Fotos/Wanderungen

[Reise] La Gomera – Traumhafte Insel der Gegensätze

Acht Tage (Wander-) Urlaub auf der kanarischen Insel La Gomera – traumhaft ! Eine Insel mit zwei Klimazonen und dementsprechend vollkommen unterschiedlichen Landschaftsbildern.

Hier (m) ein kleiner Eindruck von Insel und unserem ersten Urlaub dort – wenn Ihr wollt, kommt doch einfach mit…

Tag 1: Die Anreise erfolgt per Flug über Teneriffa, von dort geht es zum Fährhafen Los Cristianos. Bei strahlendem Sonnenschein bugsierten wir schnell unser Gepäck in die bereitstehenden Gepäck-Anhänger der Fähre, um uns dann am Hafen noch ein wenig umzusehen, auch am Strand war reger Betrieb, viele (Sonnen-)Badende, und um schließlich in einem kleinen Restaurant noch eine Kleinigkeit zu essen. Mit der Schnell-Fähre der Reederei Fred Olsen (es gibt auch eine andere, günstigere Fähre, die etwas länger für die Überfahrt benötigt) gelangten wir in ca. 45 Minuten die Insel La Gomera, die bereits vom Schiff aus einen beeindruckenden ersten Anblick bietet – naja, so wirklich viel konnten wir gar nicht mehr erkennen, immerhin war es inzwischen dunkel geworden (unsere Fähre war die letzte des Tages (19 h) ). Das Mietauto wartete quasi schon auf uns und so gelangten wir innerhalb von ca. 45 Minuten und nach einigem Bergauf/Bergab über eine gut ausgebaute „Hauptstraße“ unser Hotel in Hermigua im Norden der Insel. Schade, dass wir auf dieser ersten aller Touren quasi nichts von der Insel sehen konnten, aber das können wir ja in den nächsten Tagen noch reichlich nachholen.

An dieser Stelle jedoch einige Eindrücke von unserem Hotel bzw. des Ortes Hermigua im Norden der Insel:

Tag 2: – Nationalpark Garajonay : Nach dem Frühstück fuhren wir mit Wandersachen und Rucksack los in den Nationalpark „Garajonay“, den wir heute ein wenig erkunden wollten. Hier ist es oft neblig, trüb, feuchtwarm. Das Bergmassiv des Garajonay ist hoch genug, um die herantreibenden Passatwolken aufzuhalten und ihnen die Feuchtigkeitkeit zu „entlocken“. Im Winter fallen die meisten Niederschläge, aaber auch im Frühjahr und Sommer sind viele Tage nebel- und wolkenverhangen, wie auch wir feststellen konnten. Dadurch ist hier im Norden der Insel alles saftig grün, es gibt Wälder, in denen Heidebäume,  Lorbeer- und Gagelbäume das Bild bestimmen. Ich war und bin ganz fasziniert von diesen riesigen Heidebäumen, immerhin kennt man Heide/Erika hier nur als mickrige kleine Büsche .  Das milde ozeanische Klima ist ideal für die Lorbeerwälder, die man hier im Nationalpark in großer Geschlossenheit immer noch vorfindet – kein Wunder also, dass der „Parque Nacional de Garajonay“ zum Weltkulturerbe ernannt wurde.

Es ist Frühling, das sieht man überall, auch hier auf La Gomera, überall ist es schön bunt, die Blumen, die Heide blüht, sogar Weihnachtssterne blühen teilweise noch, diese sind aber meist bereits zurückgeschnitten.

Unser Weg führte uns also quasi quer durch den Park, ich als Beifahrer konnte natürlich noch genauer schauen und schließlich parkten wir in Las Hayas auf einem großen Parkplatz vor einem Restaurant, wo wir einen schönen Wanderweg herausgesucht hatten, durch den Wald, vorbei einem wohl bekannten und guten Restaurant. Nun galt es, den „Einstieg“ zur Tour zu finden… also erst nochmal die Karte genau lesen … und siehe da… wir parkten genau vor besagtem Restaurant (Bar Montana bzw. Casa Efigenia)! Wir sind ja flexibel, also gingen wir die Tour eben andersherum, ist ja im Grunde egal… Es ging durch den schönen Lorbeerwald – zu Fuß erlebt man die – oftmals blühende – Natur ja direkt nochmal viel intensiver – zum „Jardin de la Cresces“, einem Picknickplatz mitten im Wald, umgeben von Gagelbäumen,  um über den Rundweg schließlich wieder zum Restaurant zurück- und dort einzukehren. Der Wald ist wunderschön und, wie gesagt – es blüht überall !

Nach einer Stärkung fuhren wir weiter durch den Nationalpark, der nicht umsonst zum Weltnaturerbe erklärt wurde, und  hielten dann am großen und sehr beliebten Picknickplatz „Laguna Grande“, von der aus einige Wandertouren abführen. Hier war reger Betrieb – vor allen Dingen die einheimischen Gomeros nutzen diesen Platz am Wochenende gerne für einen Ausflug, Picknick, grillen hier. Es gibt einen großen Spielplatz, ein Restaurant und der Platz lädt bei schönem Wetter wie heute wirklich zum Verweilen ein. Wir machten einen kleinen Spaziergang (1,5 km) zum Aussichtspunkt, genossen den Blick auf den Alto de Garajonay (1.487 m), dem höchsten Berg der Insel, und fuhren dann weiter zu einem nahen Parkplatz (El Contadero), von dem aus wir also nun den Gipfel „erklommen“ . Der Weg führte über einen landschaftlich sehr schönen Pfad  von ca. 1,4 km. Oben am „Gipfel“ erwartete uns ein runder Kultplatz, der angelegt wurde, um an die  „Guanchen“, die Ureinwohner La Gomeras zu erinnert. . Von hier aus nun hatten wir einen tollen Ausblick über die bergige Landschaft von La Gomera, die Nachbarinseln – dem schönen Wetter sei Dank – zwar nicht ganz ideal, aber fast … ;-).

