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[Zwetschgenmus] Zwetschgenkraut nach Omas Art – Herd oder Backofen

Die Zwetschgenzeit ist nicht mehr fern und so möchte ich heute unser altbewährtes Rezept für

„Quetschekraut“,

auch Zwetschenkraut oder Zwetschgenmus bzw. Pflaumenmus genannt,

vorstellen. Wenig Zucker, viel Zwetschgen-Geschmack – einfach zubereitet – jedoch benötigt man etwas Zeit, in der man zumindest anwesend sein sollte, um den eingeschalteten Herd/Backofen nicht alleine zu lassen. Man kann es wahlweise in einem großen Topf auf dem Herd, oder in einem Bräter im Backofen kochen… So geht’s:

Zutaten:

4,5 kg Zwetschgen oder Pflaumen, entsteint

500 g Zucker braun

500 Zucker weiß

5 EL Zitronensaft

Einige Stunden ZEIT… (anwesend sein reicht ;-)).

Zubereitung im T O P F (H E R D):

Die entsteinten Zwetschgen in einen großen Topf geben, den Zucker darüber geben – NICHT umrühren ! Zugedeckt über Nacht bzw. ca. 12 Stunden stehen/ziehen lassen.
Den Herd auf niedrige Flamme stellen und die Zwetschgen bei geschlossenem Deckel 2 Stunden köcheln lassen – immer noch  NICHT RÜHREN !
Nach den 2 Stunden den Deckel abnehmen und nochmal 3 Stunden leise köcheln lassen – IMMER NOCH NICHT RÜHREN!!!
Nun den Herd auf mittlere bis hohe Stufe stellen und ohne Deckel ca. eine halbe Stunde stark kochen lassen – dabei STÄNDIG RÜHREN ! Die Rührzeit von einer halben Stunde kann variieren, je nachdem, wie reif/saftig die Zwetschgen sind. Durch das Rühren wird das Kraut schön musig, weitere Flüssigkeit verdampft. Wenn die gewünschte Konsistenz erreicht ist, ist das Kraut fertig und kann heiß in Twist-Off-Gläser abgefüllt werden.

Quetschekraut, Pflaumenmus, Zwetschgenmarmelade, Rezept


B A C K O F E N: Die entsteinten Zwetschgen mit dem Zucker in eine große Auflaufform oder einen großen Bräter geben, den Zucker darüber geben und zugedeckt über Nacht bzw. ca. 12 Stunden stehen/ziehen lassen.
Dann im Backofen bei Ober-/Unterhitze 180° langsam schmoren lassen (ohne Deckel). Umrühren ist nicht nötig, aber hin und wieder empfehlenswert, um alle Zwetschgen gleichmäßig weich zu kochen. Entweder einen Kochlöffel zwischen Backofen/Ofentür klemmen oder die Ofentür zwischendurch immer mal wieder öffnen, damit der Wasserdampf entweichen kann. Nach ca. 4-5 Stunden ist das Quetschekraut schön verkocht – mit einem Kochlöffel durch das Mus fahren – wenn der Löffeln eine Spur hinterlässt, ist es fertig. Wenn nicht, noch einige Zeit länger kochen lassen, die Flüssigkeit verdampft durch das längere Kochen und es wird immer fester – ist die gewünschte Konsistenz erreicht, aus dem Backofen nehmen.
Heiß in Twist-Off-Gläser füllen – hält sich in der Regel mind. 1 Jahr, aber auch 2 Jahre… wir haben aktuell sogar noch Zwetschenkraut von 2015 im Schrank, immer noch super lecker :-).

Hört sich aufwändig an, ist es aber nicht wirklich, schließlich köchelt alles von alleine. Am meisten Zeit benötigt man für das Entsteinen der Zwetschgen bzw. Pflaumen.

Schmeckt einfach göttlich als Brotaufstrich oder als „Sauce“-Beilage zu Wild oder anderen Gerichten.

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Sehr lecker – und funktioniert sicherlich auch ganz ohne Zucker … DAS werde ich in dieser Saison ausprobieren… ;-).

Herzliche Grüße, Birthe

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4 Kommentare zu “[Zwetschgenmus] Zwetschgenkraut nach Omas Art – Herd oder Backofen

  1. Liebe Birthe,

    Vielen Dank für das super Rezept! Wir haben gestern drei ganze Eimer Pflaumen bekommen und wissen gar nicht wohin damit! Dein Rezept werde ich nächste Woche gleich mal testen (vielleicht tu ich noch etwas Zimt mit ran, das schmeckt bestimmt auch klasse!)

    LG
    Evi

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Evi, Zimt – und evtl. sogar Nelken, schmecken auch gut im Zwetschenkraut, damit würzen wir es auch hin und wieder :-). Viel Spaß mit den Pflaumen – bei uns dauert es noch ein wenig bis zur Ernte, im Moment fallen gefühlt mehr vom Baum als zum Reifen dranbleiben, aber es sind genügend da, um etliche Portionen Mus zuzubereiten, Kuchen zu backen, usw… ;-). Herzliche Grüße, Birthe

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