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Birnen konservieren: 2-in-1: Birnensaft und Birnenmus im Dampfentsafter !

Birnenzeit ! Vergangene Woche habe ich leckere Birnen bekommen – ich habe sie nicht gewogen, aber es waren auf jeden Fall SEHR viele ;-).

Also habe ich als erstes einige Birnen als Birnenstückchen bzw. Birnenkompott -OHNE Zucker – eingekocht – genaugenommen sind es 10 Einweckgläser ;-). Dies war jedoch nur ein Bruchteil der geernteten Früchte. Also mussten weitere Konservierungsmöglichkeiten her…

Da ich ja gerne Saft herstelle, holte ich also den Dampfentsafter herbei… Und als köstliches Nebenprodukt des Birnensaftes konnte ich gleichzeitig Birnenmus abfüllen. Doch eines nach dem anderen…

Beginnen wir mit dem Birnensaft:

Birnensaft ! SOOooo lecker ! Mit dem Kaltentsafter ist dies jedoch recht mühsam, zumindest wenn es größere Mengen sind, also entschied ich mich für den Dampfentsafter… Inzwischen bin ich ein richtiger Fan des Dampfentsafters geworden – es ist einfacher und schneller, zumindest für die Konservierung.

Also: Einfach die Früchte halbiert, evtl. schlechte Stellen entfernt und ab damit in den Entsafter – Das Prinzip ist natürlich das Gleich wie beim Apfelsaft.... Es muss nicht geschält und das Kerngehäuse nicht herausgeschnitten werden…

Das Schöne am Dampfentsafter ist, dass man den Saft quasi direkt in die Flaschen abfüllen kann – ohne nochmaliges Erhitzen o.ä. Der Saft kommt heiß aus dem Entsafter und die Flaschen verschließen sich… TOLL.

Heraus kamen 2,5 ltr. reiner Birnensaft … Nicht schlecht…

Nun habe ich also feinen, leckeren Birnensaft ! Ich liebe ihn – so süß, und das ganz OHNE Zucker (außer dem eigenen Fruchtzucker!), SO LECKER !

Dann fiel mir jedoch auf, dass der zurückgebliebene „Trester“ bzw. die übriggebliebenen Birnenreste im Sieb noch sehr feucht, um nicht zu sagen regelrecht nass, waren- offensichtlich sind die Birnen zu weich und verstopfen das Sieb. Helfe ich durch Pressen nach, drücke ich nur Mus durch das Sieb… funktionierte also irgendwie nicht… Also was nun, schade um die Birnen, den Saft…!

Außerdem eigentlich schönstes Mus, wenn da nun nicht die Schalen und Kerngehäuse enthalten wären…

Also schüttete ich diese feuchte Masse in ein Handtuch-Sieb und holte duch Auspressen noch den restlichen Saft heraus ( im Gegensatz zum Apfel-Dampfentsaften hat sich dies durchaus gelohnt  :-)!

Aber wenn ja ohnehin schon so schönes Mus als „Nebenprodukt“ entsteht, kann ich es doch auch als solches konservieren, dachte ich mir…

Also entschloss ich mich beim nächsten Durchgang, in den sauren Apfel zu beißen die Birnen zu schälen und das Kerngehäuse zu entfernen… Macht zwar Arbeit, aber ist doch wirklich zu schade, das gute Obst nicht bestmöglich zu verwerten, oder?

Also: Ran an die Messer und schälen, entkernen… Das dauerte nun ein Weilchen, aber es lohnt sich wirklich!

Bei diesem Durchgang nun war das Ergebnis perfekt !: Nasses, pures Birnenmus oben im Sieb, feinster, süßer Saft unten im Auffangbehälter bzw. später in den Flaschen . Genial !

Ich füllte den Saft ab, hielt den Pürierstab in das Birnenmus und füllte das heiße Birnenmus in die vorbereiteten Gläser. Verschließen, fertig ! – Kein zusätzliches Einkochen, Einwecken oder sonstiges. Einfach Fertig ! Hält quasi ewig, vorheriger Verzehr nicht ausgeschlossen bzw. erwünscht !

Zugegeben: Beim Pürieren im Entsaftersieb verflüchtigtigte sich ein Teil des Muses in den darunter befindlichen Saft-Auffangbereich, wo man ihn aber auch ohne Probleme entnehmen kann ;-).

Auch den Saft brauche ich nicht noch einmal erhitzen, er ist heiß genug und die Flaschen verschließen sich zuverlässig.

Super !

Natürlich habe ich auch Birnenessig angesetzt: Aus Wasser und Birnenresten – ich hatte ja genug davon  (Kerngehäuse, Schalen, Trester) ;-):

Habt Ihr auch schon Birnen entsaftet ? Im Dampfentsafter ? Funktioniert das bei Euch besser ? Es scheint, als ob die Birnen zu weich sind – ich lasse die Birnen ja immer noch etwas nachreifen und verwende nur gelbe, reife, weiche Birnen zum Entsaften… Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht?

Ich liebe Birnen  !

