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[Apfelessig] Experiment Teil 4 (2 Monate), Essig aus Apfelsaft, Apfelschalen…

Nun ist es tatsächlich schon zwei Monate her, seit ich meinen ersten eigenen Apfelessig angesetzt habe…

Zeit also, mal wieder nach dem Zwischenstand zu sehen und zu berichten, was aus den einzelnen Ansätzen geworden ist:

 

1) Kalt gepresster Apfelsaft für 11 Monate in den Keller stellen, stehen lassen: Stand 19.9.-21.11.2014:

Apfelessig 1.), 2 Monate

Apfelessig 1.), 2 Monate

Zwischenstand 21.11.14: das sieht gar nicht mal so schlecht aus – unten hat sich „etwas“ gebildet – so wirklich schleimig (Essigmutter?) sieht es zwar nicht aus, aber vielleicht wird es noch… Schimmel kann ich zumindest keinen mehr erkennen, vielleicht war es gar keiner ?

2) Apfelsaft, kalt gepresst, mit Mulltuch bedeckt, zimmerwarme Wohnung : Entsorgt, wegen starkem Schimmelbefall

3) Apfelsaft aus Dampfentsafter, mit Mulltuch bedeckt, zimmewarme Wohnung, Stand 17.9.-21.11.14:

Apfelessig 3), 21.11.14

Apfelessig 3), 21.11.14

Zwischenstand: 21.11.14 – keine Reaktion bzw. Veränderung feststellbar seit der letzten Bestandsaufnahme vor einem Monat… Alles ruhig – zu ruhig…

3a) Apfelsaft aus Dampfentsafter, mit Mulltuch bedeckt, kühler Vorratskeller, Stand 19.9.-21.11.2014:

OLYMPUS DIGITAL CAMERAZwischenstand 21.11.2014: Das sieht RICHTIG gut aus – hier scheint sich eine Essigmutter gebildet zu haben – schön schleimig, schwimmt auf der Oberfläche und zieht einen dicken „Faden“ nach unten… Essigmutter, oder ? Also geht es doch mit Apfelsaft aus dem Dampfentsafter, sogar sehr gut !

 

4) Apfelreste in Wasser mit leerem Glas abgedeckt (Wassersperre): Stand 19.9.-22.11.14:

Apfelessig aus Schalen/Resten, 22.11.14

Apfelessig aus Schalen/Resten, 22.11.14

 

Zwischenstand 22.11.2014: Das sieht gut aus – und riecht gut :-). Wenn auch bisher ohne Essigmutter. Ich werde heute die Flüssigkeit abgießen und stehen lassen, um zu sehen, was sich nun weiterhin tut. Verwenden werde ich diesen Essig allerdings nicht, da doch etliche Fruchtfliegen durch die Wassersperre (die vielleicht zwischendurch einen etwas niedrigen Wasserstand hatte ;-)) den Weg hineingefunden haben. Und Essig mit verwesten Fruchtfliegen ist nicht so meins…brrrrr ;-). Aber als Testobjekt ist es wohl weiterhin geeignet… Edit Ende Dezember 2014: Der Essig war super – aber das weitere Verfahren war überflüssig, der Essig war einwandfrei! „Weiter geht es so “ – hätte ich mir sparen sollen!!!

(Weiter geht es so:

Flüssigkeit abgesiebt, aufgeteilt auf zwei Gläser und jeweils mit einem Tuch abgedeckt. Eines davon „einfach so“, d.h. ohne jede weitere Zugabe (links), in das zweite Glas habe ich einige frische Apfelschalen und -Reste hinzugegeben (Foto rechts). Nun kommt beides wieder in den Flur (ca. 18 Grad). Und wieder heißt es : abwarten… Bericht folgt…

 

 

Apfelessig aus Schalen/Resten, weiter geht's 22.11.14

Apfelessig aus Schalen/Resten, weiter geht’s 22.11.14 (Edit Dezember 2014: abgebrochen Ende Dezember, da Flüssigkeit schwarz! )

 

4a) Apfelreste mit Wasser, mit Baumwoll-Handtuch abgedeckt, zimmerwarm, später Flur. Stand 19.9.-22.11.14:

 

Apfelessig aus Schalen, Mulltuch, 22.11.14

Apfelessig aus Schalen, Mulltuch, 22.11.14

Zwischenstand 22.11.2014: starke Schimmelbildung auf der Oberfläche. Ursache: EIGENE SCHULD ! – Der Schimmel hat dort eingesetzt, wo kein Wasser mehr auf den Schalen war. Ich hätte besser darauf achten sollen, dass die Schalen stets mit Wasser bedeckt sind . Unter der Oberfläche sieht eigentlich alles o.k. und gut aus aus – vor allen Dingen haben keine Fruchtfliegen hineingefunden. Ich bin sicher, es funktioniert – wenn man achtsamer ist als ich ;-). Aber ich habe ja noch Äpfel und werde es noch einmal probieren… Der Vorteil ist eindeutig, dass hier Fruchtfliegen keine Chance haben… Diesen Versuch habe ich heute beendet und den Inhalt entsorgt. ENDE Versuch 4a)

 

Fazit 22.11.2014:

Die Essiggewinnung funktioniert – am besten – und wohl am sichersten –  mit Apfelsaft aus dem Dampfentsafter, am besten mit einem Mulltuch abdecken und in den Keller stellen – nach 2 Monaten nur habe ich bereits Apfelessig. Ohne Schimmel, aber dafür mit einer schönen Essigmutter… (3a), hingegen im warmen Zimmer bei Raumtemperatur zur Zeit noch keine Reaktion – ob sich hier irgendwann noch etwas tut…? (3).

