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[Erntefieber] Rezepte: Erdbeersirup, Erdbeermarmelade, Erdbeersauce, Mehrfruchtmarmelade, Himbeersirup, Johannisbeeren

Alles ist reif – gleichzeitig ! Egal, ob Johannisbeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Kirschen – ich kann mich nicht erinnern, dass wirklich einmal ALLES gleichzeitig reifte. Auch wenn ich  nicht den Ehrgeiz habe, alle Bäume und Sträucher „leer zu ernten“ – es würde mir ohnehin nicht gelingen, so bin ich natürlich doch eifrig am einkochen, einmachen, backen, konservieren, verwerten, verschenken.

1) Erdbeermarmelade : Hierzu gibt es nicht allzuviel zu sagen: 1kg Erdbeeren zerkleinern, mit einem Teil des Gelier-Zuckers (Gesamtmeng: 1kg) mischen, ca. 1 Stunde ziehen lassen. Dann ggf. pürieren, 3 EL Zitronensaft sowie restlichen Gelierzucker dazugeben, 4 Minuten aufkochen (gemäß Angaben auf der Packung), und in sterilisierte Marmeladengläser abfüllen.

Erdbeer-Marmelade

Erdbeer-Marmelade

2) Erdbeersauce: (nehme ich sehr gerne als Zugabe in Naturjoghurt, oder als Sauce über Eis)

Das Rezept ist identisch mit „Erdbeermarmelade“, der einzige Unterschied: Es wird KEIN Gelierzucker verwendet, sondern „normaler“ Zucker, sodass die Marmelade nicht steif wird, sondern flüssig bleibt.

 

3) Johannisbeer-Erdbeer-Marmelade: hierfür habe ich je 500 g rote Johannisbeeren und Erdbeeren gemischt, mit einem Teil des Zuckers gemischt und ca. 30-60 Minuten ziehen lassen. Dann pürieren, restlichen Zucker hinzugeben und 4 Minuten kochen, abfüllen. Ich habe 500 g Gelierzucker 1:1 und 500 g normalen Zucker genommen, die Marmelade finde ich immer noch seher steif. Merke: Im nächsten Jahr überall, Johannisbeeren „im Spiel“ bzw. in der Marmelade sind, nur noch normalen Zucker verwenden, KEINEN Gelierzucker – die Marmelade wird sonst zu fest!

Johannisbeer-Erdbeer-Marmelade 2014

Johannisbeer-Erdbeer-Marmelade 2014

 

3) Mehrfrucht-Marmelade: Im Grunde alles, was der Garten hergibt, nach eigenem Geschmack mischen, in meinem aktuellen Fall war dies:

1 kg Erdbeeren, 500 g rote Johannisbeeren, 500 g entsteinte Süßkirschen, 3-4 EL Zitronensaft, 1,5 kg normaler Zucker, 500 g Gelierzucker 1:1.

Durch die Johannisbeeren geliert die Marmelade ohnehin sehr gut, sodass ich 1,5 kg normalen Zucker mit 500 g Gelierzucker (1:1) gemischt habe, damit die Marmelade nicht zu steif wird.  Das war auch gut so, denn nach dem Erkalten hat die Marmelade nun eine schöne, streichfähige Konsistenz, ohne zu fest oder zu flüssig zu sein. Und der Geschmack der kombinierten Früchte ist wirklich lecker und empfehlenswert  :-).

 

Mehrfrucht-Marmelade

Mehrfrucht-Marmelade

4) Erdbeersirup (wir nehmen ihn hauptsächlich zum Verdünnen mit Wasser als Getränk), schmeckt aber auch z.B. über Eis.

Hier habe ich zwei Herstellungsmethoden ausprobiert:

a) Mit 12 Stunden Wartezeit  – diese Idee habe ich von Isabell vom Blog „My morning Sun“ :  1 kg Früchte zerkleinern, mit 500 ml Wasser  und 3-4 EL Zitronensaft mischen, über Nacht kühl stellen. Am nächsten Tag die Früchte absieben und evtl. den Saft ausdrücken (ein Mull- oder Geschirrtuch in einem Sieb ausbreiten, das Sieb auf eine Schüssel stellen, nun die Früchte/Saft dort hineingeben und die Früchte später ausdrücken, indem man das Handtuch oben zusammenimmt und dreht). Ergab bei mir ca. 1 ltr. reinen Erdbeer-Saft. Nun den Saft und ca. 1 kg Zucker (mind. genauso viel Zucker wie Saft, also 1:1) in einem Kochtopf aufkochen, ca. 5 Minuten kochen lassen und in vorbereitete Flaschen abfüllen.

Bei mir blieb der Saft recht flüssig, daher füllte ich ihn nach einem Tag nochmal in einen Topf, kochte ihn nochmals auf und kochte ihn weitere 5 Minuten , dadurch wurde er etwas dickflüssiger, aber auch weniger ;-).

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b) Ohne Wartezeit:   600 ml Wasser mit 1.250 g Zucker im Kochtopf erhitzen, damit sich der Zucker löst, aufkochen, bis das Wasser ganz klar ist und man den Topfboden sehen kann.  1 kg  geviertelte oder pürierte Erdbeeren dazugeben, sowie ca. 3-4 EL Zitronensaft. Nun alles 5-6 Minuten kochen lassen. Dann den Saft abgießen und die Früchte ggf. ausdrücken (siehte Methode a) und sofort in vorbereitete Flaschen abfüllen.

