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[Tomaten konservieren] Trocknen und einlegen… Rezepte !

Ich sehe rot und sage nur ein Wort: TOMATENSCHWEMME ! Bei Euch sicherlich auch, oder? Dieser heiße Sommer war so ein richtes Highlight für die Tomaten.

Nachdem die Outdoor-Buschtomaten langsam abgeerntet sind, legen sich die Gewächshaustomaten ordentlich ins Zeug – Tomaten über Tomaten… – TOLL – ich liebe es ! :-)))))

Da kann man so richtig rot sehen und essen,  konservieren, und essen, und konservieren…

Bereits letztes Jahr habe ich gute Erfahrungen mit getrockneten Tomaten in Öl gemacht, die man zwar auch teuer kaufen kann, aber auch sehr gut selbst herstellen kann.

Hier also  einmal das Rezept, wie ich es mache:

   Getrocknete Tomaten in Öl einlegen

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Zutaten:

TOMATEN: alles, was die Ernte so hergibt: Kleine Tomaten, große Tomaten, mittlere Tomaten, grüne Tomaten, gelbe Tomaten, rote Tomaten….

etwas Salz, Kräuter (mediterrane Kräuter, z.B. Rosmarin, Lorbeer, Thymian, – oder nach Geschmack ;-))

Evtl. einige Knoblauchzehen

Gutes Olivenöl !

Twist-Off-Gläser oder Bügelgläser

Zubereitung:

1) Die Tomaten pflücken, vom Stielansatz befreien, waschen und das Wasser ein wenig abtupfen oder etwas  abtrocknen lassen…

2) Noch nicht kleinschneiden, sondern die Tomaten in eine Schüssel geben, zusammen mit etwas Olivenöl vorsichtig vermischen (geht am besten mit den Händen), sodass die Tomaten außen etwas mit dem Öl benetzt sind – dann bleiben sie nach dem Trocknen außen etwas geschmeidiger ;-). Wenn man das Einölen vergisst – keine Panik, ist nicht weiter schlimm, ist nur eine Optimierung ;-).

3) Nun die kleinen Tomaten halbieren, größere vierteln oder noch kleiner schneiden, je nach Geschmack.

4) Auf einem (mit Backpapier ausgelegten) Backblech ausbreiten, ruhig dicht an dicht, da sie ja schrumpfen. Wenn möglich, gleich große Stücke auf ein Blech geben, ansonsten kann man sie aber auch nachher aussortieren, da unterschiedlich große Tomatenstücke auch unterschiedliche Trocknungszeiten haben ;-).

5) Mit ein wenig Salz bestreuen (nicht übertreiben ;-).

6) In den Backofen geben (80-90 Grad C Umluft). Ruhig mehrere Bleche, damit sich der Stromaufwand lohnt…

7) Die Backofentür schließen, aber zwischen Backofen und -tür einen Kochlöffel oder ein Geschirrtuch legen, damit sie einen Spalt geöffnet bleibt und die Feuchtigkeit der Tomaten entweichen kann.

8) 2-3-4 Stunden abwarten, Zeitung lesen, kochen, waschen, einkaufen, was auch immer – evtl. in dieser Zeit, falls noch nicht geschehen, die Gläser und sonstige Zutaten vorbereiten:

9) Gläser sterilisieren. Knoblauch schälen, in Scheiben schneiden. Kräuter pflücken (oder kaufen), waschen, etwas kleinschneiden…

10) Irgenwann mal nach den Tomaten schauen – man kann quasi  zusehen, wie sie kleiner und trockener werden. Wenn sie trocken, aber immer noch etwas „geschmeidig“ und etwas „ledrig“ sind, kann man sie herausnehmen. Evtl. die kleineren vorab entnehmen und größere Tomatenstücke noch länger im Ofen lassen.

Hier sieht man den Unterschied vorher-nachher:

11) Die Gläser nun befüllen – nach Geschmack: Ich gebe unten etwas Knoblauch hinein, etwas Rosmarin, dann eine oder zwei Lagen getrocknete Tomaten, (ruhig „fest“ stopfen, umso weniger Öl benötigt man nachher), zwischendurch wieder etwas Kräuter. Das Glas nicht bis ganz oben füllen, sondern ca. 1-2 cm unter dem Rand freilassen.

12) Die Gläser mit Olivenöl auffüllen, bis auch die oberen Tomaten mit Öl bedeckt sind. Glas / Gläser verschließen, beschriften, in den Keller stellen (benötigt keinen Kühlschrank !).

Haltbarkeit: So lange, bis das Öl ranzig wird, also quasi 1-2 Jahre, wenn nicht vorher verzehrt ;-).

Apropo Öl: Meist entnimmt man ja nicht direkt die gesamte Menge Tomaten aus dem Glas – einfach darauf achten, dass beim erneuten Verschließen die Tomaten immer mit Öl bedeckt sind, evtl.  neues Öl aufgießen. Sind die letzten Tomaten eines Glases entnommen, hat man wunderbar gewürztes Olivenöl für Salate oder zum braten ! Lecker !

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Falls Ihr immer noch Tomaten übrig habt, könnt Ihr sie auch einlegen (Haltbarkeit im Vorratsregal: 1 Jahr und länger, ohne Kühlschrank! ).

