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Kreuzblätterige Wolfsmilch – Mehr als „Unkraut“…

Jedes (Früh-) Jahr habe ich einige Exemplare der Kreuzblättrigen Wolfsmilch (Euphorbia lathyris) , auch Springwurzel genannt, im Garten – und reiße sie regelmäßig als Jungpflanze heraus: Unkraut, giftig, raus ! Dieses Jahr jedoch habe ich einige Pflanzen stehenlassen, um sie in ihrem Wachstum und Entwicklung zu beobachten – eigentlich sehen sie gar nicht so schlecht aus, oder was meint Ihr?

Diese Pflanze bekommt nur morgens früh und abends Sonne, trotzdem ist sie über einen Meter groß geworden:

Auch bei Insekten ist sie offensichtlich  recht beliebt:

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Die Blüte ist unscheinbar, aber interessant:

Irgendwie gefällt mir ihr Habitus – ca. 1,20 mtr. hoch, unscheinbaren- Blütenstände – sie „macht etwas her“ und kann auch größer werden. Am Gewächshaus ist sie sogar 170cm ! Man merkt, dass es ihr in der Sonne besser gefällt als im Halbschatten :

Kurz nach bzw. während der Blüte bildet sie Samenkapseln, die sie bis zu 3 mtr. weit schleudern kann und über die sie sich verbreitet. Vielleicht habt Ihr sie auch im Garten ? 😉

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Ihr milchiger Saft ist giftig und kann z.B. Entzündungen auf der Haut auslösen.  

Die kreuzblättrige Wolfsmilch soll  im Umkreis von 3-4  Metern sogar Wühlmäuse und Maulwürfe vertreiben ... Vielleicht sollte ich alle drei Meter eine kreuzblättrige Wolfsmilch im Garten pflanzen ;-).

Woher der Name „KREUZBLÄTTRIGE“ Wolfsmilch kommt, wird klar, wenn man die Jungpflanze von oben betrachtet:

Die Blätter sind kreuzförmig angeordnet…

Nach der Blüte nun werde ich sie dann aber doch VOR der Samenschleuder entfernen, sie kommt ohnehin wieder – bisher habe ich sie jedes Jahr in diversen Ecken im Garten gefunden.

Kennt Ihr diese Pflanze – würdet Ihr sie entfernen, wachsen lassen oder gezielt pflanzen !  Inzwischen wird sie sogar im Gartenhandel und im Internet zum Kauf angeboten .

Heilwirkung/Heilpflanze…?:

Ich könnte  mir vorstellen, sie künftig im Frühjahr in eine gewissen Ecke im Garten „umzupflanzen“, vielleicht sogar in den Heilpflanzengarten – früher wurden mit dem Milchsaft sogar Warzen und Hühneraugen behandelt ;-).  Die Samen wurden früher wohl ebenfalls hin und wieder verwendet: Als Abführmittel, sind jedoch in höheren Dosierungen SEHR GIFTIG ! (Quelle: Wikipedia)

Ich mag sie – irgendwie ;-). Inzwischen gibt es sie sogar für viel Geld im Gartencenter/Internet zu kaufen für die „Gartengestaltung“ ;-).

Abschließend noch ein paar Informationen zur Pflege bzw. zum „Anbau“ im Garten:

  • Sie steht gerne alleine oder in ganz kleinen Gruppen – und kommt so auch am besten zur Geltung ;-).
  • „Pflege“ oder gar Dünger erhält sie bei mir NICHT – sie wächst auch so in unserem lehmigen Boden. In nährstoffärmeren Böden wird sie vielleicht etwas kleiner bleiben.
  • Als Topfpflanze sicherlich auch geeignet, dann sollte man ihr natürlich zwischendurch schon etwas Wasser gönnen.
  • Sie lässt sich im Frühjahr als Jungpflanze leicht entfernen und aus dem Boden ziehen an Plätzen, wo sie nicht erwünscht ist .
  • Die Kreuzblättrige Wolfsmilch kommt sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten/Schatten zurecht. Wie bei wohl den meisten Pflanzen gilt auch hier: Je mehr Sonne – je größer das Wachstum (siehe Gewächshaus-Pflanze=Sonne).
  • Will man eine übermäßige Selbstaussaat (Samenkapseln schleudern bis zu 3 mtr. weit !) nach der Blüte verhindern: Einfach die Samenkapseln entfernen.

So, nun genug über die kreuzblättrige Wolfsmilch geredet – ich wünsche Euch einen schönen Tag ! Birthe

ich freue mich über Eure Kommentare:

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