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[Heilpflanzengarten] Entstehung, Entwicklung 2015 – 2017

Immer, wenn ich unsere Kartoffelrosen betrachte, die den Heilpflanzengarten eingrenzen, staune ich über deren rasante Entwicklung. Dabei muss ich mir bewusst machen, dass sie innerhalb nur eines Jahres sooo schnell gewachsen sind, es ist schier unglaublich. Da die Zeit so schnell vergeht, möchte ich hier einmal die Entstehung und die Entwicklung unseres Heilpflanzengartens festhalten. Wollt Ihr mich begleiten auf dieser „Reise“? Nur zu:

  1. Die Idee – Frühjahr 2015 : Die Wiese hinter bzw. vor dem Haus wurde von uns nicht genutzt, sondern nur gemäht. Es gibt keinen wirklichen Zugang, das Gelände ist „abseits“. Nun gut, was kann man denn nun Sinnvolles mit diesem Stück Wiese anfangen….?

Heilpflanzenwiese „Vorher“ – Herbst 2015

Wie man erkennen kann, ist es hier einfach nur grün. Im Vordergrund ist der Hang zur Straße hin, in dem jährlich die Sonnenrosen ihren Platz finden, sowie – weiter links – Lavendel, Rosen, Buchsbaum, usw…. Aber diese Wiese…

Nun gut, ich interessiere mich sehr für Heilpflanzen, sammle aber ungerne in der Nähe gespritzter Felder, an Straßen usw. Am liebsten wäre es mir, alles aus „eigener Hand“ sammeln zu können, denn dann weiß ich, woher es kommt… Also könnte man doch diese Wiese ein wenig umgestalten….?

2. Im Herbst bzw. im Oktober  2015 war es soweit: Herr B. und der Junior „ackerten“ die Wiese um, die Grasnarben wurden grob entfernt, gehackt, eine Heidenarbeit !

Übrigens: Der Hulahopp-Reifen markiert bereits den geplanten Platz für ein Bäumchen o.ä. (der Reifen gehört zu meinem festen „Gartenwerkzeug“ ;-).

3. Über den Winter ruhte die Erde – das Unkraut hingegen wuchs eifrig, im Frühjahr bzw. im April 2016 sah es dann erst einmal so aus:

Unkraut überall…! Also : nix wie ran an die Hacken und das Unkraut entfernen. Dann kam Herr B. mit Humus von der Deponie – noch warm ;-). Dieser wurde dann verteilt – erste Pflanzen konnten einziehen, z.B. die wilde Malve, Stockrosen, Beinwell, usw. Die Kartoffelrosen habe ich selbst aus Ablegern gezogen, sieht noch etwas kahl aus, aber es wächst ja alles recht schnell… Und mein Ziel ist nicht, diesen Garten schnell „voll“ zu bekommen, sondern ihn nach und nach sinnvoll zu füllen… ;-).

4. Um das Rasenmähen zu erleichtern und für ein „ordentliches“ Bild zu sorgen, setzte der schier unermüdliche Herr B. im August noch Randsteine… :

Heilpflanzengarten anlegen, Randsteine bzw. Rasenkantensteine setzen, August 2016

5. Nun fehlte noch irgendwie ein Zugang – von der Terrasse zum Beispiel. Damit man den Heilpflanzengarten auch „erreichen“ kann, nicht nur von außen, d.h. von der Straße aus… Herr B. baute also eine Treppe:

Erst die Erde ausheben, dann aus vorhandenen Brettern und Eisenpfosten die Stufen befestigen…

5. Nach der Treppe dauerte es nicht lange, bis Herr  B. aus den Resten des Staketenzauens vom Bauerngarten ein Tor baute, das die Terrasse „stilvoll“ über die neue Treppe mit dem neuen Heilpflanzengarten verbindete (Mitte August 2016):

Die bereits vorhandene Lorbeerhecke bietet sich nun geradezu an, einen Bogen über dem Törchen wachsen zu lassen… Wir arbeiten darauf hin… ;-).