 Eingelegte Tomaten (ohne Einkochen)

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Zutaten:

Tomaten groß, Tomaten klein, egal, Hauptsache einwandfrei und ohne Macken! – ruhig etwas festere, nicht ganz so weich…

Wasser

Für den Sud (pro 1 ltr. Wasser):

2 EL Salz

2 EL Honig (oder 3 EL Zucker)

3 EL Essigessenz 25% oder oder 100 ml Essig 5% (z.B. Apfelessig)

Pfefferkörner, Knoblauch, Lorbeerblätter, sonstige mediterrane Kräuter, z.B. Rosmarin, Thymian, Oregeno…

Zubereitung:

1) Tomaten waschen, Stielansatz entfernen. Größere Tomaten am Stieleinsatz mit einem Zahnstocher 1-2 x einstechen (damit sie nicht platzen).

2) In die vorbereiteten (sterilisierten) Gläser Kräuter nach Belieben geben: Zum Beispiel unten eine Lage Knoblauchscheiben, ein Lorbeerblatt, einige Kräuter.

3) Das Glas bis 2 cm unter dem Rand mit den Tomaten füllen, zwischendurch ruhig noch einmal einige Pfefferkörner und Kräuter zufügen (nicht übertreiben ;-).

4) Wasser im Wasserkocher erhitzen, das kochende Wasser in die Gläser über die Tomaten gießen. NICHT verschließen, sondern die Gläser nun mind. 15 Minuten – oder länger – abkühlen lassen.

5) Dann das Wasser abgießen und auffangen !

6) Das Wasser in einen Topf geben, dabei abmessen, denn in den Topf kommen nun pro Liter Wasser ca. 2 EL Honig oder Zucker nach Geschmack und 2 EL Salz . Das Wasser erhitzen und zum Kochen bringen. Ca. 1 Minute köcheln lassen, Herd ausschalten und den Essig zufügen . Diese Flüssigkeit jetzt heiß erneut über die Tomaten in die Gläser gießen, bis die Tomaten mit dem Wasser bedeckt sind (sollte das Wasser aus irgendeinem Grund nicht mehr ausreichen, einfach mit heißem, abgekochten Wasser auffüllen ;-)).

6) Die Gläser fest verschließen, evtl. 5 Minuten auf den Kopf stellen, kalt werden lassen, beschriften, fertig !

Muss NICHT in den Kühlschrank und hält wie alles Eingeweckte mind. 1 Jahr, wenn nicht vorher aufgegessen ! Die Tomaten sollten nun schon mind. 2-3 Wochen ziehen, damit sie ihren Geschmack entfalten können.

Übrigens: Die Salz- und Honigmenge variieren, je nach Geschmack – das wird sich nach dem Öffnen zeigen, ob man beim nächsten Mal die jeweiligen Mengen ändert ;-).

Den Sud kann man nach Entnehmen der Tomaten übrigens auch trinken – probiert mal ! :-).

Natürlich sind beide Rezepte jederzeit willkommene Mitbringsel bzw. Geschenke aus der Küche 😉 !

Viel Spaß bei der Tomatenernte wünscht Euch Birthe 🙂

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16 Kommentare zu “[Tomaten konservieren] Trocknen und einlegen… Rezepte !

  1. Pingback: Ende ! Jetzt ist es genug…!? | Birthes bunter Blog-Garten

  2. Bei uns sind keine übrig. Haben wir alle weggemapft. Zu Teil auch zu Salsa für das jeweilige Essen verbraten. Indisch, Mexicanisch usw. Das schmeckt immer anders.
    LG Birgitt PS: Deine Verarbeitung find ich auch klasse. Wie schaffst Du das alles nur?

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    • Bei uns gibt es auch sozusagen täglich Tomaten, aber es bleiben immer noch mehr als genug übrig zum Konservieren für den Winter – zum Glück ! Da freuen wir uns im Winter umso mehr auf die eigenen Tomaten aus dem Vorratskeller ;-).
      Zum Glück ist es im Garten im Moment etwas ruhiger, sodass mehr Zeit zum Einkochen u.ä. bleibt ;-). Liebe Grüße, Birthe

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  3. Hallo Birthe, danke für deine Rezepte. Ich hab vor ein paar Jahren schonmal probiert, getrocknete Tomaten in Öl einzulegen, weil ich das so gerne mag. Leider sind mir diese alle in kürzester Zeit vergoren und ich konnte die ganze Charge wegwerfen. Echt schade. Aber das muss ich irgendwann nochmal probieren. 😉 Vllt. klappt es ja mit deinem Rezept besser. 🙂

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  4. Guten Morgen Birthe.
    Ich habe immer so 4 – 5 Tomatenpflanzen. So viele kommen da leider nicht zusammen um sie einzulegen.
    Wobei es mal schön wäre sie selbst so zu konservieren. Wieviele Pflanzen hast du das du von einer Schwemme schreibst?
    LG, Nati

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Nati,
      4-5 Pflanzen können schon reichlich tragen … Vier meiner Outdoor-Buschtomaten (mein Liebling Podsneschnik) haben in diesem Sommer bisher über 16 kg gebracht ! Von insges. 9 Buschtomaten (outdoor) über 32 kg und dazu noch ca. 12 Tomaten (Cocktail und Tigerella) im Gewächshaus – da kommt einiges zusammen :-).
      Liebe Grüße und einen schönen Wochenstart ! Birthe 🙂

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      • Das ist wirklich ordentlich.
        So hoch sind meine Erträge dann nicht.
        Sie werden ja auch nicht alle gleichzeitig reif. Und da ich täglich Tomaten esse, ist da nicht viel übrig zum Einmachen.
        Ich hatte allerdings auch noch nie Buschtomaten.

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