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[Apfel] Gravensteiner, Jonagold – Vorstellung, Vergleich

In unserem Garten befinden sich zwei Apfelbäume, die regelmäßig reichlich Früchte tragen. Heute möchte ich diese beiden Sorten einmal vorstellen:

1) Gravensteiner –

Der Gravensteiner Apfel ist eine Sorte  des Kulturapfels (Malus domestica). Die Sorte ist seit 1669 in Dänemark und Norddeutschland bekannt.

Baum/Wachstum:

Der Baum fällt durch kräftigen Wuchs mit steil aufwärts strebenden Ästen auf. Er beansprucht zum Gedeihen einen ausgesprochen feuchten Boden, der auch im Sommer nicht trocken wird, aber trotzdem nicht staunass ist. Zudem sind eine gute Versorgung mit Nährstoffen und ein ausgeglichenes Klima in einer gegen Wind geschützten Lage notwendig.

Apfel "Gravensteiner" Blüte,

Apfel „Gravensteiner“ Blüte, Baum ca. 25 J. alt

Krankheiten: Anfälligkeit besteht gegenüber Schorf  und Mehltau, die Blüten sind frostempfindlich. Die Sorte ist triploid und deshalb kein guter Pollenspender.

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Persönliche Anmerkung: wir wohnen im „rauen“ Westerwald, hier pfeift der Wind oft sehr kalt und unser Obstbaum steht keineswegs geschützt – trotzdem ist er inzwischen 20-30 Jahre alt und trägt reichlich und ausdauernd – allerdings ist er nicht gesund – er hat wohl den berühmten „Schorf“

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Apfelbaum "Gravensteiner", Sept. 2014

Apfelbaum „Gravensteiner“, Sept. 2014

Frucht:

Apfel "Gravensteiner"

Apfel „Gravensteiner“

Sie ist eine der wohlschmeckendsten europäischen Apfelsorten mit typischem, aromatischen Geschmack und stark duftenden Früchten. Die Früchte sind meist mittelgroß, oft ungleichmäßig mit breiten Kanten, die Schale ist zart wachsgelb mit karmesinroten Tupfen und Strichen, es gibt auch stärker rote Typen (Roter Gravensteiner – eine „Knospenmutation“, deren Aroma jedoch nicht ganz so stark entwickelt ist).  Das Fruchtfleisch ist hellgelb,  locker, sehr saftig mit einzigartigem edelsten Apfelaroma und sortentypischem starken Duft.

 

Verwendung: Der Gravensteiner Apfel wird ab Ende August/Anfang September geerntet und kann sofort verzehrt werden. Der Geschmack verbessert sich, wenn man ihn bis Anfang Oktober nachreifen lässt. Ein wertvoller Tafelapfel, der auch für Mus geeignet ist. Gegessen wird der Apfel vom Pflücken bis in den November, zum Lagern ist er nur kurzfristig geeignet.

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Persönliche Anmerkung: Der Apfel ist in der Tat nicht wirklich lagerfähig, wird schnell mehlig. Aber er schmeckt sehr lecker und wir machen davon regelmäßig Apfelmus, bei dem wir keinen Zucker mehr zusetzen müssen. Außerdem eignen sie sich sehr gut zum Einkochen (z.B. Apfelstückchen)

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 2) Jonagold:

Der Jonagold-Apfel ist 1953 aus einer Kreuzung von Golden Delicious und Jonathan in den USA auf der Versuchsstation Geneva entstanden. Die Sorte ist seit 1968 im Handelund gehört heute zu den am meisten angebauten Apfelsorten.

Baum/Wachstum:

Die Bäume haben einen starken Wuchs mit schräg aufrecht stehenden Gerüstästen und dichter Verzweigung. Es werden viele Langtriebe bzw. Wassertriebe gebildet. Ein später Winterschnitt ist ratsam. Die Sorte bevorzugt warme Standorte, sie bevorzugt Böden, die fruchtbar, locker und tiefgründig sind. Gegenüber Frost sind Blüten und Holz mäßig empfindlich.  Jonagold blüht spät, die Blüte dauert länger als bei anderen Sorten. Insgesamt sind die Erträge hoch bis sehr hoch.