Herzliche Grüße, Birthe 🙂

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16 Kommentare zu “Birnen konservieren: 2-in-1: Birnensaft und Birnenmus im Dampfentsafter !

  1. Hallo Birthe,

    schöner, ausführlicher Bericht!

    Hast Du schon irgendwann mal einen ausführlichen Beitrag über Deine Entsafter verfasst? Habe jetzt nichts direkt gefunden.

    Da ich durch Deine begeisterten Entsaftungen animiert worden bin, das ebenfalls mal so zu versuchen, würden mich Informationen zu den Gerätschaften brennend interessieren; auch, wenn Du Dein Modell schon einige Jahre hast, vielleicht gibt es das ja immer noch oder auch gebraucht.
    Wär‘ schön, wenn Du dazu noch ein wenig „preis“geben könntest.

    Viele Grüße
    Jürgen

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    • Hallo Jürgen,
      Danke für Dein Interesse an den Entsaftern :-). Nein, darüber habe ich wohl tatsächlich noch keinen Bericht verfasst, vielleicht demnächst …
      Mein Dampfentsafter ist ein „08/15“-Entsafter, der auch neu nicht übermäßig teuer ist und mangels Kunststoff wohl „ewig“ halten sollte (nur der Schlauch ist aus Silikon/Kunststoff). Mein Kaltentsafter ist ein „Zentrifugalentsafter“, ich überlege aber gerade, ihn gegen einen sogenannten „Slow Juicer“ auszutauschen…
      Wie gesagt, vielleicht werde ich demnächst in einem Bericht näher auf die verschiedenen Entsafter und die Methoden eingehen.
      Liebe Grüße, Birthe 🙂

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    • ;-). Nein, der Saft ist eigentlich recht gleichmäßig gelb… ;-). Vielleicht wenn die Birnen unterschiedliche Reifegrade haben. .? Ich verarbeite die Birnen erst dann zu Saft, wenn sie einige Tage liegen und schön gelb geworden sind..
      Liebe Grüße, Birthe 🙂

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  2. Liebe Birthe,
    ich bin noch eine ganz neue Followerin auf deinem Blog. Beim stöbern fand ich ihn sehr interessant und um ihn nicht zu vergessen habe ich dich gleich abonniert ;). Jetzt aber zum eigentlichen Thema: schon beim Lesen ist mir aufgefallen, dass es doch einfacher sein müsste die entsafteten Birnen in eine Flotte Lotte zu schöpfen und so zu passieren. Damit ersparst du dir das Schälen, Entkernen und Pürieren.
    Liebe Grüße
    Stefanie

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    • Liebe Stefanie, freut mich sehr, dass Du hierhergefunden hast :-).
      Du hast recht, auf diese Idee bin ich in dem Moment gar nicht gekommen… Mit der flotten Lotte bzw. einem Passiersieb müsste es sicher auch funktionieren.
      Aber ich schäle ganz gerne, sodass ich persönlich es so ganz praktisch und schnell fand. Vielleicht werde ich es das nächste Mal mit dem Sieb probieren… Danke für den Tipp und liebe Grüße, Birthe 🙂

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  3. Guten Morgen Birthe.
    Ich musste bei meinen Birnen schnell handeln, da sie Ruck Zuck weich wurden. Deshalb habe ich nur Kompott gemacht. Da im Topf aber soviel Flüssigkeit übrig blieb habe ich daraus auch Birnengelee zubereitet. So lecker!!!

    Ich habe mir jetzt einen Entsafter geliehen für Apfelsaft. Ist ein Dampfentsafter da besser? Noch habe ich damit keinerlei Erfahrung und überlege noch ob ich mir einen zulegen soll.
    Ich würde mich über deine Erfahrung sehr freuen, erleichtert mir vielleicht die Entscheidung.
    LG, Nati

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    • Hallo Nati,
      Birnengelee – auch noch eine gute Idee… ;-).
      Ich habe sowohl einen „Kaltentsafter“ als auch einen Dampfentsafter. Beide kommen zum Einsatz. Für größere Mengen Obst, also Saft, den ich konservieren möchte, finde ich den Dampfentsafter genial, da man das Obst nicht schälen, entsteinen, Johannisbeeren nicht von den Rispen entfernen muss, alles rein mit Stumpf und Stil. Einfach waschen, evtl. halbieren (um zu sehen, ob der Apfel/Birne „lebt“, schlechte Stellen entfernen und fertig. Ist der Saft fertig, einfach noch heiß in Flaschen füllen, fertig. Hält jahrelang…
      Den Kaltentsafter verwende ich für kleine Mengen und frischen Saft, den wir kurzfristig trinken wollen, oder für Wein-/Essigansätze… Man kann natürlich diesen Saft einfach erhitzen und abfüllen, funktioniert auch, ist aber etwas aufwändiger, da das Obst für den Kaltentsafter meist kleingeschnitten und entsteint werden muss…
      Beides hat Vor- und Nachteile, daher bin ich froh, beides zu haben und dann situationsbedingt entscheiden zu können.
      Viel Spaß beim Apfelsaft herstellen und liebe Grüße,
      Birthe 🙂

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