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Frühbeet-Aufsatz für das Hochbeet, selbstgebaut : Ernte verfrühen !

Ich liebe unser Hochbeet ! Seit wenigen Tagen hat es nun sogar einen abnehmbaren Frühbeet-Aufsatz, sodass ich es künftig auch im Herbst, Winter und Frühjahr verwenden kann – SUPER !!

Im Frühjahr habe ich bisher immer eine alte Alu-Rahmen-Duschtür mit Doppelstegplatten über den Teil des Hochbeetes gelegt – und darüber dann ein Vlies gelegt, sodass meine jungen Salatpflänzchen wenigstens etwas geschützt waren. Für größere Pflanzen war dann jedoch rasch das Höhen-Limit erreicht – je nachdem, wie hoch das Beet mit der Erde befüllt war, da die Platte ja direkt auf dem Rahmen auflag. Außerdem wurde das Vlies bzw. die Folie oft „vom Winde verweht“.

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Ideal war das wirklich nicht, aber immerhin haben wir ja noch das Gewächshaus, in dem allerdings bald die Tomaten einziehen sollen,  dann wird es wieder eng für Salat und Co.

Irgendeine Lösung sollte her… !? Aber eine Lösung, die nicht allzu teuer sein sollte…

Im März nun nahm das Projekt „Hochbeet mit Frühbeetaufsatz“ Gestalt an:

Ich habe einmal aufgeschrieben, wie WIR es gebaut haben:

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Zuerst einmal die Grunddaten: Unser Hochbeet ist 300 cm lang und 1,50 cm breit.

Nach einigen Recherchen im Netz stieß ich auf den Beitrag im Blog Steiermarkgarten, die bereits ein Frühbeetaufsatz gebaut und schon einige Erfahrungen gesammelt hatten. Nach einigen Überlegungen zwecks Anpassung für unser Hochbeet verschwand Herr B. also in seiner Werkstatt… , genauer gesagt erst einmal im Baumarkt ;-).

1) Zubehör kaufen: Er kaufte vier Stahlstäbe: Je 2 mtr. lang, 8 mm dick. (Neue) Folie hatte ich bereits vor einiger Zeit gekauft.

2) Stäbe biegen: Die Stäbe bog Herr B. dann mithilfe eines Schraubstockes zu  halbrunden Kreisen – gar nicht sooo einfach, doch durchaus machbar. Die Enden ließ er jedoch gerade (8 cm), um sie besser in die Löcher einsetzen zu können.

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2) Löcher bohren: Dann bohrte er in den oberen Rand (Handlauf) unseres Hochbeetes entsprechende Löcher in der Dicke der Stäbe.  Die Abstände der Löcher: 30 cm zum Längsrand für den ersten Bügel, dann je 80 cm für die nächsten drei Bügel, sodass wieder 30 cm bis zum Rand übrig bleiben. Dann konnten die Bügel eingesetzt werden : Passt ! 🙂

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Ich war happy und konnte es kaum abwarten, eine Folie bzw. Vlies aufzubringen – Super . Doch wie befestigt man nun die Folie? Wir nahmen Latten, die wir auf den Handlauf (oberer Hochbeetrand) legten und mit Steinen beschwerten.

Der erste Luftzug jedoch zeigte: Dies war nicht optimal, denn der Wind fand trotzdem noch genügend Einzugsräume, um die Folie anzuheben, zumal sie auch von der Breite „gerade so“ passte. Nun gut, erst einmal musste es so gehen.

Herr B. gab saußerdem vorsorglich schonmal den Hinweis, dass die Stäbe „irgendwann“ rosten. Macht nix, irgendwann ist das ja auch normal… Aber bereits am nächsten Tag die böse Überraschung beim Abnehmen  bzw. Wieder-Auflegen der Folie: Man konnte genau die Abdrücke der Metallstäbe im weißen Vlies erkennen. „Irgendwann“ war quasi „Sofort“. Schade, die Folie war neu ;-).Aber es zeigte gleichzeitig auch, dass diese Folie für eine dauerhafte, stabile Frühbeetabdeckung nicht geeignet ist.

3) Eisenstäbe/Bügel ummanteln : Also gut, findig wie Herr B. nunmal ist, entfernte er die Stäbe wieder und steckte sie in einen alten Gartenschlauch, sodass die Stäbe nunmehr schön eingepackt sind. Perfekt ! Dies hat außerdem den Vorteil, dass die Oberfläche etwas dicker ist und die Folie geschont wird, da sie auf den einzelnen Stäben breiter aufliegt (  wisst Ihr was ich meine? ;-)) . Und es sieht auch besser aus – der Schlauch ist grün ;-).

