Frühjahr/Garten-Tagebuch 2018/Mai/Rosen

Projekt Naturgarten: Unser Garten im Wandel… !

Unser Garten befindet sich aktuell im großen Wandel: Er wird zum Naturgarten !

Vielleicht habt Ihr es anhand meiner kurzen Zwischenberichte schon erahnt, es stehen größere Veränderungen in unserem Garten an …!

Einen Bio-Garten  haben wir ja bereits. Keine Kunstdünger, kein Schneckenkorn, keine Pestizide, alles Bio. Aber zwischen einem Bio-Garten und einem Naturgarten liegen dennoch Welten – dies konnten wir (Herr B. und ich) auf einem Vortrag der NABU vor einigen Wochen lernen.

Unsere Lorbeerhecke zum Beispiel diente zwar als Sichtschutz, wuchs auch innerhalb weniger Jahren in die Höhe, aber naturnah ist er auf keinen Fall ! Für Insekten geradezu nutzlos, ebenso weitestgehend für Vögel, und außerdem extrem invasiv.

Ehrlich gesagt war sie mir auch schon seit ungefähr 2 Jahren ein Dorn im Auge, aber entfernen…? Welche Alternative? Das wussten wir nicht so recht, außerdem fehlte uns der Mut zur Veränderung…

Dies änderte sich zum Glück bei obigem Vortrag, in dem uns vor Augen geführt wurde, wie sehr die Natur von uns abhängig ist und wie sehr Insekten, Vögel und Co. unter der massiven Landwirtschaftsnutzung leiden – Wir waren überzeugt und im Grunde gefallen mir schon immer die naturnahen Gärten wesentlich besser als starre und absolut ordentliche, aufgeräumte Gärten… Aber wir wussten eben nicht genau, wie wir es umsetzen sollten…?

Nach einem Besuch einer Naturgarten-Gestalterin sahen wir klarer und begannen mit diversen Arbeiten, über die ich hier nach und nach berichten werde – und auf dem laufenden halte.

Natürlich geht nicht alles auf einmal, wir beginnen mit einer Blumenwiese, einem Schotterrasen auf dem Gehweg (bisher bestehend aus Rasen, den wir im Sommer quasi wöchentlich mähten) und einer neuen Terrassen-Umrandung, die uns natürlichen Sichtschutz gewährt, wobei das Grundstück selbst offen bleiben soll.

DIe Lorbeerhecke haben wir kürzlich komplett entfernt, die invasiven Kartoffelrosen, die ich vor wenige Jahren rund um den Heilpflanzengarten gesetzt hatte, ebenfalls.

Die Wiese zwischen Lorbeerhecke und Terrasse haben wir bzw. Herr B. und ein Nachbar inzwischen größtenteils umgestochen (hier wird eine Blumenwiese wachsen), usw.

Außerdem habe ich diverse Beete, die bisher mehr oder weniger „leer“ standen mangels Ambition (ich wusste nicht so recht, was ich dorthin setzen könnte), nun neu bepflanzt: mit heimischen, insektenfreundlichen Pflanzen.

Nach und nach wird es also, wie gesagt, einige Veränderungen geben, wir sind richtig gespannt, wie sich die junge Pflänzchen entwickeln werden !

Hier einige Eindrücke unserer bisherigen Arbeiten in den vergangen Wochen und Tagen:

1) Die Kirschlorbeerhecke: vorher – nachher

2) Das Beet neben dem Hauseingang stand lange mehr oder weniger leer – eine Kletterrose (Laguna), eine Buchsbaumkugel, Hortensie und Bartblume wuchsen/wachsen hier, ebenfalls Kamille, Arnika, usw.. Während Hortensie, Bartblume usw. entfernt wurden, durften die Rose und der Buchsbaum bleiben, ansonsten wurden neue Pflanzen eingesetzt, wie z.B. Steppensalbei, Königskerzen, Färberkamille usw.

3) Das Beet zwischen den Kfz.-Stellplätzen war ebenfalls nur sehr spärlich bewachsen: Hier gab es  „nur“ Gingko, Hortensie, Zypresse, Lavendel, ansonsten einige Zwiebelpflänzchen – und Unkraut.

Nun werden hier Blutstorchschnabel, Platterbse,  Ziest, Wolfsmilch, Frauenmantel, usw. wachsen. Den Gingko haben wir in einen Topf gesetzt, er kommst zunächst auf die Terrasse, bis sich ein passendes, neues Plätzchen für ihn findet…

Übrigens: Das „vorher-Bild“ wurde bereits vor ca. zwei Wochen aufgenommen, als die Hortensie noch nicht ganz so grün belaubt war ;-).