Auch bei dieser Methode blieb der Sirup sehr flüssig, ich habe ihn aber nicht noch einmal aufgekocht. Für mich ist es o.k., zumal ich ihn ohnehin meist zum Verdünnen mit Wasser nehme – als fruchtigen Durstlöscher !

Anmerkung: BEIDE Methoden sind sehr empfehlenswert und lecker. Ich persönlich finde, dass der Sirup nach Methode 1 ein wenig fruchtiger ist…

Erdbeersirup 2

Erdbeersirup 2

5)  Himbeersirup:

1.500 g Himbeeren

750 ml Wasser

3 EL Zitronensaft

1.500 g Zucker

Himbeeren mit Wasser und Zitronensaft mischen, abdecken, über Nacht kühl stellen. Am nächsten Tag den Saft abgießen, Früchte auspressen. Den Saft (bei mir ergab es fast 1.500 ml, mit 1.500 g Zucker mischen, aufkochen, ca. 5 Minuten kochen lassen, in vorbereitete Gläser abfüllen.

Himbeersirup 2014

Himbeersirup 2014

6) Himbeersauce – für Joghurt, Eis…:

Rezept wie unter 2) beschrieben, aber mit Himbeeren anstatt Erdbeeren (Himbeeren wie Marmelade zubereiten, allerdings ohne Gelierzucker).

6) Außerdem gab es Johannisbeer-Träubleskuchen, Erdbeer-Joghurt-Shake, Erdbeer-Milch, viele Kirschen fanden freudige Abnehmer im Nachbars- und Freundeskreis, Erdbeerboden, Flockentorte mit Erdbeeren gefüllt (ein Traum!)….. Wir schwelgen in Früchten, auch wenn mein Mann eine Allergie gegen Kernobst hat  und sie nur in gekochtem oder gebackenen Zustand verträgt  und meine Tochter eine Himbeer-Allergie hat…

Was gibt es sonst noch zu beachten:

Gelierzucker: Wir nehmen seit Jahren nur Gelierzucker 1:1 oder gar keinen Gelierzucker. Warum? Gelierzucker 2:1 oder 3:1 beinhaltet Konservierungsstoff, den wir gar nicht mögen… Lieber essen wir die Marmelade/Gelee etwas süßer, verzichten dafür aber auf die  Konservierungsmittel. Außerdem ging es früher ja sogar ganz ohne Gelierzucker…

Übrigens: Johannisbeeren gelieren soo gut, dass man hier ohnehin besser ganz auf Gelierzucker verzichtet, sondern normalen Zucker verwendet, da der Gelee sonst schnittfest wird…

**********************************

Was ich noch mit den Früchten vorhabe: SIRUP von allem : Johannisbeersirup, Kirschsirup, Zitronenmelisse-Sirup, usw… Mein Hauptgetränk in diesem Winter wird aus mit Fruchtsirup verdünntem Wasser bestehen – lecker … :-)))).

Außerdem wird es Kirschenmichel geben, Kirschgelee, Johannisbeer-Gelee…

Was macht Ihr so mit Euren Früchten, dem Obst ? Welche Ideen habt Ihr noch zur Konservierung der o.g. Früchte? Ich freue ich über Eure Kommentare :-).

Es grüßt herzlich aus dem Kirschbaum,

Kirschbaum, 23. Juni 2014

Kirschbaum, 23. Juni 2014

Birthe

 

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5 Kommentare zu “[Erntefieber] Rezepte: Erdbeersirup, Erdbeermarmelade, Erdbeersauce, Mehrfruchtmarmelade, Himbeersirup, Johannisbeeren

  1. WOW!!! Bist du fleißig! Das sieht toll aus und schmeckt mit Sicherheit lecker. Ich bin begeistert! Bei uns wird alles notreif, da es zu trocken ist. Zum Gießen komme ich nur leider kaum.

    Liebe Grüße
    Carola

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    • Liebe Carola,
      herzlichen Dank für Deinen Kommentar :-). Das eigene Obst und Gemüse schmeckt immer am besten und vor allem auf Sirup und Sauce habe ich mich am meisten gefreut.
      Wie wichtig Gießen ist, haben mir unsere Himbeeren gerade gezeigt: sie hängen sooo voll – und haben dennoch nur kleine, oft trockene Früchte. Seit ich gieße, sind die Früchte nun wesentlich größer geworden :-)). Und die Erdbeerernte wäre sicherlich auch -noch- besser ausgefallen, hätte ich den Erdbeeren öfter etwas Wasser gegönnt. Aber: Gießen braucht wirklich seine Zeit und alles kann man einfach nicht gießen… ;-). Herzliche Grüße, Birthe 🙂

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  2. Ich koche inzwischen das meisten ohne Gelierzucker ein und reduziere den Zucker deutlich. Beerenfrüchte gelieren sowieso von selbst und alles andere bleibt nur ein klein wenig flüssiger, das macht mir aber nichts aus. Den Zucker habe ich bis 150 gr pro 1kg Frucht reduziert. Hält super gut und ist nicht so süß.

    lg
    Maria

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