Da die Folie aber nun immer  noch zu kurz war – und wir noch keine passende, stabilere Folie besorgt hatten, behalf icih mir vorübergehend auf andere Weise: die Duschtür – und Folie –  mussten wieder her und die anderen Pflänzchen habe ich einfach mit den berühmten – und effektiven – „Hütchen“ und Vlies abgedeckt. Auf diesem Foto kann man nun auch die Roststreifen erkennen ;-):

Anmerkung: In unserer Region herrschen oft recht heftige Winde. Da die Hochbeet-Abdeckung mit den 2 mtr. langen Stäben recht hoch wurde, haben wir beschlossen, dass dies so gar nicht notwendig ist. Also kürzte Herr B. die Stäbe nachträglich um je 20 cm = endgültige Länge 1,80 mtr. (Hochbeet 1,50 mtr. breit).

4) Das richtige Abdeckmaterial: Es gibt natürlich diverse geeignete Folien, die man für eine Frühbeetabdeckung verwenden kann. WIR entschieden uns für UV-stabile Gewächshausfolie (Gitterfolie) aus dem Gartenfachmarkt, mit verstärkten Ösen am Rand (Meterware). 2 mtr. Breite (mit Ösen) und 5 mtr. Länge (kann man bei Bedarf abschneiden).

5) Folie mit Latten o.ä. stabilisieren und zur Befestigung am Hochbeet vorbereiten: 

Herr B. hat aus vorhandenen Brettern zwei Latten zurechtgeschnitten (3 mtr. lang, 5 cm breit), die er dann mithilfe von Kabelbindern an den beiden Enden der Plane / Ösen befestigte.

Achtung: Auf beiden Seiten der Folie mindestens 60 cm überlappen lassen, denn das ist das Stück, dass später die Längsseite des Hochbeettunnels verschließt !

Dank der Leisten kann man nun die Folie sehr gut handhaben: Man kann sie über die Rundung ziehen und durch das Eigengewicht der Leisten – und der Folie – bleibt sie quasi von alleine unten (solange es keinen starken Sturm gibt). Man könnte natürlich auch Stangen o.ä. nehmen…

6) Überschüssige Folie abschneiden : Bei uns war nun durch die 5 mtr. lange Folie auf einer Seite extrem viel Folie übrig. Dieser Überschuss ließ sich mit einem Cuttermesser ganz einfach abschneiden.

7) Bei gutem Wetter Folie öffnen ! Nun darf man natürlich nicht vergessen, Luft an die jungen Pflänzchen zu lassen, besonders bei Sonnenschein wird es ganz schnell ganz warm unter der Folie. Dazu einfach die Folie über die Leiste wickeln und z.B. zur halbseitigen Öffnung oben auf den Bügeln ablegen und FIXIEREN, z.B. mit stabilen Klemmen.

Aber Achtung : Evtl. ein Vogelnetz über die Bügel legen und das Hochbeet somit vor den hungrigen Vögeln schützen, die sich wohl sehr über das frische, zarte Grün jeglicher Art freuen würden ;-).

Wie Ihr jetzt nun feststellen könnt, ist der Frühbeetaufsatz noch nicht GANZ fertig : Es fehlt noch eine sichere – Befestigung für die Folienenden an den Kopfseiten – für den Fall eines Sturmes oder für den Winter.  Auch die Leisten müssen natürlich an den Seiten noch stabil befestigt werden (vielleicht zum einhaken o.ä.). Im Moment gelingt dies leicht durch die Klemmen, die bei Wind/Sturm an den Bügelseiten befestigt werden könnten…

Geplant ist, dass die Folie im Sommer bzw. ab Mitte Mai abgenommen  und im Herbst/Winter wieder aufgelegt wird – für Pflanzen, die überwintern können, z.B. Feldsalat, Porree, Spinat, Möhren…

Dieser Aufsatz für unser Hochbeet erweitert die Einsatzmöglichkeiten noch einmal wesentlich, nun ist es nicht nur Hochbeet, sondern auch ein Frühbeet ! Es war eine wirklich gute Idee, dieses Projekt umzusetzen. ! DANKE – DANKE an Herrn B., der mit guten Ideen und Einsatz dieses Frühbeet ermöglicht hat – und DANKE an Carina vom Steiermarkgarten für ihren Beitrag, der uns Ansporn und Inspiration gab  ! :-).

Herzliche Grüße, Birthe 🙂

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4 Kommentare zu “Frühbeet-Aufsatz für das Hochbeet, selbstgebaut : Ernte verfrühen !

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