Im Garten

[Reise] La Gomera – März 2017 – Teil II

La Gomera ist eine wunderbare, sehr gegensätzliche Insel, auf die wir im März ein paar Tage Wanderurlaub verbrachten. Heute in Teil II geht es umm Tag 4-7…

Tag 4 – Valle Gran Ray – Wasserfall El Guro

Heute fuhren wir wieder gen Süden, genauer gesagt in den Südwesten der Insel, Richtung „Valle Gran Rey“, dem „Tal des großen Königs“. Laut Reiseführer gehört es zu den schönsten Landschaften der kanarischen Inseln. Und tatsächlich hat auch uns dieses terrassierte, palmenbewachsene Tal bezaubert ! Auf dem Weg dorthin gelangt man an zwei Aussichtspunkte, von denen aus man das gesamte Tal überblicken kann – überwältigend !

Leider hatte das Restaurant am Aussichtspunkt (Mirador César Manrique) geschlossen, zu gerne hätten wir hier einen Kaffee mit bester Aussicht genossen, aber so fuhren wir weiter und parkten auf dem Weg ins Tal im Ort La Calera, flanierten dort ein wenig durch die engen Gassen, um dann weiterzufahren. In El Guro parkten wir an der Straße und begaben uns auf den Weg zum Wasserfall in der Schlucht von Arure. Der Weg führt durch die Schlucht, meist entlang des Barranco de Arure, einschließlich zwei Klettereinlagen mit Seil, bis man schließlich den Wasserfall erreicht. Sehr schön ! Diese Tour gehört eindeutig zu den schönsten unserer Wanderrouten auf La Gomera – der Weg war das Ziel, wobei der Wasserfall – ehrlich gesagt – weniger beeindruckend war als der Weg selbst (90 Min. hin, ca. 60 Minuten Rückweg).  Auf dem Rückweg gönnten wir uns ein kühles Getränk aus der „Bar de Barranco“, gekühlt im Bachwasser, herrlich :-).

Auf „komoot“ habe ich diese Tour zum Wasserfall El Guro aufgezeichnet: HIER

Weiter ging es per Auto nach La Playa, wo wir direkt am Strand in einem der vielen Restaurants (meist Pizzerien), aßen und das Treiben am Strand beobachteten. Entlang der Avenida de Maritime ging es nach La Puntilla (Statue), ein Spaziergang, ein Kaffee,  dann weiter nach Vueltas, wo es einen kleinen, belebten Strand direkt vor den Felsen gab, sowie den Hafen. Auch hier mussten wir natürlich noch etwas flanieren, etwas trinken.

…und zurück zum Hotel, wo wir auf dem Rückweg in den Norden wieder durch den nebligen Wald kamen. Welch ein Gegensatz -immer wieder bezaubernd und beeindruckend : eben noch gesonnt, und nun durch die Wolken, windig, kühl, trüb, bis es „unter den Wolken“ wieder etwas heller wird…

Tag 5 – San Sebastian, El Cedro

Auch wenn wir mit der Fähre bereits in San Sebastian angekommen sind, haben wir ja nicht wirklich etwas davon kennengelernt. Es war ja bereits dunkel und wir fuhren mit dem Leihwagen direkt in unser Hotel. Heute also wollten wir uns San Sebastian etwas genauer ansehen. Also holten wir dies heute nach, spazierten durch den Park, über den Platz American, flanierten durch die „Einkaufsstraßen“, legten uns eine Stunde an den Strand…

Schließlich fuhren wir Richtung El Cedro, wo wir eigentlich zur Kapelle bzw. zum Wasserfall wandern wollten. Leider fanden wir den „Eingang“ laut meinemWanderführer nicht, dafür aber einen anderen Parkplatz mit Hinweis zum Wasserfall und so gingen wir diesen Weg – der Weg war sehr schön, sehr steil, durch Wald, und auch wenn wir letztendlich weder Wasserfall noch Kapelle sahen, so war die Tour selbst wirklich TOLL und das Essen im Restaurant „La Vista“ am Campingplatz: sehr lecker ! Schade, dass wir uns nicht durch den Tunnel wagten, so hätten wir das „Bergkraxeln“ abkürzen können, statt über den Berg hätten wir DURCH den Berg laufen können (ca. 500 m). Aber wir hatten keine Taschenlampe und das Wasser schreckte uns dann doch ab. War auch nicht schlimm, der Weg war wirklich sehr schön :-).