An den ersten Blüten im Juli und August 2016 erfreuten wir uns bereits:

***

Auf dem folgenden Foto kann man annähernd sehen, wie sehr die Kartoffelrosen im August 2016 bereits in den wenigen Monaten seit April 2016 gewachsen sind. Sie blühten bereits und sahen den Stecklingen vom April kaum noch ähnlich:

Im Winter 2016/2017 ruhte das Projekt mehr oder weniger, ich konnte in Ruhe überlegen und planen, weldche Pflanzen nach und nach noch einziehen sollten…

In 2017 nun gab es einige neue Pflänzchen, einige „alte“ Pflanzen wie Stockrosen, Sonnenhut, Beinwell, Schafgarbe usw. wuchsen eifrig, und natürlich die Kartoffelrosen – der „Renner“ schlechthin:

Im Mai 2017 begannen die Kartoffelrosen bereits zu blühen:

Gleichzeitig legten sie enorm an Wachstum zu. Ich konnte es selbst kaum glauben, dass sie erst ein Jahr alt sind und selbst gezogen…! Im Juli blühen sie immer noch, haben aber natürlich auch schon jede Menge Hagebutten angesetzt, die ich trocknen werde, für Marmelade usw. nutzen werde…

Und auf jeden Fall MUSS ich diese wuchsfreudigen Rosen unbedingt stutzen !:

6. Fehlte vielleicht noch etwas…? Pflanzenschilder zum Beispiel… Schieferplatten-Abfälle hatte ich bereits bei einer Wanderung  mitgebracht. Also versah ich im Juli 2017 die einzelnen Pflanzen mit Namensschildern

7. Vor einigen Wochen hatte ich dann noch eine Idee: Wäre es nicht schön, wenn man den Garten auch zur „Straße“ hin (Sackgasse, nur zwei Häuser) noch etwas abgrenzen könnte, zumindest optisch…? Ein Törchen vielleicht, am besten sogar ein Rosenbogen, der sich wunderbar harmonisch zwischen die Kartoffelrosen einfügen würde…? Naja, ich gebe zu, die hier herrschenden Winde würden einen solchen Rosenbogen wohl innerhalb eines Winters darniederstrecken. Aber wenigstens ein Törchen...? Am besten in der Art wie das andere Tor, damit es eine Einheit bildet…? Herr B., ein Mann der Tat, ließ sich überzeugen und „bastelte“ aus den letzten Resten des Staketenzaunes aus dem Bauerngarten also noch ein Tor, zwei Pfosten gab es auch noch in der Hütte, und so konnten wir diese Woche, also im Juli 2017, sogar noch ein Tor einbauen. Nun werden die Kartoffelrosen hurtig das Tor einrahmen und somit bildet der Heilpflanzengarten eine harmonische Einheit, oder was findet Ihr?

So, nun ist das „Projekt Heilpflanzengarten“ erst einmal abgeschlossen.

Wenn ich die Bilder so betrachte und im neuen Garten stehe, fällt es mir schwer vorzustellen, dass hier wirklich einmal NUR Wiese wuchs… Ein hartes Stück Arbeit – DANKE Herr B., dass Du dieses Projekt möglich gemacht hast !! :-))).

Es werden nun also weiterhin nach und nach neue (Heil-)Pflanzen einziehen. Das „Gerüst“ steht und der Garten kann wachsen und gedeihen. Zum Beispiel wird früher oder später auch der Kirschlorbeer-Bogen über dem oberen Tor zuwachsen…

Herzliche Grüße aus dem Garten, Birthe 🙂

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8 Kommentare zu “[Heilpflanzengarten] Entstehung, Entwicklung 2015 – 2017

  1. Gefällt mir sehr gut, nur…braucht man denn Humus für die Heilpflanzen? Kräuter wachsen ja manchmal lieber auf sehr magerem Boden. Wie funktioniert das bei dir? Vielleicht würden die Kartoffelrosen etwas weniger wuchern, wenn der Boden nicht so ‚gut‘ wäre. LG Sigrun

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    • Liebe Sigrun, nein, den Humus „benötigt“ man sicherlich nicht. Wir haben jedoch sehr festen Lehmboden, in dem kaum etwas wachsen würde und so verbessern wir die Bodenqualität gerne zwischendurch mal mit etwas lockerem Humus.
      Ja, die Kartoffelrosen würden wohl etwas langsamer wachsen, wenn sie keinen guten Humus hätten ;-).
      LG Birthe 😉

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  2. Liebe Birthe,
    so ein Heilpflanzengarten, das wäre genau das Richtige für mich! Der Deinige gefällt mir sehr gut!!! Und diese Abgrenzung mit den 2 Törchen finde ich so wunderbar.
    Mein Garten ist leider viel zu klein, um so etwas zu verwirklichen. Und so müssen meine Heilpflanzen mit den Plätzchen vorliebnehmen, die ich ihnen überall dazwischen bieten kann.
    Alles Liebe
    Heidi

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Heidi, Danke ! Den Heilpflanzengarten haben wir aus einer Wiese „herausgearbeitet“, die von uns ohnehin nicht genutzt wurde. In Deinen Nischen fühlen sie sich sicherlich auch wohl und zum Glück kann man viele dieser Pflanzen auch in der Natur finden. Viel Spaß und herzliche Grüße, Birthe 🙂

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