Frühjahr/Garten Allgemein/Garten-Tagebuch/Garten-Tagebuch 2016/Gartenbeet/Juni/Unkrautbekämpfung

Mir graut – vor dem Unkraut…! Kampf gegen Vogelmiere, Ackerwinde, Distel, Greiskraut,

Das warme, feuchte bzw. nasse Wetter sorgt für eine wahre Explosion der Natur. Auch im Nutz-Garten (HM) wächst alles – am besten natürlich das Unkraut…(der hintere grüne Teil  -ein momentan unbepflanztes – UNKRAUT-Feld, dahinter Wiese).

Unkraut im Garten HM, Anfang Juni 2016-06-03 003 2016-06-03 010

Der Kohl, Kohlrabi, Sellerie und die Kamille wachsen natürlich auch, aber hätte ich zwischendurch nicht schon mal Unkraut gezupft – im Gegensatz zum Gartenteil im hinteren Bildteil) hätte das Gemüse wohl kaum eine Chance.

Zwar gibt es in diesem Nutzgarten glücklicherweise keinen Ackerschachtelhalm (im Gegensatz zu diversen anderen Gartenteilen), dafür bietet er aber ansonsten eine reiche Auswahl an allen möglichen Unkräutern : Vogelmiere, die gefürchtete Ackerwinde, die sich hier in den letzten Jahren rasant ausgebreitet hat, Greiskraut,  Disteln, Sauerklee und noch so einiges, von denen ich die Namen nicht kenne ;-).

Unkrautfeld Anfang Juni 2016-06-03 003 2016-06-03 002

 

Unkraut Übersicht 2016-06-03 003 2016-06-03 007

Während die Flachwurzler Greiskraut und Vogelmiere recht leicht zu entfernen sind, unterstützt vom nassen Boden, muss man der Ackerwinde richtig tief und mit vieeel Gefühl an die Gurgel bzw. den Wurzelhals gehen und vorsichtig ziehen, um möglichst viel von der Wurzel zu erreichen. Auch Disteln und Löwenzahn erfordern etwas „Tiefenarbeit“, mit oberflächlichem Hacken erreicht man hier nicht viel, die Wurzeln würden im Boden verbleiben. Sch…Arbeit, eh ich meine natürlich Fleißarbeit ;-). Also habe ich zuerst mehr oder weniger einzeln das Greiskraut herausgezogen – hach, wie einfach  ! :-). Dann die Ackerwinde herausgezogen, Fleißarbeit, aber immerhin mehr oder weniger  „erfolgreich“ und tief dank des nassen Bodens – wenn ich hier einfach gehackt hätte, hätte ich der Ackerwinde wohl eher bei der weiteren Verbreitung geholfen als sie zu vernichten.

Und erst nach diesen Vorarbeiten konnte ich den Boden gefahrlos umhacken –  erst aufhacken, dann antrocknen lassen – um später die Reste zu entfernen.

Dennoch bin ich zuversichtlich, dass ich im nächsten Jahr hier Sonnenhut, Kamille, Ringelblumen und evtl.  noch Porree und einiges an Gemüse anbauen kann.  Ewas Kamille blüht bereits, Sellerieknollen, Kohl und Buschbohnen habe ich auch gesetzt und der Porree wächst bereits eifrig…

Apropo  Porreebeet (alte Gewächshausumrandung) :  Am 11. Mai  hatte ich hier  Porree gesät, trotz des darauffolgenden Starkregens ist er wunderbar aufgegangen… Nun konnte ich quasi 3-4 Wochen – seit der Aussaat – hier kein Unkraut zupfen und nun, da die zarten Porreehalme „draußen „sind, wird  es hier eine wahre Geduldsarbeit, die Vogelmiere und sonstiges Unkraut herauszuzuzupfen, ohne die Halme zu beschädigen…

Porree Lauch, Garten HM, Anfang Juni, inmitten von Unkraut 2016-06-03 001 2016-06-03 003

Zarte Porreehalme zwischen Unkraut – oder umgekehrt …? ;-):

Porree Lauch, Unkraut, Garten HM, inmitten von Unkraut Anfang Juni 2016-06-03 001 2016-06-03 004

Tipps und Tricks zur Unkrautentfernung werden gerne entgegengenommen ;-).

So, ich habe fertig – das Beet sieht nun so aus – nun sieht man wenigstens den Absatz zur Wiese wieder ;-):

Garten HM Vogelnetz 10. Juni  2016-06-10 017

vieeel besser und wenn es noch ein wenig regenfeucht wird, werde ich noch schnell ein paar Reihen Zuckermais setzen – etwas spät zwar, aber ich hoffe, es ist für Mais noch nicht zu spät, oder was meint Ihr…?? Buschbohnen, Kohl und Co. habe ich mit einem Vogelschutznetz abgedeckt, nachdem ich etliche abgefressene Bohnenkeimlinge herausgezogen und durch  neue Bohnen ersetzt habe . Der Kohl war auch bereits durch Tauben angefressen … ;-(.

Ich wünsche Euch ein schönes und sonniges Wochenende – wir gehen wieder Wandern – und grüße herzlich, Birthe :-)…

 

Advertisements

12 Kommentare zu “Mir graut – vor dem Unkraut…! Kampf gegen Vogelmiere, Ackerwinde, Distel, Greiskraut,

  1. Diesen Kampf führe ich auch jedes Jahr. Im letzten Jahr habe ich danach in die Fugen Sand eingefegt. Auf diesem Stand, dass er es verhindern würde, dass neues Unkraut in den Fugen wächst. Im letzten Jahr war es auch ganz gut. Hier und da mal ein kleines Büschelchen Gras. Aber in diesem Jahr…der Wind hat inzwischen alle Samen wieder in die Fugen geweht und die scheinen sich dort so wohl zu fühlen und wachsen einfach drauf los. Auch Mohn und Löwenmäulchen und kleine HOrnveilchen, Manche lasse ich sogar stehen… aber anderes ist echt ätzend und wächst auch ganz schnell in die Höhe
    Ich habe auch so einen Fugenkratzer.

