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Neue Wasserstelle im naturnahen Garten: Neuer „Bachlauf“

Kürzlich haben wir eine neue Blumenwiese angelegt und eingesät – erste Blümchen wachsen bereits…

Fehlt noch eine Wasserstelle für die vielen Insekten, die dann hoffentlich bald die Blumenwiese besuchen ;-).

Das BAUEN dieses „Bachlaufs“ war eine größere Aktion als zunächst gedacht… ;-):

Herr B. hatte beim Ausheben der Grasnarbe und beim Auffüllen mit Sand bereits an eine Wasserstelle gedacht und einen „Zement-Bottich“ vergraben – Wasser hineingefüllt, erstmal fertig…

Im Frühjahr zeigte sich jedoch bereits, dass dies nicht ideal ist – die Äste des Pflaumenbaumes wachsen direkt darüber, verlieren Laub, grüne Pflaumen, faule Pflaumen usw…. – die dann natürlich ins Wasser fallen und dieses verunreinigen – sorry, ich kann nicht jedes Blatt und jede Pflaume herausfischen. Ein Netz darüber ist auch nicht wirklich praktikabel, will man Pflanzen einsetzen und Insekten anziehen. Außerdem müsste ein Netz schon sehr feinmaschig sein, will man die schweren Früchte abhalten.

Nun gut, langer Rede kurzer Sinn: Ich habe einen Deckel gekauft – solche gibt es extra für diese „Schweißbottiche“, um daraus einen Miniteich für die Terrasse zu bauen. Schade, ich habe kein Foto davon… oben sind auf jeden Falle einige Löcher, durch die man Pumpenschläuche und ggf. Pflanzen hindurchstecken kann.

Deckel drauf… naja, und nun…? So recht wusste ich nichts damit anzufangen… Aber halt, direkt daneben ist doch der neue Erdwall, der durch den Grasaushub entstanden ist… Da müsste man doch evtl…. einen Bachlauf hinunterführen können…!?

Kann so schwer nicht sein… Pustekuchen ! Es hat wesentlich mehr Arbeit gemacht und hat sich als wesentlich komplizierter herausgestellt als gedacht – wenn ich das vorher geahnt  hätte… 😉

Also gut: Unsere Schildkröte haben wir ja, aber natürlich ist der Schlauch viel zu kurz, außerdem schafft es die Minipumpe nicht, das Wasser zwei Meter entfernt und hoch zu pumpen.

Also : Ab in den Baumarkt/Gartenmarkt... Eine neue, stärkere Pumpe kam in den Einkaufskorb sowie ein 2,50 mtr. langer Wasserschlauch.  Was benötigen wir noch? Teichfolie – sonst kommt das Wasser nie unten an, sondern versickert auf dem Weg nach unten im Erdreich… Theoretisch müsste das alles sein, Steine haben wir ja genug ;-).

*********

Ich begann also damit, eine Rinne auszugraben, außerdem wollte ich ein bis zwei feste Wasserbecken haben, in denen sich das Wasser sammelt und in denen die Insekten trinken können, ohne weggespült zu werden. Also noch zwei tiefere Löcher in die Rinne gegraben.

Mit Teichfolie ausgekleidet. Ein paar Steine hineingelegt, um die Folie zumindest in den Becken etwas abzudecken, die Pumpe in den Wasserbottich, den 2,50 Wasserschlauch daran, „Wasser Marsch!“:

Hm, funktioniert nicht wirklich, da die Ränder nicht hoch genug sind, das Wasser läuft zu schnell, und da es quasi UNTER den Steinen durchläuft, sieht man es so gut wie nicht – das ist ja auch nicht Sinn der Sache… Also muss es ÜBER die Steine sprudeln, aber wie? Wasser läuft nicht mittig über Steine, es läuft rechts und links daneben weg, es sei denn man meißelt eine Rinne – sorry, kann ich nicht. Also wieder ab in den Baumarkt, wo ich in der Tierabteilung fündig wurde: Kleintiertränken, die vorne und seitlich kleine „Ausläufe“ haben, naja, nicht so ganz ideal, aber etwas Besseres finde ich nicht…

Wieder nach Hause, weiterbauen…

Also noch ein paar Steine an den Rand UNTER die Folie, damit der Rand höher wird…Hier probiert und da probiert… Mit kleinen Steinen die Folie notdürftig abgedeckt – schnell wurde klar: Wir brauchen mehr Steine, noch mehr, größere…! Wie gut, dass der Nachbar uns gerade vor einer Woche große Steine angeboten hat, die er „übrig“ hat.