4) Im Beet vor der Hütte wuchs – eigentlich gar  nichts, außer rechts ein paar Maiglöckchen. Es handelt sich um einen Hang, der ab dem späten Nachmittag Sonne bekommt und diverse Anpflanzungen meinerseits wie z.B. Lavendel, Hortensie, „mickerten“ eher als dass sie wuchsen.

Nun habe ich einige heimische Pflanzen eingesetzt und bin gespannt, ob und wie es diesen hier  gefällt, z.B. Färberkamille, Dost, Wolfsmilch, Storchschnabel, Bergminze, Odermennig, usw.

5) Der Gehweg, bei uns nicht gepflastert, sondern einfach „Wiese“, wurde uns bisher regelmäßig gemäht und „beparkt“. Hier verwirklicht Herr B. eine blühende Schotterwiese, die ebenfalls zum Parken zur Verfügung stehen wird, allerdings etwas bunter ;-):

Dafür stach er zunächst den kompletten Wiesenstreifen ab, füllte feinen Schotter ein, heute eine dünne Schicht Humus und danach den Samen.

Bis die Saat richtig angegangen ist, wird der Parkstreifen abgesperrt bleiben, danach muss er nur noch 2 x im Jahr gemäht werden ! ;-). Und macht dabei -hoffentlich -eine noch viel bessere Figur als vorher.

Gesät und abgesperrt, warten die Samen nun nur noch auf den nächsten Regen, der ja auch bereits in Sicht ist – am Sonntag soll es laut Wetterbericht regnen :-).

5) Die Kartoffelrosen, die den Heilpflanzengarten seit 3 Jahren eingrenzten, haben wir vor wenigen Wochen entfernt, gestern nun setzte ich neue Wildrosen in verschiedenen Höhen und Farben, z.B. Apfelrose, Essigrose, Rosa pimpinellifolia Carne plena, Zimtrosen, usw. Andere Teile des Gartens folgen nach und nach, heute werde ich im Heilpflanzengarten einige viele Pflanzen setzen… ;-).

Wir freuen uns sehr auf die heimische Vielfalt, die nun in unserem Garten einzieht, naturnah, Insektenfreundlich, tierfreundlich, pflegeleicht, bunt, warum sind wir nur nicht früher auf diese Idee gekommmen…?

Ein wunderschöne Wochenende wünsche ich Euch – ich werde hier über die weiteren Fortschritte auf dem Laufenden halten… ;-).

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9 Kommentare zu “Projekt Naturgarten: Unser Garten im Wandel… !

  1. Hallo Birthe,
    das klingt spannend. Viel Erfolg damit! Die Fotos zeigen sehr anschaulich, was Ihr alles schon geschafft habt. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

    Und bitte nicht böse sein, aber in Deinem Bericht sind ganz schön viele Rechtschreibfehler… Das liest sich dann nicht so flüssig wie sonst.

    LG Christina

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    • Liebe Christina, wir finden es selbst auch sehr spannend und warten ungeduldig darauf, wie sich die Pflanzen entwickeln und wie das Grundstück dann aussehen wird – wir freuen uns darauf !
      Und keine Angst : Ich bin ganz bestimmt nicht böse, wenn mich jemand darauf aumerksam macht, dass etwas nicht tiptop ist – im Gegenteil ! Manchmal merkt man es selbst nicht direkt oder es fehlt die „Korrekturlesung“ ;-). Herzliche Grüße, Birthe 🙂

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  2. Ein spannendes Projekt! Interessant finde ich, dass Ihr den Gehweg vor dem Haus als Wiese anlegen dürft. Bei uns macht das die Gemeinde, damit alles gleich aussieht und bittet dann zur Kasse.
    Eine Sammlung von Wildrosen ist auf jeden Fall schön, da gibt es tolle Sorten. Hast Du auch eine „Stacheldrahtrose“ ( ich glaube, das ist die Hechtrose) dabei?
    Viele Grüße, Stefanie

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    • Hallo Stefanie, unser Gehweg war noch nie gepflastert. Die Gemeinde hat „damals“ beschlossen – mit Absprache der damaligen Bauherren – dass die Gehwege grün bleiben. Wir haben somit quasi wöchentlich gemäht, das fällt künftig weg ;-).
      Nein, die Hechtrose habe ich -noch – nicht dabei. Sie stand zwar auf meiner „Eventuell-Liste“, aber ich habe mich für fünf andere entschieden. Es sind ca. 9-10 mtr.Hecke…
      Liebe Grüße, Birthe 🙂

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