    Gefällt 1 Person

  2. Oh Mann, ich kann Dir das gut nachempfingen. Ich habe noch etliche vorgezogene Tagetes zu pfanzen, aber vorher müssen Tonnen an Unkräutern entfernt werden. Dank des ewigen Sch…wetters und Regens ist das kaum zu machen. Dieses Jahr kann man bei uns im Süden echt vergessen. Die Kirschen werden von dem ewigen Starkregen auch ganz matschig. Aber, angesichts des Unheils, über das hier andere Menschen klagen, will ich mich mal ganz still verhalten. Liebe Regengrüße (mein Kopf meldet, dass die nächste Front schon kommt) Birgitt

    Gefällt 1 Person

    • Stimmt, bei diesem Regenwetter ist nicht viel zu wollen – es ist viel zu nass, die Erde klebt an den Schuhen und Gurken und Co. wollen gar nicht wachsen – kann ich verstehen. Die Erdbeeren faulen am Busch, die Kirschen habe ich noch gar nicht begutachtet, sie sind noch grün, das dauert zum Glück noch etwas… So richtig Spaß macht Gartenarbeit im Moment nicht…
      Trotzdem können wir vom Glück reden, wenn das Wasser im Garten bleibt – die Regenfässer sind auf jeden Fall gut gefüllt – und gutes Wetter ist in Sicht – der Sommer kommt :-)))).
      Liebe Grüße, Birthe

      Gefällt 1 Person

  3. Die letzten 3 Wochen ist bei mir im Garten besonders das sogenannte „Unkraut“ unheimlich schnell gewachsen. Aber alles ist dolle gewachsen. Meine Tomatenpflanzen haben sich sehr, sehr gut entwickelt. Da kannst du zusehen wie sie täglich immer größer werden. Das war im letzten Jahr ganz anders. Um bei dem Beispiel Tomaten zu bleiben: die sind gar nicht von der Stelle gekommen und so war dann auch am Ende mein Ertrag. Da diese Ernte so schlecht war wollte ich eigentlich keine mehr anpflanzen. Nur gut das ich es mir doch anders überlegt habe. Da ich die Pflanzen immer selbst ziehe, habe ich auch viele positive Rückmeldungen von jenen Freunden die meine kleinen Pflanzen bekommen haben. Nun warte ich und wir gespannt wie die kommende Ernte wird. VG Ulla

    Gefällt mir

    • Ja, es wächst wirklich alles – Unkraut und Gemüse gleichermaßen, das Unkraut aber gefühlt etwas schneller ;-). Wie gut, dass Du es mit den Tomaten erneut probiert hast – manchmal hat man schlechte Jahre, aber aufgeben sollte man nicht – neues Jahr, neues Glück, sage ich immer ;-).
      Meine Tomaten wachsen inzwischen auch, aber Gurken und zucchini „mickern“ so vor sich hin… Zu nass…
      Viel Erfolg mit Deinen Tomaten und eine reiche Ernte wünsche ich Dir und uns :-). LG Birthe

      Gefällt mir

  4. Ich habe auch so ein Unkrautfeld …. direkt anschließend an´s Gemüsebeet :). Äußerst unpraktisch, da sich darin auch die Schnecken wohlfühlen. Und es regnet schon wieder. Und dann wieder die Sonne. Wieder neues Umkraut ….
    Liebe Grüße
    Isabell

    Gefällt 1 Person

  5. Du sprichst mir aus der Seele, warum bloß ist das Unkraut immer schneller als die Kulturen? Gut, ich weiss es schon, aber trotzdem: lästig, fies, gemein, zeitraubend und trotzdem hat es ja seine Bewandtnis. Bei uns gibt es ja den Nutzgartenteil und die ehemalige Koppel, jetzt Streuobstwiese, hinten darf fast alles wuchern und wachsen (bis auf Sauerampfer und so Dinger die sonst nur Monokultur werden) im Nutzgarten bitte nicht. Hat man sich die Zeit freigeboxt ein ganzes Beet unkrautfrei zu zupfen und graben wächst es Tage später schon wieder so hoch und dicht, dass man die Kulturen nicht mehr sieht. Und ich frage und frage und frage mich jedes Jahr: wie genau machen das eigentlich andere Leute? Bin ich zu langsam, zu faul, zu verunkrautet, zu bio?
    Irgendwann muss man doch mal Grund da drin haben oder nicht?

    Liebe Grüße, Oli

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Oli, das blühende Unkraut ist am schlimmsten – blüht es erst einmal, war man zu spät – aber man hat halt auch nicht immer Zeit, jedem Unkrauthalm „hinterherzuzupfen“. Das geht wohl den meisten so. In obigem Garten (Nachbars Garten, den ich leihweise bewirtschaften darf), wurde längere Zeit nicht ganz regelmäßig gejätet, sodass viel Unkraut blühen „durfte“, daher ist es nun umso schwerer, berühmten „Grund“ hineinzubekommen. Salat brauche ich da erst mal nicht anzubauen, da wäre das Unkraut schneller und der Salat hätte keine Chance, aber Mais kommt die Tage hinein.
      Dranbleiben, heißt die Devise, es wird – nach und nach ! :-). Liebe Grüße, Birthe

      Gefällt 1 Person

ich freue mich über Eure Kommentare:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s