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[Basilikum] Selber säen – schmeckt besser, hält länger …

Frisches Basilikum ist eines der beliebtesten Küchenkräuter und gehört in jede Küche, besonders in die meditterane – es peppt so manches Gericht geschmacklich wie optisch auf und ist einfach lecker! Doch wer kennt es nicht: gerade erst gekauft, lässt es bereits nach wenigen Tagen die Ohren bzw. die Blätter hängen und es dauert nicht lange, da geht es ein… Daher habe ich Mitte März wieder einmal selbst gesät:  Knapp Acht Wochen ist es nun her, dass ich dieses Basilikum ausgesät und auf die Fensterbank in der Küche gestellt habe:

Basilikum selbst gesät, Stand 14.5.15

Basilikum selbst gesät, Stand 14.5.15

Es ist vielleicht nicht besonders gut zu erkennen, aber er ist mindestens so hoch wie die Pflanzen aus dem Supermarkt bzw. Gartenmarkt und wird bereits beerntet.

Natürlich muss man zugeben, dass die schnell hochgezogenen  Kräuter aus dem Supermarkt speziell für den schnellen Gebrauch gezüchtet sind – sie sind einfach nicht dafür gedacht, weitergezüchtet oder in den Garten ausgesetzt zu werden.

Hier einmal kurz die Entwicklung dieses Basilikums:

Basilikum selbst gesät, 19.März-14.Mai 2015

Basilikum selbst gesät, 19.März-14.Mai 2015 (Achtung: hier waren es eindeutig zu viele  Samen… Weniger ist besser ! 😉

Und das Anziehen eines eigenen, langlebigen Basilikum-Topfes ist ganz einfach und eigentlich das ganze Jahr über möglich:

– Einige Samen in einen mit Erde gefüllten Topf geben, NICHT mit Erde bedecken  – Basilikum gehört zu den Lichtkeimern -, aber fest auf der Erde andrücken (z.B. mit der Handfläche oder den Fingern). An einen hellen, warmen Ort stellen, angießen und feucht halten – und warm! Die Temperatur sollte zwischen 20-25 Grad liegen. Bis zum Aufgehen der Samen nicht ZU warm stellen, aber auch nicht zu kühl. Feucht, aber nicht zu nass halten. Günstig ist es, wenn man die Oberfläche des Topfes öfter mit einer Blumenspritze befeuchtet.

– Nicht zu viele Samen in einen Topf geben, die Stiele brauchen genügend Licht und Luft. Weniger ist mehr!

– Beim Ernten darauf achten, jeweils einen ganzen Stil unten abzuknipsen – nicht die Blätter einzeln von vielen Stielen ernten. Der Stil kann bis auf zwei Augen herunter abgeknipst werden  bzw. bis auf ca. 5-10 cm über dem Boden –  sie treiben daraus wieder aus.  Es empfiehlt sich, zwei Töpfe gleichzeitig zu säen. So hat man immer einen Topf zum Beernten, während das Basilikum im 2. Topf nachwachsen kann…

– Blüht das Basilikum erst einmal, ist es mit der Ernte schnell vorbei. Daher regelmäßig ernten, damit die Blüte verzögert wird – oder die Blütenstände sofort abschneiden, bevor sie zu blühen beginnen.  So kann man wirklich lange ernten.

Achtung: bei Temperaturen unter 10 Grad stellt Basilikum das Wachstum ein! Sollte man das Basilikum also im Freien in einem Topf aussäen, den Topf daher nachts am besten ins Haus holen, zumindest im Frühjahr…. Das direkte Aussäen im Freiland ist eigentlich erst im Sommer ratsam, wenn die Temperaturen auch nachts nicht unter 12 Grad fallen..

