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[Kurzurlaub] Familientreffen im Jugenddorf Hoher Meißner 30.9.-3.10.2017

Unser erstes mehrtägiges Familientreffen außerhalb der üblichen Feierlichkeiten führte uns ins Fulda-Werra-Bergland, genauer gesagt in  das Jugenddorf Hoher Meißner mitten im Naturpark Hoher Meißner. Bisher trafen sich die Geschwister mit ihren Familien meist nur im Elternhaus oder bei Feierlichkeiten. Dieses Jahr jedoch wollten wir uns ALLE einmal außerhalb der gewohnten Umgebung treffen, zwanglos, „frei“ für jedermann, d.h. niemand muss kochen, backen, putzen. Wie das jedoch so ist: ALLE bekommt man nur selten unter einen Hut, und so waren wir schließlich aus Krankheits- und Urlaubsgründen dann doch leider nicht komplett.

Anreise war am Freitag nachmittag, 30.9., wir bezogen unsere Zimmer im Ferienhaus „Schwalbennest“ und hatten uns natürlich zunächst bei leckerer Wildgulaschsuppe und gutem Wein eine Menge zu erzählen.

Am Samstag morgen nach dem gemeinsamen Frühstück machten wir uns zu Fuß auf den Weg in den Bergwildpark Meißner bei Germerode, den wir nach einem gemütlichen und schönen Spaziergang durch die herbstlich-bunte Landschaft in ca. einer Stunde erreichten (Bildergalerie öffnen: Auf ein beliebiges Foto klicken und mit den Pfeilen weiterklicken …)

Es ist Brunftzeit, sodass Rehe und Hirsche nicht gefüttert werden durften, aber die Zicklein waren nur zu dankbar für das gereichte Futter. Sie warteten quasi schon auf uns – kein Wunder,  sind sie es doch  gewohnt, dass die Besucher Leckereien mitbringen, die man am Eingang und an Automaten im Park kaufen kann. Ungestüm sprangen die Zicklein um uns herum, bis wir schließlich weitergingen – zu Hirsch und Herde. Wie gesagt, es ist Brunftzeit – der Hirsch steht inmitten seiner Herde und ruft – die Fotos sehen gar nicht aus wie echt, sind es aber ! Die Tiere kamen so nah an uns heran, dass sie uns aus der Hand gefressen hätten – hätten wir ihnen Futter gegeben… ;-). So aber trotteten sie wieder davon bzw. blieb die Herde wo sie war  – samt Hirsch.

Nun ging es weiter auf dem Rundweg zur Futter-Krippe, die reich mit Heu gefüllt war.  Auch die Kids hatten etwas Appetit – und eine Blase am Fuß, die versorgt werden wollte. Also kurz auf der Sitzbank eine kleine Rast, ein paar Pflaster, ein paar Kekse…. Doch halt, was ist das? Da hinten kommt die Herde samt Hirsch langsam, aber sicher und wie auf einer Perlenkette aufgereiht, durch den Wald – direkt in Richtung Bank und Heukrippe. Also nix wie weg von der Bank, die Kekse eingepackt und Abmarsch ! Das Knistern der Kekspackung haben sie wohl gehört… ;-). Alles gut: Die Herde untersuchte die Bank und den Boden davor, wir „untersuchten“ den restlichen Park, z.B. die Wildschweine, Wollschweine, das Damwild und das kleine Museum – das Waldwichtelhaus – , in dem es so manches interessantes zu entdecken gibt, zum Beispiel die Klangbretter…. Anschließend stärkten wir uns bei einem kleinen Imbiss… ;-).

Die Rückkehr ins Jugenddorf erfolgte über eine andere Route, die uns ebenfalls wieder an schönen Ausblicken und einem kleinen Wassesrfall vorbeiführte. Einfach herrlich, diese bunten Herbstwälder !

Den lecker-luftigen Kuchen hatten wir uns redlich verdient – zusammen mit einer Tasse Kaffee draußen auf der Terrasse einfach ein Genuss ! Doch nun los zum Barfußpfad, es ist Regen gemeldet… ! Wie gut, dass der Barfußpfad direkt vor der Haustür ist, da können wir die Schuhe direkt zu Hause lassen und barfuß zum Eingang gehen.

Einen Euro freiwilliger Eintritt für die Pflege und Erhaltung dieses wirklich liebevoll und abwechslungsreich gestalteten Barfusspfad von über 1,5 km Länge ist wirklich nicht viel und so gaben wir gerne unseren Obolus. Es erwarteten uns ca. 30 wirklich tolle Fußerlebnis- und Naturerfahrungsstationen. Es gab etwas für  die Füße,  Hände,  Nase,  die Augen. Keine Sekunde langweilig!  Alle Sinne wurden angesprochen, sogar ein Stück „blindes“ Barfußerleben – an einem Seil entlang. Die beiden „Kinder“ waren uns längst weit voraus. Wer aber nun denkt, sie hätten nicht alles „mitgemacht“, täuscht – im Gegenteil, sie erklärten uns später alle Stationen im Detail und wussten sogar, warum wir sogar einen Eisbären im Wald entdecken konnten ! ;-).