Nebelwald, Urwald, die Bäume mit Moos behangen…:

Auch diese Tour habe ich auf komoot aufgezeichnet : HIER

Tag 6 – Agulo – La Rosas (Skywalk)

Ziel des heutigen Tages war der Skywalk in La Rosas.Wir fuhren zunächst nach Agulo (Richtung Norden Richtung Vallehermoso)- laut Reiseführer der schönste Ort der Insel… Und in der Tat hat auch uns dieser Ort bezaubert – es gibt eigentlich drei Ortsteile, doch der „alte Teil“ mit Blick auf die alte Bananenladestation, die engen Gassen, oft mit Blick aufs Meer, die feinen, alten Häuser sind wirklich beeindruckend :-). Und alles sieht sehr ordentlich aus, wird außerdem gerade auf „Hochglanz“ gebracht, denn ein Fest steht an… Hier gefiel es uns so gut, dass wir einen Tag später nochmals hierherkamen, um nochmals hier zu flanieren und zu essen.

Von Agulo aus ging es weiter nach La Rosas (oberhalb von Agulo), zum Besucherzentrum im Nationalpark La Garajonay.

Hier parkten wir, schauten uns den schön angelegten Garten, das Besucherzentrum, das Museum an, um uns dann zum Aussichspunkt „Mirador de Abrante“, dem Skywalk zu begeben. Irgendwie haben wir wohl den Fußweg verpasst und so gingen wir entlang der Straße, was aber nicht wirklich schlimm war, es begegneten bzw. überholten uns ca. zwei Autos während unseres 2 km-Marsches zum Aussichtspunkt. Dafür kamen wir aber auch durch einen wunderschönen Kiefernwald, hatten wunderschöne Ausblicke und wunderten uns, wie die Menschen „dort oben“ hingekommen sind. Auf dem Rückweg wussten wir es, denn dies war der offizielle Fußweg, den auch wir auf dem Rückweg liefen. Zurück zum Aussichtspunkt. Von dort hat man wirklich einen sensationellen Ausblick auf Agulo und das Meer – fantastisch! Und der „Skywalk“, der erst ein paar Jahre alt ist und einen Glasboden hat, flößt sogar mir Respekt ein, denn immerhin befindet sich darunter ein tiefer Abgrund…

Nachdem wir uns im Restaurant den obiglatorischen Cappuchino gekauft hatten und diesen draußen auf der Aussichtsterrasse genossen hatten, gingen wir zurück zum Auto – dieses Mal nicht entlang der Straße, sondern den Fußweg, der uns entlang des Bergkamms führte, durch rote, trockene Erde, Kakteen, Lorbeerbäume… Wunderschön – und wir bereuen es keineswegs, den Aussichtspunkt per Rundweg erkundet zu haben, denn so haben wir beide Seiten kennengelernt – sehr empfehlenswert !

Auf komoot habe ich diese Rundtour – vom Besucherzentrum La Rosas zum Aussichtpunkt Abrante – aufgezeichnet:  HIER .

Zurück am Auto, fuhren wir weiter nach Vallehermoso, parkten, schauten uns den Ort genauer an und aßen schließlich ausnahmsweise ein völlig landes-untypisches Gericht,  einen „Super-Burger“ in einem Burger-Restaurant am Hauptplatz – an dem wir übrigens vergeblich die „weißen Bänke und den Brunnen“ aus dem Reiseführer suchten ;-).

Danach fuhren wir weiter nach El Cercado, wo ich unbedingt „Maria“ und ihre originalen Töpferwaren aus La Gomera kennenlernen – und kaufen – wollte. Es gibt hier drei Geschäfte quasi nebeneinander an der Hauptstraße, in einem davon befindet sich eine Art Museum,in dem man die Herstellung sehen kann (manchmal sogar live!), den original Gomera-Ton, die Werkzeuge, usw. , und in den beiden anderen GEschäften kann man also dann diese Handarbeiten käuflich erwerben (OHNE Töpferscheibe hergestellt!). Schade, dass ich nur eine Obstschale gekauft habe, sie sieht sooo stylisch und schön aus, am liebsten würde ich nochmal hinfahren, um noch weitere Töpferteile zu kaufen ! ;-).