Meine Essiggewinnung mit kalt gepresstem Apfelsaft hingegen war nicht so sehr von Erfolg gekrönt : Schimmelbildung bei Zimmertemperatur (2), minimale Schimmelbildung bei (1), jedoch Zurückbildung und nun vielleicht doch noch eine Essigmutter … abwarten…

Essiggewinnung aus Wasser und Apfelresten funktioniert ebenfalls sehr gut !

 ANMERKUNG: Ich habe keine Möglichkeit, meinen selbst gewonnenen Essig auf Säuregehalt usw. zu testen – geschmacklich ist es für mich jedenfalls Essig und ich werde ihn als solchen verwenden 😉 – ohne Garantie dafür, ob dies nun „Essig“ im „Wahren Sinne“ ist ;-).

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Übrigens: ich hatte noch ein „heimliches“ Experiment: Apfelsaft, kalt gepresst, im Twist-Off-Glas bei Zimmertemperatur: Ergebnis nach 2 Monaten:

Schwarze Flecken  und am Boden ein löchriches „Gebilde“, was das ist – ich habe keine Ahnung… Wisst Ihr vielleicht, was dies sein könnte? Nach Essigmutte sieht es nicht aus ;-). Aber es riecht nach Essig… Einfach mal stehenlassen und abwarten, oder was meint Ihr?

 

Apfelsaft, kalt gepresst,21.11.14

Apfelsaft, kalt gepresst,21.11.14

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 Es grüßt herzlich,

Birthe

Übrigens: Das könnte Euch auch interessieren:

Experiment Apfelessig, 23.9.14 –  Teil 1

Experiment Apfelessig, 1.10.14 – Teil 2

Experiment Apfelessig, 18.10.14 – Teil 3

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4 Kommentare zu “[Apfelessig] Experiment Teil 4 (2 Monate), Essig aus Apfelsaft, Apfelschalen…

  1. Oh da hab ich jetzt etwas länger mit meiner Antwort gebraucht,sorry. Hab aber seit Kurzem einen guten Prozess zur Essiggewinnung gefunden. Bei mir funktioniert das immer mit der selbst gezogenen Essigmutter und Apfelwein. Wichtig ist dabei das die Temperatur 20-30 Grad hat. Nur so können die Essigbakterien den Alkohol in Essig umwandeln.
    Hier kannst du mein Rezpt nachlesen: http://www.garten-sonnenuhr.org/allgemein/apfelessig_zuhause_machen.html

    Wann weißt du das der Essig fertig ist? Zuerst mal am Geruch, aber auch am Geschmack. Einfach einen Teelöffel voll probieren. Wenn mal was schimmlig riecht, weg damit. Vertrau auf deine Nase.

    Gruss vom Gartennerd( so hat mich neulich jemand genannt 🙂 )

    Wolfgang

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    • Dankeschön für Deinen Tipp mit der Temperatur. Habe schon gemerkt, dass der es in der Wohnung schneller vorangeht als im Keller, aber dort dauert es einfach nur etwas länger… Interessanter Link – Danke :-). LG Birthe

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  2. Hallo Wolfgang, woran erkenne ich übrigens, ob der Apfelessig fertig ist? Meine Nr. 3a hat eine Essigmutter gebildet, riecht nach Essig/Most, wie alle meine Ansätze. Ist es bereits Essig? Also könnte ich nun einen Teil der Essigmutter in meinen neuen Apfelwein geben und nach einigen Wochen habe ich Essig, oder? Nicht zuletzt deswegen habe ich eigenen Apfelwein angesetzt ;-). LG Birthe

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  3. Hallo Birthe, Apfelessig habe ich in diesem Jahr zum ersten Mal probiert. Eine Essigmutter habe ich bereits. Dazu hab ich Apfelwein aus dem letzten Jahr in einem alten Gurkenglas, mit Stoffgewebe abgedeckt, in ein Regal gestellt. Das war so im Mai. Nach ca. 3 Monaten bildet sich ein leichter Essiggeruch und die schleimige Essigmutter.
    Vor 4 Wochen hab ich dann eine Flasche Apfelwein mit der Essigmutter geimpft. So langsam wird das jetzt tatsächlich Apfelessig. Wichtig ist ja das du deinen natürlichen Apfelwein benutzt, der keinen Schwefel etc. enthält, logisch.
    Das Ganze haben(wie auch bei deinem Apfelwein) meine Großeltern so schon gemacht. Die genauen Details sind aber nicht überliefert. Deshalb suche ich noch nach jemandem der mir sein Hausrezept verrät 🙂 aber das ist schwer…. ich bleib dran und werde berichten. Wie gesagt Apfelessig ist es bei mir schon. Es soll jetzt aber noch verfeinert werden und da spielt m. M. nach die Temperatur eine wichtoge Rolle. Im Sommer wird das wohl am besten klappen.

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