Das Beste kommt am Schluss und so warteten zwei Wasserpumpen auf uns, die einen Schlammpfad unter Wasser setzen -sollen-. -Während die eine Pumpe einwandfrei funktionierte und sofort für fließendes Wasser sorgte, kam aus der linken Pumpe für den Pfad : nichts ! Wolli war sich aber sicher: Das dauert 10 Minuten, bis hier etwas kommt – und pumpte, und pumpte, und pumpte, bis ihm schließlich  M. zur Hilfe eilte, um sich abzuwechseln. „Wir pumpen bis 17 h“ (es war ca. 16.50h… ). OK… A. und ich setzten uns inzwischen auf die Bank und schauten den eifrigen Männern zu….. ;-). 10 Minuten, 15 Minuten später, 20 Minuten später,  pumpten sie immer noch, aber außer Luft – und Schweiß –  kam nichts… und wenn sie nicht gestorben sind, so pumpen sie noch heute….!? Nein, sie gaben auf  sie verschoben das „Unternehmen Wasserpumpe“ auf ein anderes Mal… und wir konnten den anderen endlich ins  Schwalbennest folgen…

Insgesamt hatten wir heute wirklich Glück mit dem Wetter : SUPER-Wetter geradezu:  Zwar wenig  Sonne,  dafür aber angenehm warm (um 20 Grad)  und kein Wind ! Pünktlich zum Abendessen, das wir  in der dem Jugendhaus angehörigen Gaststätte „Zum Kupferbach“ einnahmen, fing es dann doch noch an zu stürmen und zu regnen, aber nun war es uns egal, wir saßen ja im Trockenen.

Nach dem Spaß die Pflicht: Die beiden Jungs lernten nicht nur zwischendurch, sondern sogar abends   noch etwas für die anstehende Mathearbeit, das nenne ich Einsatz ! Da kann ja gar nichts schiefgehen, oder ?

Tag 2 – Sonntag, 1.10.2017

Der Morgen begann mit strahlendem Sonnenschein – was lag da näher als den heutigen Tag für eine ausgiebige Wandertour im Naturpark Hoher Meißner zu nutzen ! Nach dem Frühstück zogen wir los, leider ohne die Jungs samt Mama, die bereits heute wieder nach Hause mussten.

Die Tour begann mit einem Anstieg – recht steil hinauf zum Schwalbenthal, einer ehemaligen Arbeitersiedlung und einer tollen Aussicht !

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Vom Schwalbenthal ging es weiter.

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An einer Wegekreuzung müssten wir uns entscheiden: Kalbe oder Frau Holle-See? Beides! Nein, beides ist zu weit, außerdem kann man notfalls auch mit dem Auto zum See fahren…

Also gut, dann also Richtung Basaltkuppe Kalbe – hier gibt es einen schönen Rastplatz mit Blick auf den Tagebau Kalbe mit dem in der Sonne glitzernden Kalbsee. Bis 1974 wurde dort noch Braunkohle abgebaut, heute hat die Natur ihren Lebensraum zurück erobert.

Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, auch noch die 100 mtr. hinauf zum Aussichtspunkt Kalbe zu gehen, von dem man tatsächlich einen tollen Blick hinüber gen Nordosten hat, hinüber ins Werratal bis zum Harz – hinweg über herbstlich bunte Laubwälder – einfach toll !

Nach einer kurzen Rast wandern wir weiter Richtung „Gipfel“ sprich „Kasseler Kuppe“ , deren höchster Punkt auf 753,6 m ü.NN liegt. Etwas versteckt in einem Waldwege-Dreieck steht die Schutzhütte „Kasseler Hütte“ (750 m ü. NN). Auf dem Weg hierhin passierten wir eine Lichtung, auf der wohl ein starker Sturm/Orkan seine Spuren hinterlassen hat. Nach einer Fotosession gehen wir den Weg weiter, bis wir zum Naturfreundehaus Meißnerhaus gelangen, wo wir eine ausgiebige Rast machen und eine Kleinigkeit essen – lecker !

Die „Kitzkammer“, eine weitere Sehenwürdigkeit im Hohen Meißner, ist nicht weit entfernt und so lohnt der „kleine“ Abstecher dorthin auf jeden Fall, auch wenn dies noch einmal „Abstieg“ und „Aufstieg“ bedeutet. Wie gesagt, es hat sich eindeutig gelohnt, die fünf- und mehreckigen Basaltsäulen sind wirklich sehr beeindruckend – und 5 Mio. Jahre alt ! Um die Kitzkammer ranken sich mehrere Legenden, eine davon besagt, dass den Wandereren hin und wieder eine hohe weiße Frau mit einem großen Schlüsselbund begegnet und sie begleitet, um schließlich in der Kitzkammer zu verschwinden. Mysteriös…..! ;-).

