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[Garten aktuell] Rundgang im Juni… (Bauerngarten)

Irgendwie bin ich in diesem Jahr etwas „hinterher“, nicht nur im Garten, sondern auch mit meinen Berichten hier im Blog…

Vorgenommen hatten wir uns für dieses Jahr, im Garten bzw. in den Gärten etwas kürzer zu treten, um am Wochenende mehr Zeit für kleine Ausflüge , Wandertoure o.ä. zu haben…Das hat ansatzweise auch funktioniert, ich „experimentiere“ z.Zt. immerhin nicht mehr ganz so viel, ich baue nicht mehr so viele unterschiedliche Sorten an, sondern beschränke mich auf weniger Sorten, die ich dann später auch leichter wieder zuordnen und vermehren kann… Zum Beispiel hatte ich im vergangenen Jahr drei Sorten Porree angebaut – mit dem Ergebnis, dass der Regen gleich zu Beginn der Aussaat die Sorten vermischte und ich bei der Ernte nicht mehr genau sagen konnte, welche Sorte ich nun gerade tatsächlich erntete. Weniger ist eben manchmal mehr… ;-).

Doch genug, nun einmal „quer durch den Garten“ – Wir fangen heute mit dem Bauerngarten an, sonst wird es zu viel und zu unübersichtlich. Seid Ihr bereit? :

Wir müssen näher herangehen:

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  1. Im Bauerngarten ist die Erdbeerernte gerade in vollem Gang: „Kurz, aber reichlich “ könnte das Motto heißen…: Ich habe innerhalb von 3 Tagen nun ca. 8 kg Erdbeeren geerntet – große, dicke, schöne – die Pflanzen sind nun zwei Jahre alt und tragen reichlich ! Davon habe ich natürlich Marmelade gekocht (12 Gläser), außerdem haben wir Erdbeer-Eisbecher gegessen, es gab Erdbeer-Milchshakes, und natürlich wurden sie auch „einfach so“ genascht ;-). Lecker ! Die Ernteperiode scheint jedoch nach diesen drei Tagen auch schon so gut wie vorbei zu sein. Trotz Gießen. Es werden wohl noch einige Erdbeeren nachreifen, aber da kaum noch grüne Früchte an den Stauden hängen, werde diese wohl einfach noch zum Naschen sein, und wenn es doch noch etwas mehr ergibt, mache ich gerne noch Erdbeersauce.   -Natürlich konnte ich nur dank eines Vogelnetzes überhaupt etwas einfahren, was die Mäuse jedoch nicht hinderte, sich weiterhin eifrig an den süßen Beeren sattzuessen. Übrigens: Das Foto ist „schon“ 3 Tage alt, vom 19.6., innerhalb der letzten drei mega-heißen Tage sind die Erdbeeren geradezu explodiert !
  2. Die Gurken ranken sich inzwischen emsig das Rankgerüst empor – doch es sind gekauft Pflanzen… Dies war nicht mein ursprünglicher Plan – und es lag auch nicht daran, dass ich nicht gesät hätte… Aber es war wohl zu früh, zu kalt, zu dunkel, zu trocken – ich weiß es nicht. Die erste Aussaat am 21. April von mehreren Gurkensorten ging überhaupt erst gar nicht auf …?! Am 9. Mai habe ich dann nachgesät, doch auch diese kamen spärlich, um dann irgendwann, als sie in Töpfen ins Gewächshaus wanderten, das Wachstum endgültig einzustellen (wahrsch. zu kalt und die Samen zu alt). Also kaufte ich zwischendurch einige Hybriden, die nun wachsen. Zwischendurch kaufte ich dann schnell noch neue Samen  („Jazzer F1, vorne im Bild), säte sie – und siehe da: sie kamen zügig und sitzen inzwischen auch im Beet, wo sie langsam, aber sicher, auch wachsen und gedeihen 🙂

Natürlich mögen auch Mäuse Gurken… Zum Glück ranken die Gurken hoch und sind somit bald unerreichbar – Ätsch !

3 .Im Frühbeetrahmen des Nutzgartens wächst und schießt inzwischen der Pflücksalat, den ich im zeitigen Frühjahr gekauft hatte. Wir haben reichlich davon geerntet, die Hitze setzt ihm jedoch nun zu sehr zu. Gleiches gilt für den Pflücksalat „Rehzunge“, den ich jedoch selbst gesät hatte und dann später die Jungpflanzen ausgesetzt hatte. Dieser Salat schmeckt würzig und ist eine „dankbare“ und leckere „alte Sorte“, die ich sicherlich noch öfter säen und anbauen werde.

