Sonstiges/Wanderungen

[Wandern] Ehrbachklamm im Hunsrück, Rundwanderung 16 km

Wandertag… Den arbeitsfreien Fronleichnamstag wollten wir für eine Wanderung nutzen. Das Wetter war sonnig und heiß gemeldet – also suchten wir nach einem Rundweg, der vorzugsweise durch Waldgebiete führt. Ein wenig Stöbern im Netz und bald war ein  Rundweg durch den Hunsrück gefunden – auf „Ich-geh-wandern.de„vorwiegend durch Waldgebiet, genau gesagt durch die Ehrbachklamm, zwischen Rhein und Mosel im Hunsrück gelegen. Der Rundwanderweg ist mit 16 km ausgewiesen, Wanderschuhe werden empfohlen, das Höhenprofil zeigt einige Auf- und Abstiege. Sollte doch zu schaffen sein…  Wir hatten Zeit und Lust, die Sonne strahlte bereits frühmorgens vom Himmel herab und so packten wir  unseren Rucksack und fuhren nach Oppenhausen – zum Startpunkt der Wanderung. Der Wanderparkplatz war bereits voll, kein Wunder, das Wetter lockte nicht nur uns zur Outdoor-Aktivität… Wir suchten im Dorf eine Parkgelegenheit und begaben uns auf den gut ausgeschilderten Wanderweg :

Ehrbachklamm Traumschleife Wanderweg

Ehrbachklamm Traumschleife Saar-Hunsrück Wanderweg

Wir folgten zunächst dem flachen Feld- und Wiesenweg, dann ging es in den Wald und hinab zur Ehrbachklamm. Hier zeigte sich, warum Wanderschuhe empfohlen werden: der weg führt direkt am Wasser entlang, ist teilweise feucht und nass, teilweise dienen Halteseile an den Felsen der Sicherheit. Idyllisch ist es  hier, der Bach plätschert daher, es ist angenehm kühl, und es macht einfach Spaß, durch die Klamm zu spazieren. Immer wieder gibt es kleine Pausen, um entgegenkommende Wanderer vorbeizulassen, aber wir haben ja Zeit und genießen in der Zwischenzeit die Natur, in die hier offensichtlich nicht stark eingegriffen wird.

Durch die Ehrbachklamm ...

Durch die Ehrbachklamm …

Ehrbachklamm

Ehrbachklamm

Nachdem wir eine gute Stunde  unterwegs waren, führte der Weg weg vom Ehrbach hoch hinauf – steil hinauf, immer wieder mit tollen Ausblicken auf den Hunssrück.

Dann wieder bergab zur Daubisberger Mühle, die Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut wurde und somit die jüngste Mühle im Erbachtal ist – hier gibt es etwas zu essen und trinken, dachte wir, jedoch war  bereits großer Andrang . Natürlich hatten wir reichlich zu trinken und zu essen dabei, aber so ein kühles Radler und vielleicht „festes“ zu essen wäre nicht schlecht… Doch es war einfach zu viel Betrieb, das Spiegelei auf Nachbar’s Teller sah zwar lecker aus, aber es wurden keine Bestellungen mehr aufgenommen . Schade, aber auch nicht wirklich tragisch. So ließen wir uns eben unsere belegten Brötchen und Äpfel schmecken. Es war ca. 25 Grad im Schatten, aber die Getränketafel „lockte“ mit Tee, Fleischbrühe und Glühwein – und sorgte für entsprechende Erheiterung … 🙂

Rast an der Daubisbacher Mühle

Rast an der Daubisberger Mühle

Mit Schorle und Radler erfrischt, ging es weiter Richtung Burg Schöneck, ein weiteres Highlight – und ein weiterer steiler Aufstieg, auf diesem Rundweg… Oben angekommen, waren wir nicht wenig überrascht, dass der Weg zur Burg plötzlich nicht mehr beschildert ist… Man kann die Burg zwar sehen, aber es gibt kein Hinweisschild mehr. Und kaum noch Wanderer… ?! Aber wenn wir schon einmal hier sind, wollten wir natürlich auch die Burg sehen, vielleicht gibt es  hier ja Streuselkuchen, Kaffee… ?! Die 100 mtr. retten uns auch nicht mehr, also gingen wir den geteerten Weg entlang und konnten einige Einblicke in den Hof erhaschen. Die Burg gehört einer Stiftung, besichtigen kann man sie offensichtlich nicht, aber was wir von außen gesehen haben, hat uns sehr gut gefallen :-):