Wie gesagt, dieser Weg zur Kitzkammer war nur ein kleiner Abstecher in Form einer Art Rundweg vom Naturfreundehaus aus – wir kamen nur ca. 100 mtr. nebem dem Meißnerhaus wieder an.

Nun hatten wir also heute doch bereits einige Anstiege bewältigt, da versprach die liebe Schwägerin nun: „Das war der letzte Anstieg “ – Das hörten wir doch nur zu gerne :-). Also munter voran,  Richtung „Heimat“, immer leicht bergab,  also Richtung Jugenddorf.

Nach einer Weile erreichten wir die Waldparkanlage  mit dem Naturdenkmal  „Seesteine“ , das hauptsächlich aus Basaltsteinen bzw. -Felsen besteht und unter denen sich ein inzwischen versandeter See befindet. In der Parkanlage befindet sich ein „Waldgedankenpfad“ mit Schrifttafeln, auf denen sich Gedichte von berühmten Persönlichkeiten befinden. Diesem Pfad folgten wir und siehe da: Es ging STEIL bergan, sehr steil ! Über die sogenannten Seesteine sprich bizarren Basaltfelsen, Moos, Steinstufen – steil, aber wunderschön !

Oben mussten wir erst einmal rasten, aber „Konrad“, unser ansonsten wirklich ruhiger und äußerst zufriedener Begleithund, traf auf einen unliebsamen Vierbeiner, sodass wir beschlossen, lieber sofort weiterzugehen…

Nun ging es aber wirklich nur noch „bergab“ durch den Herbstwald, einfach herrlich !

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Herbststimmung mit Pilzen, Hoher Meißner 2017

Gemütlich erreichten wir nach weiteren 3 km das Jugenddorf, wo es erst einmal einen Kaffee und frisch gebackene Käse-Sahnetorte der Herbergs-Großmutter gab – ein Gedicht ! Und nein, von dieser Torte gibt es leider kein Foto, denn sie war viel zu schnell „weg“ !

Abends wurden noch die „Bilder des Tages“ am PC geschaut und nach geschätzten 16 km Wanderstrecke, die es in sich hatten, fielen wir dann doch recht müde ins Bett.

Montag, 2.10.2017

Heute ist Abreisetag – bei strömenden Regen verließen wir gegen 11 h die Herberge und unternahmen noch einen kleinen Abstecher in das Heimatdorf von A.

Fazit: Dieses Familien-Wochenende im Jugenddorf Hoher Meißner hat allen sehr gut gefallen – und uns sicherlich ein Stück näher „zusammengebracht“ – eine Wiederholung ist auf jeden Fall geplant, wo und in welcher Form wird sich noch zeigen, vielleicht ja sogar wieder hier im Jugenddorf ? Es war wirklich sehr schön hier ! Der Aufenthalt war sehr erholsam,  im Kupferbach-Restaurant nebenan gab es leckeres Frühstück, unübertroffen gutes Essen (Wild aus der Region !), ganz zu schweigen von netter Bewirtung . Und als wäre das nicht fast schon Grund genug wiederzukommen, so bietet  der Naturpark Hohe Meißner  noch so viele Sehenswürdigkeiten und Wanderwege, dass wir sehr gerne wiederkommen !

Vielen Dank für dieses tolle Wochenende, die perfekte Organisation und die herzliche Gastfreundschaft von R. u. M. – es war schön mit Euch !

Es grüßt herzlich, Birthe 🙂

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7 Kommentare zu “[Kurzurlaub] Familientreffen im Jugenddorf Hoher Meißner 30.9.-3.10.2017

  1. Ui, das müssen ja wunderschöne Tage gewesen sein. Und so viel Glück mit dem Wetter. Ich werde den link an meinen Mann weiterleiten. Seine Freunde und er suchen immer mal solche Touren. LG Birgitt

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  2. Ihr Lieben, das nächste Mal sind wir auch dabei. Leider fiel das Familienwochenende genau in unseren Urlaub. Der Bericht über euren Kurzurlaub liest sich super und die Fotos sind toll geworden. Wir freuen uns schon auf das nächste Treffen. 😉
    💖liche Grüße an alle
    Moni 😙

    Gefällt 1 Person

  3. Hey Tantchen, unseren Ausflug hast Du ganz toll zusammengefasst. Schade, dass die Jungs und ich schon früher weg mussten. Vielen Dank auch von mir an meine liebe Familie für einen wunderschönen Kurzurlaub! Einen besonderen Dank auch an A. und W., die alles organisiert haben und an R. und M. für die Gastfreundschaft! 😘

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