Ansonsten habe ich meinen Lieblings-Pflücksalat „Amerikanischer Brauner“ direkt ins Beet gesät „S“ wie Salat, immerhin er wächst und schmeckt offensichtlich weder Maus noch Vogel – Ätsch ! (Das „S“ hat aber trotzdem einige Lücken ;-))

4. Buschbohnen: Um es kurz zu machen – eher bescheiden bis frustrierend – Dank Mäusen und Amseln !

Ich weiß inzwischen nicht mehr genau, wieviele Bohnen  („Pfälzer Juni“) ich „versenkt“ habe – auf jeden Fall haben sich Mäuse und Co. tierisch über dieses frische Futter gefreut. Kaum erblicken die Bohnen das Licht dieser Welt, werden sie als Leckerbissen aufgepickt und für mich bleibt nur noch der Stummel übrig – Dankeschön auch ;-(. Haben die Pflanzen sich beeilt und bereits eine etwas stattlichere Größe erreicht, schmecken sie scheinbar nichdt mehr ganz so gut und sie wachsen – lückenhaft und mit Fraßschäden, aber sie wachsen. Ich gebe nicht auf, verliere aber langsam schon die Lust, ich will schließlich keine Mäuse züchten, sondern Bohnen anbauen…

5. Brokkoli, Blumenkohl und Co. hatte ich ebenfalls mehrfach selbst gesät – in kleinen Anzuchttöpfchen. Passte ich nicht richtig auf, fraßen die Mäuse – und/oder Amseln die jungen Setzlinge ab. Setzte ich die schließlich doch etwas größer gewordenen Pflanzen ins Beet – dreimal dürft Ihr raten… RICHTIG ! Ab! Einfach ab. Es war sogar einmal so, dass ich die Pflanzschalen auf das Wasserfass stellte und quasi während des Tages zuschauen konnte, wie sie sich verminderten – einfach unglaublich ! Also : Dieses Jahr keinen Brokkoli, Blumenkohl oder sonstigen Kohl hier im Hausgarten – da nützt auch kein Netz und kein gar nix. Ich habe einige Kohlpflänzchen gekauft und im Garten NE ausgesetzt, wo sie munter wachsen – Dankeschön auch !

6. Radieschen wachsen immerhin, sie werden zwar auch hin und wieder angeknabbert, aber sie schmecken eben nicht ganz so gut. Radieschen sind dieses Jahr zart wie selten – Top ! Die ersten Radieschen hatte ich im Hochbeet, nun kann ich aus dem Bauerngarten ernten, wo sie sich zwischen den Ringelblumen sichtlich wohl fühlen:

7. Rucola/Rauke: Ohne Worte – -und ohne Bild (folgt, da im Garten HM) bzw. Ohne Ernte. Gesät im Mai, jedoch sooo durchlöchert, dass wir ihn nicht essen mögen. Dankeschön auch !

8. Eine Zucchinipflanze (gekauft, da eigene nicht angegangen!) wächst und hat nun erste Minifrüchte, die wir in den nächsten Tagen ernten können.

8. Ansonsten haben Lupinen, Rittersporn, Akelei usw. reichlich im Bauerngarten geblüht. Die Malve hatte sich offensichtlich aus den Blüten des vergangenen Jahres selbst ausgesät und vermehrt, die Blüte beginnt nun langsam. Auch der Sonnenhut hat sich vermehrt  :-). Und die Kletterrosen blühen bereits seit einer Weile und beranken langsam, aber sicher den Rosenbogen mit ihren schönen Blüten.

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Alles in allem also eher durchwachsen – da nützt der beste Pferdemist nix, wenn Mäuse und Vögel bzw. Amseln einem das (Garten-)Leben schwer machen. Wenn wir auf der Terrasse sitzen, laufen die Mäuschchen oft frech vorbei – als wollten sie sich für das leckere Fressen bedanken … Süß sind sie ja, aber bitte nicht in MEINEM Garten !!!

Wie sieht es eigentlich bei Euch aus ? „Züchtet“ Ihr auch Mäuse und Vögel, oder eher Schnecken (wobei es dank der Hitze ja eher weniger Schnecken gibt).

Bis bald, in Kräutergarten, Hochbeet und Co… ! Habt IhrHerzliche Gartengrüße, Birthe 🙂

 

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13 Kommentare zu “[Garten aktuell] Rundgang im Juni… (Bauerngarten)

  1. Ja, das mit den Mäusen und Schädlingen ist ein großes Problem. Vor allen Dingen, weil man ja auch nicht mit chemischen Mitteln arbeiten möchte, sondern die nur vertreiben will.

    Ich habe mal gehört, dass bestimmte Pflanzen dazwischen helfen sollen. Wie z.B. Knoblauch oder Lavendel etc. Je nach Schädlingsart hat jede der intensiv duftenden Pflanzen und deren Bestandteile eine abschreckende Wirkung.