Ehrbachklamm Burg Schöneck

Ehrbachklamm Burg Schöneck

Rückblick auf Burg Schöneck

Rückblick auf Burg Schöneck

Ehrbachklamm Ausblicke

Rückblick auf Burg Schöneck

Nun ging es wieder weiter, und bald mussten wir uns  zwischen der langen und kurzen Wegvariante entscheiden: nur noch 2,4 km bis zum Ziel bzw. dem Auto  – oder den weiteren Weg, noch ca. 7-8 km… Nachdem wir 200 mtr. entlang der kurzen Strecke gegangen waren, drehten wir um und nahmen doch den ausführlichen Weg, wenn wir schon einmal hier sind… Aber es war erst Halbzeit…;-).

Nun ging es über Feld und Flur – schöne Ausblicke, schöne Sonnenbestrahlung , um bald wieder im kühlen Wald zu landen, wo es wieder bergab ging, zu einem kleinen Bächlein, dem wir eine Weile folgten, um später wieder steil bergauf zu wandern. Es folgten immer wieder schöne Ausblicke über den Hunsrück bis zur Eifel, ein Highlight z.B. war die Peterslay, von wo aus man die Ruine Rauschenburg wunderbar im Blick hat…

Peterslay, Traumschleife Ehrbachklamm

Peterslay mit Ausblick auf Ruine Rauschenburg (Traumschleife Ehrbachklamm)

Dann wieder weiter, dem gut beschilderten Waldweg entlang, immer wieder neue Ausblicke,  einige mir unbekannte Blumen am Wegesrand,  immer wieder einladende Sitzbänke an markanten Aussichtspunkten. Doch wie das so ist: wenn man erst einmal sitzt, fällt das Aufstehen und weiterwandern umso schwerer, also munter weiter, im Wald war es wirklich angenehm, kaum auszudenken, bei dieser Hitze in den Weinbergen unterwegs zu sein… Einzig die Anstiege (insgesamt drei) waren etwas mühsam, zum Glück hatten wir genügend zum Trinken dabei :-).

Ehrbachklamm Traumschleife

Ehrbachklamm Traumschleife

Auf den letzten Kilometern gibt es noch eine Abwechslung der besonderen Art: ein Hexenwald, ein „Waldmuseum“ usw.  – hier ist ein Waldkindergarten beheimatet… :-).

Und dann waren wir auch schon wieder am Parkplatz bzw. an unserem Auto – und haben keinen Schritt bereut, dass wir die lange Variante gewählt hatten ! Ein wirklich sehr schöner Wanderweg!

Waldkinergarten (Eisenbahn, Sonnenplatz, "Stuhlkreis")

Waldkinergarten
(Eisenbahn, Sonnenplatz, „Stuhlkreis“)

Diese Rundwanderung ist eine Verbindung zwischen des Saar-Hunsrück-Steiges und der Schöneck-Schleife.

Wanderweg

Wanderweg

Fazit: Ein wunderbarer Wandertag auf einem wirklich schönen Rundwanderweg durch die Ehrbachklamm, mit tollen Ausblicken auf den Hunsrück,  die Wege/Pfade führen vorwiegend durch Wälder. Etwas anspruchvoll, aber man kann ungefähr in der Hälfte des Weges entscheiden, ob man den kurzen oder langen Weg zurück nach Oppenhausen nimmt – auch der kurze Weg, der hauptsächlich durch die Klamm führt, ist sehr sehenswert und abwechslungsreich !

 

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3 Kommentare zu “[Wandern] Ehrbachklamm im Hunsrück, Rundwanderung 16 km

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