Tag 3: Playa de Santiago – Heute fuhren wir in den Süden der Insel, wo es meist sonnig ist, wenig Niederschlag gibt und daher ist hier auch die Vegetation eine ganz andere als z.B. in der grünen Lunge der Insel, dem Nationalpark Garajonay. Es ging los in Richtung „Playa de Santiago“. Dies bedeutet, erst aus dem Tal Hermigua bergauf, durch den heute nebligen, etwas frischen bis kühlen und windigen Nationalpark, mit Heide-/Lorbeerwäldern, mit Flechten bewachsenen Bäumen, alles schön grün,bis man über eine Kuppe kommt und … die Sonne scheint! Blauer Himmel, warme Sonne, trockene Vegetation, mit Kakteen, Aloe Vera, noch mehr Palmen, usw… Dieser Kontrast kommt so „ruckartig“ und fast schon überraschend, das es einem fast den Atem verschlägt – man fährt in eine andere Welt. Nach einem Spaziergang an der Uferpromenade entlang gingen wir in ein Restaurant, das  tatsächlich in einer Felsenhöhle eingerichtet ist, essen. Naja, eigentlich bedauerten wir fast schon, dass das Wetter zu sonnig und warm war, um hineinzugehen, aber draußen war es ebenfalls sehr gemütlich, mit Blick auf’s Meer –  – und es gab sensationellen gegrillten Fisch, den mir allerdings jede Menge Fliegen streitig machen wollten. Dazu gab es, wie meistens hier als Beilage, kanarische Kartoffeln, die mit der Schale gekocht werden und anschließend scheinbar leicht in Salz gewendet werden – so lecker ! Danach noch etwas spazieren.… und wir verließen diesen schönen, sonnigen Ort, um nach Pastrana zu fahren, einer kleinen, von hohen Bergen umgebenen Ansiedlung, in der nur rund 100 Menschen leben. Die Straße dorthin (ca.3-4 km) ist zwar asphaltiert, aber sehr eng, wir waren froh, dass uns niemand entgegenkam. Ein wirklich sehr ursprünglicher Ort, in dem es neben einer kleinen Kapelle nur wenige Häuser gab, und so wandelten wir ein wenig umher, schauten uns die Häuser, Gärten und Palmen an.

Nun ging es  per Auto zum Flughafen von Playa de Santiago. Keine Angst, hier gibt es keinen Fluglärm, denn täglich gibt es nur ca. 2 Starts und Landungen von kleinen Flugzeugen z.b. aus Teneriffa. Das Flughafengebäude sieht  sehr nobel und äußerst gepflegt aus, dennoch flogen wir nun nicht davon, sondern fuhren mit dem Auto nach Alajero, einer Ortschaft, die ca. 12 km nordwestlich von Playa de Santiago liegt. Nach einem Rundgang durch den Ort fuhren wir weiter Richtung Agalan, wo wir auf einem Parkplatz am Straßenrand parkten und uns zu Fuß zum ältesten und schönsten Drachenbaum der Insel begaben. Es ging auf einem steinigen Pfad bergab, bis wir auf einem kleinen Plateau,  einer Aussichtsterrasse, standen… aber wir waren noch nicht da, sondern von hier hatten wir nun einen schönen Blick auf besagten „El Drago“, der unterhalb von uns in seiner ganzen Pracht auf uns wartetete. Also noch weiter bergab , bis wir vor dem zum Schutz eingezäunten Drachenbaum standen. Ein Prachtstück ! Schade, dass man sein Alter nicht bestimmen kann, denn Drachenbäume bilden keine Jahresringe, man schätzt sein Alter aber auf mindestens 400 Jahre. Danach ging es wieder – bergauf, dieses Mal kürzte ich allerdings ab, mein Ischias machte sich bemerkbar, und ab der Aussichtsterrasse gab es einen nahezu ebenen Weg,der mich zum Ort Agalan führte, von dort ging ich dann auf der „Straße“ weiter bis zur Straßenkreuzung, wo ich dann mit dem Auto abgeholt wurde – immerhin war Herr B. inzwischen auch wieder bergauf zum Auto gelangt und gelangte fast zeitgleich mit mir an besagter Kreuzung an :-).

Nun ging es wieder zurück Richtung Hermigua, Hunger hatten wir nicht wirklich, und so „skippten“ wir das Abendessen einfach, aßenn dafür aber dann Chips und Süßigkeiten, um genau zu sein ;-)). Zum Ausgehen waren wir zu faul und so beschlossen wir den Abend in netter Gesellschaft im Gesellschaftsraum ;-):

So, und damit dieser Beitrag nun nicht unendlich lang wird, machen wir jetzt erst eimal Pause, demnächst gibt es noch einen zweiten Teil…

Es grüßt herzlich, Birthe

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