „windstill“ war.
      Habe mal nach Fanö gego… , dort scheint es ja wirklich auch wunderschön zu sein :-). Jede Insel hat wohl ihren Reiz, wenn man sie erst einmal kennengelernt hat. Fanö werde ich mir aber auf jeden Fall einmal merken… ;-).
      Danke für Deinen Kommentar und auch für Dich und Deine Familie eine zauberhafte Advents- und Weihnachtszeit ! Liebe Grüße, Birthe

      Gefällt 1 Person

  3. Guten Morgen Birthe.
    Vielen Dank für den schönen Einblick auf Borkum.
    Ein sehr langer aber auch informativer Beitrag, abgerundet mit tollen Bildern.
    Die Insel scheint sich wirklich zu lohnen. Ich würde aber auch nur in der Nebensaison dort hin reisen wollen.
    Danke, hab du auch ein entspanntes Wochenende.
    LG, Nati

    Gefällt 1 Person

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