Und hier noch ein Rezept für Basilikumpesto:

150 g Basilikumblätter mit ca. 400 ml Öl (z.B. Olivenöl, Sonnenblumenöl…), 8-10 EL Sonnenblumen-Kernen (oder 40 g Parmesankäse), 3-5 EL (=ca. 40 g) Pinienkernen (oder Cashewkerne), 1 TL Salz und evtl. 1 Knoblauchzehe im Mixer pürieren. In Gläser abfüllen. Man kann das Pesto nach dem Abfüllen im Kühlschrank oder im kühlen Keller lagern, alternativ einfrieren, oder Einkochen (ich mache das im Kochtopf: verschlossene Gläser mind. zur Hälfte in Wasser stellen, Wasser zum kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, beginnt die Zeit – 30 Minuten leise köcheln lassen, Gläser aus dem Wasser holen und abkühlen lassen). Durch das Einkochen verlängert sich die Lagerzeit, ebenso wie durch Einfrieren. Beim „einfachen“ Lagern ohne Tiefkühler oder Einkochen darauf achten, dass das Pesto mit Öl bedeckt ist.

Viel Erfolg und Spaß  mit Eurem Basilikum wünscht Euch , Birthe :-).

 

 

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13 Kommentare zu “[Basilikum] Selber säen – schmeckt besser, hält länger …

  1. Hallo Birthe!
    Ich bin eine typische Basilikumblätterabzuperin (gewesen). Ich habe ehrlichgesagt noch nie darüber nachgedacht, ob er vielleicht, wenn ich´s anders mache, nochmal austreiben kann. Danke :-). Ich werde von heute an anders ernten!
    LG
    Isabell

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo Birthe!
    Nach dem Kirschlorbeer jetzt zum Basilikum 😉
    Danke für den Tipp! Lustigerweise bin ich gerade vorhin beim Einkaufen auf so ein Samenangebot gestossen, musste an dich denken und habe es sofort erstanden. Es kann also losgehen mit Säen. Gleichzeitig probiere ich gerade zum ersten Mal und mit Erfolg das ‚zuTodegiessenoderVertrocknenlassen‘ einzuschränken. Habe nach meiner ersten positiven Urlaubserfahrung mit Blumatkegeln dem Basilikum jetzt auch so einen Kegel dazugesteckt. Bis jetzt gedeiht es zum ersten Mal wieder richtig flott.

    Bin begeistert von dir und deinem Blog.
    Liebe Grüsse aus dem Süden von Deutschland.
    Doris

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Doris, lieben Dank für Dein Lob (ganzrotwerd).
      Im Supermarkt an der Kasse steht bei uns ein Samenständer, da gibt es diese Tütchen ebenfalls – für ein paar Cent. Und es reicht für etliche Töpfe :-). Das mit dem „zuTodegießenoderVertrocknenlassen“ ist nicht zu unterschätzen, das passiert schneller als man denkt. Nach der Aussaaten ist eine Sprühflasche wirklich hilfreich. Kann man immer mal zwischendurch von oben besprühen, bis die Samen aufgegangen sind – und natürlich auch danach. Viel Erfolg mit Deinem Basilikum und ganz herzliche Grüße, Birgit :-)).

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    • Wie meinst du das, Maria, mit „geteilt“ – ich bin in Sachen Pflanzenvermehrung völlig blank. 😦 Da unser Basilikum auch eine sehr geringe Halbwertszeit hat, bin ich dafür umso neugieriger, wie ich Basilikum robuster bekommen kann. Ich liebe Tomaten/Mozzarella und wir genießen ja ab und an auch unseren Absacker Ramazzotti Rosato Mio, für den Basilikum gebraucht wird. Pesto und so vieles mehr – Basilikum ist super-lecker.

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    • Geteilt habe ich noch keinen Basilikum, auch eine gute Idee… werde ich demnächst mal probieren. Man kann auch einfach einige Stängel abknipsen (ca. 5 cm), in die Erde stecken, gut feucht halten (nicht zu nass), dann gehen sie auch an und wachsen weiter. Geht noch etwas schneller als säen ;-). Liebe Grüße Birthe 🙂

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