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[Apfelgelee] – („schnittfester“) Apfelgelee „Gravensteiner“

Unser Apfelbaum „Gravensteiner“ trägt in diesem Jahr wieder reichlich – wie eigentlich stets üblich. In diesem Sommer fielen auffallend viele Früchte früh zu Boden – oft faul, und selbst am Baum konnte und kann man viele bereits faulende Früchte erkennen. Es ist zwar nicht unüblich, dass der Baum viele Früchte vor der Reife von sich wirft, aber wie gesagt: in diese Jahr waren es schon extrem viele und extrem früh.

Bevor wir Ende August in Urlaub fuhren, pflückte ich daher geradezu panikartig einige Kisten besonders schöner Früchte vom Baum und lagerte sie in der recht kühlen Garage – wir haben leider keinen „kühlen Keller“-  damit ich sie nach unserer Rückkehr in Ruhe verarbeiten kann, denn lange kann man Gravensteiner Äpfel nicht lagern.

Als wir nach Hause kamen, waren trotz aller Sorgfalt viele Äpfel in der Kiste gefault und so war es an der Zeit, endlich Apfelsaft zu gewinnen und Gelee zu kochen. Gesagt, getan – mit dem Dampfentsafter kein Problem.

Apfelgelee (2014), schnittfest

Apfelgelee (2014), schnittfest

1) Dann ging es weiter: wie bei Gelierzucker gewohnt, mischte ich 750 ml Saft mit 1 kg Zucker und ließ diese 3 Minuten kochen (ich merkte nach bereits einer Minute, dass der Gelee erstaunlich gut gelierte).

Abfüllen – fertig. Das Ergebnis : bereits nach wenigen Minuten war abzusehen, dass dieser Saft besonders gut geliert und wohl seeehr fest, wenn nicht sogar schnittfest wird (dies hat sich später auch bestätigt).

2) Also mischte ich die nächste Portion 1:1, d.h. 1 ltr. Apfelsaft mit 1 kg Zucker, 4 Minuten kochen lassen, abfüllen, fertig. Ob es nun geliert…? War ja doch etwas flüssig…

Ergebnis nach dem Abkühlen: nicht ganz so schnittfest, aber immerhin sehr fest. Wenn ich das geahnt hätte, hätte ich einfachen Haushaltszucker genommen ;-).

Woran es liegt/lag?  (immerhin hört man allgemein eher die Klage: „Hilfe, mein Apfelgelee wird nicht fest!“) … :

Unreife Äpfel enthalten viel Pektin, das für das Gelieren zuständig ist. Da ich die Äpfel mehr oder weniger unreif gepflückt habe, waren sie wohl noch unreif und enthielten viel Pektin. Schade, dass man den Pektingehalt nicht messen kann – die Früchte selbst sahen nämlich reif aus, die Kerne waren braun und sie schmeckten auch gut. Nunja, nun haben wir eben seehr festen Apfelgelee, der sich nicht wirklich gut verstreichen lässt, aber geschmacklich trotzdem  ein wahrer Genuss ist: fruchtig, lecker !

Es grüßt herzlich aus der Küche,

Birthe

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3 Kommentare zu “[Apfelgelee] – („schnittfester“) Apfelgelee „Gravensteiner“

  1. Nicht nur unreife Äpfel enthalten sehr viel Pektin, auch reife Äpfel. Wenn man reinen Apfelsaft mit Zucker kocht, geliert das daher. Je länger man kocht, desto besser. Es ist also auch eine Frage der Dauer.

    Das passiert übrigens auch bei Beerenfrüchten, auch die gelieren ganz von selbst ohne Gelierzucker.

    Ich verwende nicht mehr viel Gelierzucker, weil das einfach nicht nötig ist.

    lg
    Maria

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    • Achso, das wusste ich nicht… Danke für den Tipp :-). Ich hatte mir schon überlegt, ob es daran liegen könnte, dass die Äpfel ca. 3-4 Wo. gelagert waren, denn sehr reif waren sie zum Zeitpunkt des Pflückens auf keinen Fall – eher unreif. Lange gekocht hatte ich den Gelee nicht, sogar kürzer, da ich bereits nach einer Minute den Eindruck hatte, dass er seltsam gut geliert ;-). Kochzeit: ca. 3 Min. beim ersten Mal (750 ml Saft, 1kg Gelierzucker 1:1) und ca. 4,5 Min. beim zweiten Mal (1 ltr. Saft, 1 kg Gelierzucker).
      Übrigens will auch ich weg vom Gelierzucker – 2:1 kommt mir ohnehin nicht ins Glas (Konservierungsstoff) und bei Joh.-Beeren benötigt man ihn ohnehin nicht.
      LG Birthe

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