Apfel Jonagold, Sept. 2014

Apfel Jonagold, Sept. 2014

Krankheiten: Jonagold ist gegen Frost, Mehltau, Obstbaumkrebs mäßig empfindlich. Sortentypisch ist auch der sogenannte Apfelschorf und Feuerbrand.  Häufig wird er auch von Rostmilben und Blattläusen befallen. Dagegen haben sich milde Pflanzenschutzmittel als hilfreich erwiesen.

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Persönliche Anmerkung: Wir wohnen im etwas rauen Klima des Westerwaldes. Unser Boden ist lehmig, der Wind pfeift. Trotzdem ist unser Baum bereits ca. 25 Jahre alt, trägt reichlich – hat allerdings einen Pilz, oder Schorf…?

Die Früchte sind davon jedoch nicht betroffen, obwohl einige dieses Jahr (2014) doch „Punkte“ aufweisen:

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Frucht:

Äpfel "Jonagold"

Äpfel „Jonagold“

Sehr ertragreich, kann ihr Aroma allerdings erst entfalten, wenn es viele Sonnenscheinstunden gab. Die Früchte sind mitttelgroß bis groß, das Fruchtfleisch ist cremegelb, saftig, harmonisch, fruchtig süß mit milder Säure. Das Fruchtfleisch ist eher weich und hat eine feine Struktur.

Die Größe der Frucht ist schwankend. Meist werden die Äpfel etwa mittelgroß. Die Farbe der Früchte reicht von leuchtend grün bis hin zu erdbeerrot an der Sonnenseite. Geerntet werden die Früchte je nach Witterung meist Ende September, die volle Genussreife erreicht der Jonagold ab Ende Oktober.  Diese Apfelsorte läßt sich auch im biologischen Obstbau relativ lange lagern (bei optimalen Bedingungen im kühlen, dunklen Keller bis in den Juni hinein), allerdings mit großen Aromaverlusten bei Lagerung über den April hinaus. Auch verliert die Frucht bei längerer Lagerung den knackigen Biss und wird weich.

Apfel "Jonagold"

Apfel „Jonagold“

 

Der Jonagold Apfel ist ein Tafelapfelsorte für den Intensivanbau und aufgrund seiner vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten erfreut sich die Sorte großer Beliebtheit. Jonagold ist neben der Sorte Elstar eine der am häufigsten angebauten Apfelsorten im Alten Land.

Der Gehalt an Zucker und Säuren ist mittel bis hoch.

 Verwendung:

Tafelapfel, Saft, Mus, Kuchen,

Jonagold ist vielfältig verwendbar: Durch das ausgewogene Verhältnis zwischen Säure- und Zuckergehalt und dem langanhaltenden Aroma ist der Apfel als Tafelapfel sehr beliebt. Auch zum Kochen und Backen sehr schmackhaft. Sehr schmackhaft und saftig – somit ideal zur Saftgewinnung oder für Apfelmus. Durch die lange Lagerungsfähigkeit ist er ein guter Vitamin C-Lieferant über den ganzen Winter.

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Persönliche Anmerkung: Auch wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich der „Jonagold-Apfel“ sehr gut lagern lässt. Wir ernten die Äpfel meist im Oktober, die Früchte sind meist recht groß, aber – wie beschrieben – schwankt die Größe von mittel bis groß. Jonagold schmeckt uns in allen Variationen gut: zum Frischverzehr, als Mus, Kompott, und besonders lecker im Kuchen – dort gibt er sein besonderes Aroma sehr gut ab :-).

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Zum Schluss noch einen Vergleich beider Äpfel  „Gravensteiner“ und „Jonagold“:

Apfel "Gravensteiner" und "Jonagold" Vergleich

Apfel „Gravensteiner“ und „Jonagold“ Vergleich

Es grüßt herzlich,

Birthe

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