    Ich wünsche auf jeden Fall viel Erfolg und gute Ernten.

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    • Ja, die Mischkultur ist eine gute Sache und hilft ja auch bei Läusen usw. Bei meinen Mäusen habe ich da leider noch nicht wirklich eine Abschreckung feststellen können. Aber ich werde noch einmal verstärkt darauf setzen – danke für den Tipp ! :-).
      Dieses Jahr gibt es halt bei uns keinen Kohl, es gibt ja zum Glück noch genügend andere Gemüsesorten ;-). Liebe Grüße, Birthe 🙂

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  2. Das Problem mit den Mäusen ist tatsächlich sehr lästig. Irgendwo habe ich gelesen, man sollte bestimmte Pflanzen dazwischen pflanzen, dass hält Mäuse ab, wie z.B. Salbei oder Knoblauch etc. Irgendwas, was eben stark riecht. Das soll angeblich auch die Schädlinge abhalten.

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  3. Von wegen keine Schnecken. Saßen bei der Hitze in den dunklen Ecken und warteten ganz hinterlistig. Kaum gab es den ersten kräftigen Sommerregen, waren sie da. Unersättlich, verfressen und gierig machten sie den Salat nieder.
    Aber der Sommer ist noch lang.
    Auch von uns viel Erfolg beim Gärtnern.
    Katy und Effi

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  4. Du brauchst ein paar Katzen! Kannst Du Dir da nicht aus der Nachbarschaft mal was herfüttern? 😉 Dein Bauerngarten sieht trotz aller Frassschäden sehr schön aus, aber ich verstehe Deinen Frust. Mäuse können echt eine Plage sein. Bei meinen Nachbarinnen bedienen sich die Spatzen immer wieder gern am Salat. Ich habe keinen im Garten, drum gehts bei mir nicht. Bei mir wachsen momentan nur die Erbsen richtig gut. So hoch waren die noch nie! Ansonsten ist alles ziemlich zäh, aber das liegt mehr an Hitze und Trockenheit als an den Viechern, glaube ich.

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    • Ja, eine Katze wäre nicht schlecht. Wir haben in der Nachbarschaft sogar zwei Katzen, aber unsere MÄuse interessieren sie leider nicht… Meine Erbsen haben da auch keine Chance, stehen eher mickrig da, kein Wunder… Und die Hitze macht den Pflanzen natürlich auch zu schaffen. Aber was soll’s, wir sind ja zum Glück nicht auf die Ernte angewiesen, auch wenn es teilweise etwas frustrierend ist 😉
      Liebe Grüße und eine reiche Erbsenernte wünsche ich Dir, Birthe 🙂

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      • Ach, wirklich reich ist die Erbsenernte auch nicht. 😉 Nächstes Jahr kommt mir wieder die Kleine Rheinländerin ins Beet, die steckt wenigstens was weg, was Wetterkapriolen angeht. Tja, wenn Katze nicht zieht, dann ein Hund. Habe einschlägige Erfahrungen mit Kleinem Münsterländer – sehr guter Maushund. 😉

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  5. Also ich betreibe scheinbar eine Schneckenzucht – wenn auch ungewollt. Ich hatte dieses Jahr auch starke Probleme, Pflänzchen groß zu bekommen. Tomaten habe ich nur, weil milde Spender mir welche geschenkt haben. Ich kann also deinen Frust nachvollziehen und wünsche dir viel Erfolg weiterhin in deinem Garten. Ach übrigens: Gegen Mäuse sollen Katzen ganz nützlich sein! 😉

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    • Die Katzen aus der Nachbarschaft interessieren sich leider nicht für unsere Mäuse, die haben sicherlich eigene ;-). Wenn man eine Schneckenplage hat, ist das allerdings genauso übel, dabei ist das diesjährige trockene Wetter eigentlich eher schlecht für sie, solange man morgens (nicht abends!) gießt.
      Viel Erfolg für Deine Tomaten und liebe Grüße, Birthe 🙂

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  6. Bei mir machen eher die Schnecken den Ärger, aber die Amseln sind auch ganz schön frech, wobei die sich eher mit der Erde aus meinem Moorbeet für den Nestbau bedienen und dabei meine fleischfressenden Pflanzen einfach rausreißen. Sonst kommt Frau Amsel ja nicht an die gute Moorerde 😉
    LG von der Silberdistel, die Euch trotz der frechen Gartenbewohner noch die eine oder andere schöne Ernte wünscht

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    • Jaja, gerade die Amseln sind besonders frech – und lassen sich auch kaum stören ;-).
      Schnecken gibt es heuer hier nicht so viele, viel zu trocken. Jeder Garten hat wohl „seine“ Schädlinge so bleibt’s immerhin spannend… LG und ebenfalls eine reiche Ernte wünscht Birthe 🙂

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