So weit so gut, aber so das Wahre ist es nicht – unten auf dem Deckel läuft das Wasser direkt weg – schöner wäre, wenn es sich unten sammeln könnte. Außerdem wird die Pumpe schnell „zu“ sein, wenn der Dreck von den Steinen in den Bottich gespült wird.

Also erst einmal etwas Gartenvlies auf den Deckel geklemmt, als Filter sozusagen. Funktioniert wunderbar :-).

***

Als „Sammelbecken“ habe ich unten noch eine Wassertränke augestellt, die ich noch „übrig“ hatte. Doch wie bekomme ich nun das Wasser in die Wassertränke?

Miss Turtle muss wieder ran! Zwei Pumpen ? Herr B. war begeistert, denn: Zwei Pumpen heißt: zweimal Stromzufuhr… Aber natürlich bekam er auch das hin, einen Outdoor-Doppelstecker montiert, Kabel in der Wiese eingegraben, Strom läuft – Miss Turtle auch, die große Pumpe auch… Ein Glück !

Noch ein wenig hier geändert, dort umgelegt, nach einigen Tagen war das Werk vollbracht, die Steine verdecken die Folie nun ganz gut :

Die ersten tierischen Besucher waren auch schon da:

Eine Meise kam zum Begutachten, Trinken und Baden: HIER gibt es sogar ein kleines Smartphone-Video.

Auch einen Igel haben wir gestern abend im Dunkeln unter dem Pflaumenbaum gesichtet, ob er auf der Suche nach dem plätschernden Wasser war?

Die Pumpen lassen wir vorerst allerdings  nur „unter Beobachtung“ laufen, d.h. sofern jemand zu Hause ist.

Nun müssen nur noch die „Kabelrollen“ irgendwie versteckt werden, außerdem die Blumenwiese hoch wachsen – dann sind die Steckdosen gut versteckt. Den „Bachlauf“ noch mehr in Pflanzen einbetten – dann sieht es bald noch besser aus ;-). Die Tierwelt freut sich auf jeden Fall -und wir auch ;-)!

Herzliche Grüße aus dem Garten, Birthe 🙂

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13 Kommentare zu “Neue Wasserstelle im naturnahen Garten: Neuer „Bachlauf“

    • Hallo Birgitt, ja, wir sind selbst schon gespannt. Wenn die Blumenwiese mal in die Höhe kommt, ergibt sich schon ein ganz anderes Bild. Und ein paar Pflänzchen ringsherum, damit Igel und Co. sich auch verstecken können…
      Wir sind auch schon gespannt ;-).
      Herzliche Grüße, Birthe

      Gefällt 1 Person

  1. Ziemlich großer Aufwand, aber die Tierchen und Insekten werden es euch danken, wenn es jetzt wieder so heiß und trocken wird. Die suchen direkt nach so flachen udn ungefährlichen Wasserquellen.
    liebe Grüße, der Achim

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    • Ja, das denke ich auch – für die lieben Tierchen – groß und klein, haben wir es ja gemacht. Und natürlich auch für uns ;-).
      Wenn man so etwas zum ersten Mal macht, kann und darf es auch mal etwas länger dauern und aufwändiger sein . Versuch macht klug – beim nächsten Mal würde es einfacher gehen ;-). Liebe Grüße, Birthe

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    • Hallo Chris, dankeschön ! :-). Ja, es sieht bei anderen so „einfach“ aus, sonst hätte ich es wohl auch nicht begonnen ;-). Aber jetzt sind wir froh und genießen es. Natürlich wird es immer mal wieder ein „Update“ geben …
      Herzliche Grüße, BIrthe

      Gefällt 1 Person

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