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[Schädlinge] Grüne Raupe – Kleiner Frostspanner (Operophtera brumata)

Im März entdeckte ich sie an unseren Erdbeeren: eine kleine grüne Raupe:

Grüne Raupe, kleiner Frostspanner, Schädling

Grüne Raupe, kleiner Frostspanner, Schädling

 

Nach Recherche im Internet fand ich heraus, dass es sich um den

Kleiner Frostspanner (Operophtera brumata)

handelt.

Information: 

Die Raupe des kleinen Frostspanners entwickelt sich zu einem graubraunen Falter. Die männlichen Frostspanner sind flugfähig, die weiblichen Frostpanner flugunfähig. Die Weibchen besitzen lediglich kleine Flügelreste, dafür sind ihre Beine stärker ausgebildet – sie können sehr gut klett

Namensherkunft: (Amerikanisch: Winter moth). Die deutsche Bezeichnung Frostspanner stammt wohl daher, dass die Flugzeit im Herbst ungefähr zeitgleich mit den ersten Nachtfrösten eintritt. Sie sind bis in den Dezember hinein aktiv.

Information: Die flugunfähigen weiblichen Falter klettern nachts an Bäumen oder Mauern (Hauswänden) empor und locken die männlichen, nachtaktiven Männchen an. Die  (bis zu 200 Stück) werden in den Bäumen abgelegt. Im folgenden Frühjahr schlüpfen die Raupen ungefähr zeitgleich mit dem Aufbrechen der Knospen. Die kleinen und somit leichten, Junglarven werden häufig mit dem Wind verdriftet, sodass sie sich ausbreiten und benachbarte Bäume erreichen können. Manchmal spinnen sich die Larven zwischen zwei Blättern oder in Blütenständen ein und sind somit recht gut geschützt und können große Fraßschäden anrichten. Ende Mai/Anfang Juni verlassen die Larven ihre Futterpflanzen, um sich in ca. 10 cm Bodentiefe in einem lockeren Kokon zu verpuppen. Der Falterschlupf findet erst im Herbst statt.

Schädigung:

Die Blätter der befallenen  Blätter weisen runde Löcher auf (Lochfraß), bei stärkerem Befall werden die Blätter bis auf die Blattrippe abgeweidet bis hin zum Kahlfraß. Blüten – und Blattknospen werden u.U. im Inneren ausgehölt, in Blüten werden Stempel und Staubgefäße abgefressen (Blütenvernichtung). Junge Früchte werden ebenfalls häufig geschädigt (Fruchtfleisch, bei Steinobst wie z.B. Kirschen ggf. auch der Kern – „Löffelfraß“).

Nahrung: Die Raupen des Kleinen Frostspanners sind äußerst polyphag – das heißt, sie  sind bei der Wahl ihrer Futterpflanzen nicht spezialisiert. Sie mögen verschiedenen Laubbaumarten wie Eiche, Birke, Esche, Ahorn, Buche, Linde, Weide, genauso wie Ziergehölze (Rosen, Hainbuchen, Rhododendron). Außerdemalle Obstbäume (Ausnahme: Pfirsich).

Bekämpfung:

1) Grüne Leimringe (keine gelben, da diese auch andere, nützliche Insekten anlocken und vernichten würden). Die Leimringe eng um die Baumstämme binden, sodass die weiblichen „Kletterer“ nicht unter bzw. hinter dem Leimring entlang dem Stamm hinauf können. Den Stamm unterhalb des Ringes beobachten, da zur Not auch dort Eier abgelegt werden (dann natürlich entfernen!).

2) Im Frühjahr die Raupen von Hand absammeln…

3) Hühner ! Hühner übernehmen die Arbeit von Punkt 2), da sie die Raupen suchen und nur zu gerne fressen ;-). Sie finden unter Umständen sogar die Larven, die bereits unter der Erde sind, scharren sie frei und fressen sie – zack !

4) Es gibt auch diverse chemische und vermeintlich biologische Pflanzenschutzmittel (z.B. BT-Präparate),  um einen Befall zu vermeiden, aber darauf möchte ich hier nicht näher eingehen, da ich die natürliche Bekämpfung eindeutig bevorzuge …

Links:

Wikipedia

Institut für Schädlingskunde

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