Nach diesem kurzen Zwischenstopp fuhren wir weiter zur nahen Kapelle auf dem Berg bei Chupe (Mirador de Igualero), an der es ein Denkmal für die berühmten „Gomerischen Pfeiffer“ gibt. Immerhin haben sich die Ur-Gomerer früher per Pfeifensprache über die Berge hinweg verständigt. Kein Wunder, wir stellten uns vor, von diesem erhabenen Punkt aus zu pfeifen, das hört man schon über einige Täler hinweg…

Zum Glück hatten wir schönes Wetter und genossen die -etwas windige- Aussicht, z.B. auf den nahen Tafelberg La Fortaleza:

Doch nun war es bereits fast Abend und wir kehrten nach Hermigua zurück, wo wir im „Al Faro“ guten Fisch aßen.

Tag 7: Freitag, 17.3. – Hermigua, Chipude – Argaga-Schlucht.

Heute war es sehr windig und frisch – und so  führte es uns in wieder Richtung Vallehermoso, um dann in Chipude zu parken. Von hier aus führt ein Wanderweg in die obere Argaga-Schlucht und nachde wir den „Einstieg“ in die Tour endlich gefunden hatten, ging es gemächlich, aber ständig bergab, über einen Pfad zunächst zur Matanza-Alm hinab.

Die Matanza-Alm war früher ein Siedlungsort für Ziegen- und Schafhirten, wie diverse Hausruinen und Höhlen belegen.  In dieser Senke und besonders auf einer kleinen Anhöhe hat man eine tolle Aussicht auf das benachbarte Tal des Vall gran Rey. Dann geht es weiter entlang einer alten Beton-Wasserrinne, bis wir schließlich die Kapelle Ermita Guadelupe erreichten.

Zum Glück , denn es fing gerade heftig an zu regnen – was innerhalb von wenigen Minuten ging, auf den Bildern schien noch die Sonne … und wir konnten uns im Windschatten der Kapelle einigermaßen schützen – und gleichzeitig den phänomenalen Ausblick auf gleich zwei Täler genießen: auf die Argaga-Schlucht und gleichzeitig auf das Valle Gran Rey ! Kurz darauf schien die Sonne wieder und wir gingen weiter auf dem schönen und kurzweiligen Rundweg zwischen alten, aufgelassenen Terrassen auf der Hochebene.

Als wir endlich wieder in Chipude ankamen, suchten wir das einzige Lokal vor Ort auf – am Dorfplatz – und trafen dort zwei liebgewonnene Bekannte aus unserem Hotel ! :-). Hier gab es nun eine deftige, hausgemachte Linsensuppe .

Auch diese Tour habe ich auf komoot aufgezeichnet, leider ist sie nicht komplett aufgezeichnet, aber das macht fast gar nichts ;-): HIER

Auf dem Heimweg über das inzwischen bekannte Wolkenfeld lasen wir noch ein junges Pärchen auf, die vom Bus mitten in den windigen, kalten Wolken „ausgesetzt“ wurden und die nun nach einer Mitfahrgelegenheit in „freundlichere“ Gefilde suchten. Wir nahmen sie mit nach Vallehermoso, von wo sie mit einem Bus weiterkamen und fuhren selbst noch einmal ein Stück zurück zu den Quellen von Epina („Chorros de Epina“), dies war fast schon ein „Drive-In“ vom Parkplatz, nur ca. 200 mtr. trennen Parkplatz und Quellen voeinander. Dem Wasser werden wundersame Kräfte nachgesagt. Frauen, die liebesglück erlangen wollen, müssen aus jedem zweiten Quellrohr trinken, die Männer das Wasser aus jedem ungeraden Rohr ;-).Nachdem wir uns an den Quellen erfrischt hatten – natürlich an den entsprechenden Wasserquellen – , begaben wir uns auf den Heimweg nach Hermigua, hielten jedoch unterwegs im schönen Ort Agulo, wo wir ein bestimmtes Restaurant aufsuchten, um dort zu essen.

Tag 8 – Heimreise

Heute ging es nach dem Frühstück nach San Sebastian, wo wir das Mietauto abstellen, die Koffer in dem Bähnchen abgaben und dann noch ein wenig durch den Ort schlenderten – mit obligatorischem Cappucchino ;-).

Von der Fähre aus dann in Teneriffa mit dem Bus zum Flughafen – alles sehr reibungslos und gut organisiert, sodass wir spät abends wohlbehalten wieder zu Hause eintrafen ;-).

Ein wunderbarer, zauberhafterUrlaub, eine tolle Insel, zu der wir sicherlich einmal wiederkehren werden :-).

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